Die Einnahme von Biotin-Präparaten kann Laborergebnisse verfälschen. Verbraucherschützer empfehlen daher eine Unterbrechung vor Blutabnahmen.
Warnung vor BiotinNahrungsergänzungsmittel kann Labortests verfälschen

Biotin kann Laborergebnisse beeinflussen – mit möglichen Folgen für die Diagnose.
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Eine Unterbrechung der Einnahme von Biotin-Nahrungsergänzungsmitteln für zwei bis drei Tage vor einer Blutabnahme wird empfohlen. Diese Empfehlung stammt vom Portal „Klartext Nahrungsergänzung“ der Verbraucherzentralen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Des Weiteren ist es entscheidend, der Arztpraxis mitzuteilen, dass Biotin regelmäßig supplementiert wird.
Laboruntersuchungen können durch die Zufuhr von Biotin ungenaue Resultate liefern. Diese Verfälschung birgt die Gefahr von fehlerhaften oder verspäteten ärztlichen Befunden, was der Grund für die empfohlene Pause ist.
Beeinträchtigung von Hormon- und Herz-Kreislauf-Tests
Besonders betroffen von diesen Verfälschungen sind Analysen der Schilddrüsen- und Sexualhormone sowie von Markern für das Herz-Kreislauf-System. Ein Beispiel hierfür ist Troponin, ein Indikator, der Hinweise auf einen möglichen Herzinfarkt liefern kann.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erläutert den zugrundeliegenden Mechanismus: Bestimmte Laborverfahren basieren auf der Interaktion zwischen Biotin und einem spezifischen Protein, um die Konzentration gewisser Moleküle zu ermitteln. Eine erhöhte Konzentration von freiem Biotin im untersuchten Blut kann laut BfR zu einer Verfälschung des Messergebnisses führen.
Zweifel an der beworbenen Wirkung von Biotin
Biotin-Supplemente werden oft als Produkte für die Schönheit beworben, die kräftiges Haar, gesunde Haut und feste Nägel fördern sollen. Verbraucherschützer geben jedoch zu bedenken: „Die Studienlage zu Haut- und Haargesundheit ist schwach und die Bedingungen sind teils fragwürdig.“ Auch für eine stärkende Wirkung auf Fingernägel fehle ein wissenschaftlicher Nachweis. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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