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Zelt-GmbH sponsert den VfL Borussia

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Kreis Euskirchen - Warum tritt eine kleine Firma als offizieller Sponsor eines Bundesliga-Klubs auf? Wieso unterstützt die „Quickuptent GmbH“ den VfL Borussia Mönchengladbach mit einer fünfstelligen Euro-Summe? Gründe gibt es genug, wie Elmar Geulen versichert. Der Wißkirchener ist einer von zwei Geschäftsführern des Euskirchener Unternehmens, das die Kooperation mit dem Fußballverein vom Niederrhein am Mittwoch besiegelte.

„Erstens“, sagt Geulen, „ist so etwas gut fürs Renommee. Als Sponsor eines bekannten Vereins kann man sich von den Mitbewerbern abheben.“ Zweitens sei der Werbeeffekt nicht zu unterschätzen. Die Borussia hat sich wieder im deutschen Fußball-Oberhaus etabliert und ist dadurch unter anderem regelmäßig im Fernsehen präsent.

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„Quickuptent“ ist zwar nicht Trikot-Sponsor. Doch Geulen und sein Kompagnon Fränk Relouw, der ebenfalls als Geschäftsführer fungiert, hoffen, dass sie im und am Bökelberg-Stadion mit ihrem Produkt Aufmerksamkeit erregen werden. Dadurch will man die Verkaufszahlen erhöhen.

Was aber steckt hinter „Quickuptent“? Übersetzt man die Bestandteile dieses englischen Begriffs, merkt man, dass es um ein Zelt („tent“) geht, das rasch („quick“) aufzubauen ist. Für diese Art von Scherenzelten, die in Südkorea hergestellt werden, ist das Euskirchener Unternehmen alleiniger Europa-Importeur. In der größten Ausführung, die rund 30 Kilogramm wiegt, deckt das Zelt eine Fläche von drei mal sechs Metern ab.

Elmar Geulen braucht nur ein paar Sekunden, bis er die Konstruktion, auf der das Zeltdach ruht, auseinander gezogen hat. Danach fährt er die Teleskop-Füße aus - und schon hat er ein stabiles Dach über dem Kopf, das vor Regen und Sonnenstrahlen gleichermaßen schützt. Mit Hilfe von Seitenwänden kann es geschlossen werden.

„Für Otto Normalverbraucher, der sich so etwas für zwei Anlässe pro Jahr in den Garten stellen will, ist der Preis zu hoch“, räumt Geulen ein. Die größte Variante schlägt mit knapp 1600 Euro zu Buche. Interessanter ist das „Quickuptent“ zum Beispiel für Firmen, die sich auf Messen präsentieren. Es eignet sich auch, um mobile Verkaufsstände zu überdachen, oder für Feiern und als Wetterschutz im Allgemeinen.

Die Firma „Quickuptent“ wird ihr Produkt auch an den Eingängen zum VIP-Bereich im Fußballstadion am Mönchengladbacher Bökelberg aufstellen. Apropos: Geulens Geschäftspartner Fränk Relouw arbeitet mit seiner zweiten Firma schon länger mit dem Bundesliga-Klub zusammen. Unter anderem hat er die VIP-Landschaft gebaut, in der die Borussia ihre Sponsoren und Ehrengäste bewirtet.

Nachdem Relouw sich in Südkorea die Importrechte für das Schnellzelt gesichert hatte, holte er Geulen mit ins Boot. Er wusste, dass der Wißkirchener, der ein exzellenter Motorradrennfahrer ist, gute Kontakte zur Rennsportszene unterhält. Der Plan ging auf: Suzuki baut im Fahrerlager schon Zelte auf, die aus Euskirchen kommen. Gespräche mit weiteren Herstellern laufen.

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