Nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit dem ZDF die Hoffnung auf positive Auswirkungen für sein Land geäußert.
Er habe die Hoffnung, „dass wir mehr Unterstützung bekommen“, sagte Selenskyj in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview in der Sendung „ZDF Magazin Royale“ des Satirikers Jan Böhmermann. Die Demokraten sprächen außerdem „von der Erneuerung der Verbindung zwischen den USA und Europa“, fügte er hinzu.
Selenskyj spricht auch über Musk und SpaceX
Wenn der US-Kongress nun von einer starken finanziellen Unterstützung oder Unterstützung durch Waffen spreche, „so wie Europa das heute macht und zeigt, dann wird das etwas Positives sein, das Putin beeinflussen wird“, sagte Selenskyj weiter.
Bei den Kongresswahlen hatten die Demokraten am Dienstag die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump zurückerobert. Während dies Trump vor allem innenpolitisch schwächen dürfte, ist unklar, wie es die US-Außenpolitik beeinflussen wird. In Europa gibt es die Befürchtung, dass der US-Präsident auf internationaler Bühne noch aggressiver auftreten könnte.
Kritiker werfen Trump schon seit langer Zeit vor, im Ukraine-Krieg einen russlandfreundlichen Kurs zu fahren. Im Oktober legte er vom Kongress beschlossene Sanktionen gegen Russland per Dekret auf Eis. Das brachte ihm auch aus Reihen seiner Republikaner Kritik ein.
Auf Elon Musk angesprochen, antwortete Selenskyj: „Wir sind SpaceX dankbar dafür, dass sie uns die Verbindung zur Verfügung stellen. Das war zu Beginn des Krieges sehr hilfreich. Aber wir müssen da ganz klar sein: Natürlich gefällt uns seine Haltung zu diesem Krieg nicht.“ (afp/mg)


