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RheinenergiePrestigebau für 140 Millionen Euro

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Das neue Verwaltungsgebäude der Rheinenergie Köln

Spätestens Ende April 2014 soll Kölns modernstes Verwaltungsgebäude – die neue Rhein-Energie-Zentrale am Parkgürtel – bezugsfertig sein. Die Messlatte, die der Energieversorger sich selbst gelegt hat, ist hoch: Der 140 Millionen teure Prestigebau nach Plänen des Darmstädter Architekten Norbert Sinning soll nicht nur erstmals alle 1900 Mitarbeiter des Unternehmens an einem Standort bündeln, er soll auch Maßstäbe für das moderne Arbeiten setzen.

Geheizt und gekühlt wird der rund 55 000 Quadratmeter große Gebäudekomplex beinahe ausschließlich mit erneuerbaren Energien: Eine kombinierte Geo- und Solarthermieanlage deckt 95 Prozent des Strombedarfs. Bei der Beleuchtung setzt die städtische Tochter komplett auf LED, Sensoren passen die Helligkeit an und schalten Lampen selbstständig ab, wenn Areale über eine gewisse Zeit unbenutzt bleiben. Das Ergebnis: Der Neubau verbraucht 80 bis 90 Prozent weniger Energie als sein Vorgänger. „Das ist entscheidend, denn über die Jahre übersteigen die Betriebskosten die Baukosten bei herkömmlichen Gebäuden um ein Vielfaches“, sagt der zuständige Rhein-Energie Vorstand Thomas Breuer.

So zukunftsorientiert die energetischen Werte, so innovativ auch die neuen Arbeitsplätze, die auf die Mitarbeiter warten. Klassische Desktop-PCs etwa werden durch ein Rechenzentrum mit so genannter Cloud-Technologie ersetzt. Digitale Schnittstellen erlauben das Arbeiten von jedem beliebigen Platz innerhalb des Gebäudes aus, der Anmeldeprozess erfolgt via Chipkarte oder Smartphone. Praktisch: Die Festnetznummer des Angestellten zieht gleich mit um.

„Arbeitsplatzdrucker wie man sie von früher her kennt, wird es nicht mehr geben“, erläutert Breuer. Stattdessen wurden zentrale Drucker-Zonen eingerichtet, an denen die Druckaufträge einlaufen. Insgesamt wird Papier in der neuen Zentrale zum Auslaufartikel erklärt. „Wir betreiben eine konsequente Digitalisierung aller Arbeitsprozesse, das papierarme Büro ist das Ziel“, so Breuer.

Wer eine Auszeit vom Trubel des Großraumbüros benötigt, kann sich in den Massagesalons oder einen der insgesamt 22 Meeting Points zurückziehen, die mit Sitzmöbeln, Kaffeeküche und Displays ausgerüstet sind.

Für die Teamkommunikation wurden 89 Besprechungsräume in unterschiedlichen Größen eingerichtet. Der größte, mit Panoramafenster und einer Deckenhöhe von neun Metern, ist der Konrad-Adenauer-Saal, in dem der Aufsichtsrat tagen wird. „Wir sind wirklich stolz auf das Ergebnis. Man baut ja nicht alle Jahre ein Verwaltungsgebäude dieser Größenordnung“, betont Breuer.

Die bisherige Zentrale der Rhein-Energie, die sich direkt neben dem geschwungenen Neubau befindet, wird nach dem Umzug niedergelegt. Die Tiefgarage mit 500 Plätzen bleibt erhalten, auf der freiwerdenden Fläche sollen der betriebsärztliche Dienst und eine neue Kantine entstehen.