Fast 2000 frühere Schülerinnen und Schüler kamen ins Bad Münstereifeler St.-Michael-Gymnaisum, das Jubiläum feierte.
St.-Michael-GymnasiumViele Ehemalige kamen zum Schuljubiläum nach Bad Münstereifel

Mit fast 2000 Besuchern feierten Lehrkräfte sowie ehemalige und aktuelle Schülerinnen und Schüler am Samstag den 400. Geburtstag des Bad Münstereifeler St.-Michael-Gymnasiums.
Copyright: Cedric Arndt
Den täglichen Weg vom Eingang des Schulgebäudes bis zum Klassenraum absolvieren viele Schülerinnen und Schüler oft noch im Halbschlaf. So tief im Gedächtnis verwurzelt sind die Flure und Abzweigungen, dass sie selbst 22 Jahre nach dem Abschluss in bester Erinnerung bleiben können.
„Die Raumnummer ist mir nach dieser Zeit nicht mehr eingefallen, wo sich der Raum befindet, wusste ich aber sofort wieder“, berichtete Martin Schumacher, der 2004 am Bad Münstereifeler St.-Michael-Gymnasium sein Abitur abgelegt hatte und nun zum Ehemaligen-Treffen an die alte Wirkstätte zurückkehrte. Selbst die alte Tafel sei noch dieselbe und „genauso abgerockt wie damals“, fügte er lachend hinzu.
In den Bad Münstereifeler Zimmern stecken viele Erinnerungen
„Es stecken richtig viele Erinnerungen hier in diesem Zimmer“, stimmte Klassenkameradin Eva Moneri zu. „Mein Papa war hier Lehrer, und darum war ich zwischendurch beim Tag der offenen Tür noch einmal hier. Am heutigen Tag auch so viele aus der alten Klasse wiederzusehen, ist trotzdem etwas ganz Besonderes, und diese Chance wollte ich unbedingt nutzen.“
Nach unserer großen Gala im September des vergangenen Jahres ist das Ehemaligen-Treffen heute für uns alle ein weiteres großes Highlight.
Eine Chance, die sich neben Eva Moneri am Samstagnachmittag noch knapp 2000 weitere Absolventinnen und Absolventen nicht entgehen lassen wollten. Im Rahmen der Feiern zum 400-jährigen Bestehen des Gymnasiums konnten die Verantwortlichen ehemalige Schülerinnen und Schüler aus zahlreichen Jahrgängen – bis zurück in die frühen 1960er-Jahre – auf dem Schulgelände willkommen heißen.
„Nach unserer großen Gala im September des vergangenen Jahres ist das Ehemaligen-Treffen heute für uns alle ein weiteres großes Highlight“,tischen freute sich Schulleiterin Anne Schorrlepp. Seit drei Jahrzehnten gehört sie bereits dem Lehrerkollegium an und ist seit 2016 in leitender Position.

Sabrina Zimmermann, Margret und David Schnicke sowie Catharina Müller und Ewa Schön (v.l.) genossen die Rückkehr in ihre alte Schule.
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Der Abi-Jahrgang 2004 fühlte sich auch nach 22 Jahren in seinem gewohnten Schulumfeld wieder sichtlich wohl.
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„In meiner aktiven Zeit ein solches Jubiläum miterleben zu können, ist einfach großartig, und ich freue mich, dass so viele gekommen sind, um gemeinsam zu feiern.“ Rund drei Viertel der anwesenden Ehemaligen könne sie anhand der Gesichter wiedererkennen, die vielen hundert Namen seien allerdings nicht mehr alle auf Kommando abrufbar.
Viele Ehemalige erkannten einander sofort wieder
Auf dem gesamten Schulgelände hatten sich schon kurz nach Veranstaltungsbeginn kleinere und größere Gruppen zusammengefunden, die sich sofort, oder auch erst nach genauerer Betrachtung der Gesichtszüge, wiedererkannt hatten. Dabei halfen die am Eingang ausgeteilten Aufkleber, die am Oberteil befestigt den Abijahrgang offenbarten.
„Ich war selbst überrascht, alle noch zu kennen und mich direkt an so viele Gesichter zu erinnern“, staunte Sabrina Zimmermann, die 1998 ihr Abitur in Bad Münstereifel absolviert hatte. „Es ist toll, so viele Leute zu treffen, die man im Alltag gar nicht mehr zu Gesicht bekommt“, stimmte Klassenkameradin Catharina Müller zu.
Das Wetter hatte den Veranstaltern Sorgen gemacht
Einige seien mehrere hundert Kilometer weit von ihrer alten Heimat weggezogen, andere, wie Margret und David Schnicke hingegen, verloren sich nie aus den Augen. „Wir waren schon in unserer alten Schule, bevor wir hier in die Oberstufe gekommen sind, ein Paar und sind es heute noch“, berichtete Margret Schnicke lachend.
Die ausgelassene Stimmung, die während des Treffens unter den Beteiligten herrschte, ließ auch Anne Schorrlepp die noch wenige Stunden zuvor gehegten Sorgen schnell vergessen. „Bis zum frühen Nachmittag hat es geregnet, und wir hatten schon Pläne ausgearbeitet, wie wir den Großteil der Veranstaltung nach drinnen verlagern können“, so die Schulleiterin. Ein Unterfangen, das bei fast 2000 Gästen einige Herausforderungen mit sich gebracht hätte. „Dann kam zum Glück doch noch pünktlich die Sonne zum Vorschein.“
Auch der Bürgermeister ist hier zur Schule gegangen
Mit einem kühlen Getränk in der Hand und in Gespräche vertieft, konnten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler in Erinnerungen schwelgen und gemeinsam durch ihre alte „Penne“ schlendern. Im Theaterkeller gaben die Nachwuchsschauspieler Ausschnitte aktueller Stücke zum Besten, und nur wenige Zimmer weiter lud eine Ausstellung der Kunstkurse zum Abtauchen in fantasievolle Welten ein.
„Für mich ist es in zweifacher Hinsicht besonders, heute hier zu sein“, freute sich Bad Münstereifels Bürgermeister Sebastian Glatzel. 2002 habe er selbst an diesem Ort sein Abitur gemacht, und heute kehre er als Vertreter der Stadt und Schulträger zurück. „Nach 400 Jahren feiern wir heute nicht das Gebäude, denn das ist schließlich nur ein Haufen Steine. Wir feiern, was sich in all dieser Zeit innerhalb des Gebäudes abgespielt hat und immer noch abspielt – und die Gemeinschaften, die dabei entstanden sind.“
Zwischen den größeren An- und Umbauten in den Jahren 1981 und 2011 sowie dem aktuellen Umstieg zurück von G8 auf G9 habe sich vieles verändert. Anderes wiederum sei über die Jahrzehnte gleich geblieben und könne zahlreiche Erinnerungen wecken, betonte Anne Schorrlepp. „Wir zeigen heute, wie sich die Dinge weiterentwickelt haben und was bis heute Bestand hat“, so die Schulleiterin. www.stmg.de
