Wochentester-PodcastKlingbeil verteidigt Zögern bei Waffenlieferungen an die Ukraine

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Deutschland unterstützt die Ukraine mit drei Patriot-Flugabwehrraketenstaffeln.

Deutschland unterstützt die Ukraine mit drei Patriot-Flugabwehrraketenstaffeln.

Mit SPD-Parteichef Lars Klingbeil sprechen Wolfgang Bosbach und Christian Rach über die Forderung der Ukraine, immer mehr Waffen zu bekommen. Zu Gast ist außerdem der Psychiater und Theologe Dr. Manfred Lütz. Er spricht mit den „Wochentestern“ über sein letztes Gespräch mit Papst Benedikt und die verschärften Aktionen der Klimaaktivisten.

SPD-Chef Lars Klingbeil hat das Zögern der Bundesregierung bei Waffenlieferungen an die Ukraine verteidigt. „Ich trage Waffenlieferungen zu 100 Prozent mit, aber man muss sich bewusst machen, dass das keine Reality-Show oder ein Computerspiel ist, sondern dass es um historische Entscheidungen geht, die uns in fünf oder zehn oder 20 Jahren noch beschäftigen werden, und dass keine Entscheidung ohne Konsequenz ist“, sagte Klingbeil im „Wochentester“-Podcast von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) im Gespräch mit den Moderatoren Wolfgang Bosbach und Christian Rach.

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Manchmal hätten sich die Waffenlieferungsdebatten überschlagen: „Fünf Minuten, nachdem wir entschieden haben, dass wir Schützenpanzer Marder liefern, wird nach dem Leo gerufen. Und fünf Minuten, nachdem wir beschlossen haben, den Leo zu liefern, wird nach Kampfjets gerufen. Das ist eine Logik, aus der man rauskommen muss.“ Er könne die Sicht der Ukraine nachvollziehen. Man müsse aber auch über Diplomatie reden.

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Klingbeil froh über zurückhaltende Rede bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“

SPD-Chef Lars Klingbeil sagt im Podcast, er sei „froh“ darüber, in seiner Rede bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“ zurückhaltender gewesen zu sein als FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. „Ich habe gesehen, Friedrich Merz hat sogar Standing Ovations gemacht, obwohl ich ihm einen mitgegeben habe. Ich glaube: Dann hat man den richtigen Ton getroffen“, sagte im Gespräch mit den Moderatoren Wolfgang Bosbach und Christian Rach. Während der Veranstaltung habe er gedacht, seine Rede sei „offenbar zu sanft, wenn das hier der übliche Tenor ist“. Am Ende müsse sich jeder „selbst wohlfühlen“ mit seiner Rede.

„Ich habe einen politischen Stil, bei dem ich Friedrich Merz und Annalena Baerbock und der Kollegin Strack-Zimmermann in so einer Rede gern einen mitgeben möchte, aber ich möchte danach mit denen zusammen noch ein Bier trinken können“, so der SPD-Politiker.

Psychiater  Manfred Lütz wirft Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ „fehlgeleiteten Idealismus“ vor

Der Psychiater Manfred Lütz hat den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ „fehlgeleiteten Idealismus“ vorgeworfen. „Das gab es auch bei den 68-ern, die erst sehr idealistisch antraten und dann zum Teil terroristisch geendet sind“, sagt Lütz in der „Wochentester“-Episode. P

Die Bewegung könne man als „sektenartig“ beschreiben, so Lütz, der auch Theologe ist. Ältere Menschen seien in diesen Dingen „manchmal weniger gefährdet, weil die schon erlebt haben - manchmal auch resignativ - dass sie in ihrem eigenen Leben viele Ideale gehabt haben, die sich nachher nicht umsetzen ließen“.

Neue Folgen immer freitags

Die neue Folge wird immer freitags ab 7 Uhr morgens freigeschaltet. Falls Sie Spotify oder andere gängige Musik- oder Podcast-Apps auf Ihrem Smartphone installiert haben, können Sie den Podcast unter dem Stichwort „Wochentester“ suchen und kostenfrei abonnieren. Sie können ihn aber auch auf unserer Seite hören. (red)

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