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Kommentar

Bad Münstereifel
Es gibt zu viel Arbeit für zu wenig Personal

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2 min
Das Bild zeigt das Rathaus, davor stehen Autos.

Im Münstereifeler Rathaus arbeiten viele Beschäftigte seit Jahren am Limit.

Alltagsgeschäft plus Wiederaufbau – viele Beschäftigte der Stadt arbeiten am Limit. Dass die Verwaltung kapituliert, ist nachvollziehbar. 

Eine Verwaltung kapituliert. Nicht, weil sie die ihr von den Politikern beauftragten Arbeiten nicht erledigen will. Sondern weil sie sie nicht mehr erledigen kann mit dem wenigen Personal, das neben dem Alltagsgeschäft auch noch den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe stemmen muss. Besonders in den Bereichen Tief- und Hochbau arbeiten die Mitarbeiter seit Jahren am Limit.

Und dann kommen neben Flut und Alltagsgeschäft auch noch Ad-hoc-Einsätze dazu, beispielsweise vergangenes Jahr im Eifelbad. Die entstehen, weil über Jahre hinweg oft nur das nötigste erledigt wurde, wie eben im Schwimmbad oder auch in der Grundschule Bad Münstereifel.

Thomas Schmitz

Thomas Schmitz

Lokalsportkoordinator in der Redaktion Euskirchen. Außerdem kümmert er sich um die Stadt Bad Münstereifel. Er war von Herbst 2004 bis Mitte 2014 bereits in der Euskirchener Redaktion als Digitaljourna...

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Eine Besserung ist nicht in Sicht. Der Wiederaufbau soll sich noch bis ins nächste Jahrzehnt hineinziehen. Nicht umsonst verlangte Bürgermeister Sebastian Glatzel jüngst eine Aufstockung des Personals, auch wenn das steigende Kosten verursacht.

Dass der Stadtrat oder die Fachausschüsse Konzepte für bestimmte Bereiche verlangen, ist vollkommen legitim und sogar Pflicht. Dass die Politiker nachhören, wenn diese – wie das Friedhofskonzept – auch Jahre nach dem Beschluss noch nicht umgesetzt wurden, ist auch verständlich. Genauso muss man akzeptieren, wenn nun Peter Lanzerath als kaufmännischer Betriebsleiter der Stadtwerke alle Viere von sich streckt und sagt, dass die Erstellung eines Wirtschaftswegekonzepts, eines Friedhofskonzepts und eines Bauhofskonzepts durch städtische Kräfte nicht zu leisten sei.

Die Politiker waren gnädig, beschlossen nun externe Unterstützung in den drei Bereichen, was erneut Geld kostet, und erlauben sogar, dass diese Konzepte erst im nächsten Jahr erstellt werden. Dass einige Sachen aber eigentlich so lange gar nicht warten können, muss ihnen auch klar sein. So sollte nämlich in diesem Frühjahr der Winterdienst neu aufgestellt werden. Aber der ist Teil des Bauhofskonzepts. Schneien sollte es im Winter 2026/27 deshalb am besten nicht.