Die PW Premiumwohnen GmbH baut an der Auelstraße in Kall Wohnungen für Singles, Paare oder kleine Familien und Senioren.
„In den Auelgärten“In Kall entstehen 21 Wohnungen und Räume für eine Physiotherapiepraxis

So soll der Neubau der PW Premium Wohnen GmbH in der Auelstraße in Kall aussehen.
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Die Anwohner in der Auelstraße in Kall dürften erleichtert sein: Die Jahre, in denen sie nach dem Abriss der Grundschule auf einen Berg mit Abbruchmaterial schauen mussten, sind vorbei. Auf dem Gelände haben jetzt die Arbeiten für ein Projekt der PW Premiumwohnen GmbH mit dem Titel „In den Auelgärten“ begonnen. Im ersten von zwei Bauabschnitten entstehen dort in einem dreigeschossigen Gebäude mit Staffelgeschoss 21 Eigentumswohnungen und Räume für eine Physiopraxis im Erdgeschoss. Im letzten Quartal 2027 soll das Gebäude bezugsfertig sein.
Eine erste Planung für ein Bauvorhaben an der Auelstraße war schon 2021 vor der Flut vorgestellt worden. Die PW Premiumwohnen GmbH, die VR-Bank Nordeifel und die Gesellschafter der G und S Wohnbau GmbH aus Euskirchen, Hartmut Lackner und Jörg Wiskirchen, wollten drei Mehrfamilienhäuser und ein Gebäude mit seniorengerechten Wohnungen und betreutem Wohnen errichten. Zwei Häuser sollten in Richtung Eisenauerstraße gebaut werden, zwei an der Auelstraße. Insgesamt waren mehr als 60 Wohneinheiten geplant gewesen. Der Arbeitstitel für das Vorhaben hieß „Schöner Wohnen und Leben in Kall“.
Ehemalige Grundschule wurde Anfang 2023 abgerissen
Anfang 2023 dann war die ehemalige Grundschule, die auf einem Teil der benötigten Fläche stand, abgerissen worden. Seitdem lag das Abbruchmaterial neben der Turnhalle, die von Flut und Brand stark beschädigt ist und auch noch abgerissen werden muss. Dafür ist aber die Gemeinde zuständig. Ein Termin steht nach Angaben der Verwaltung noch nicht fest.

Der Bagger steht bereit. Die Turnhalle (r.) muss noch von der Gemeinde Kall abgerissen werden.
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Im April 2024 erklärten die Investoren, dass sich durch steigende Zinsen und Baukosten, hohe Standards bei den Bauleitplanungen, den Mangel an Handwerkern sowie Politiker und Verwaltungen, die kurzfristig Förderkriterien änderten oder Planungsänderungen beschlossen, die Rahmenbedingungen massiv verändert hätten. Der ehemalige Bürgermeister Hermann-Josef Esser hatte im Oktober 2023 Jahres überraschend den Vorschlag gemacht, das Schwimmbad nicht mehr am bisherigen Standort zu belassen, sondern einen Kombibau mit Turnhalle an der Auelstraße zu errichten. Das wiederum hatte Auswirkungen auf die Planungen der PW Premiumwohnen gehabt.
„Auch der Markt hatte sich total verändert. Die geplanten Wohnungen waren zu groß, deshalb mussten wir umplanen“, erklärte Stefan Lippertz, Bereichsleiter Immobilien bei der VR Bank EifelLand eG.
Wohnungsgrößen zwischen 53 und 93 Quadratmetern
Laut der aktuellen Planung soll nun in einem ersten Bauabschnitt ein KfW-40-Haus mit Wohnungsgrößen zwischen 53 und 93 Quadratmetern in Richtung Eisenauerstraße entstehen. Die meisten Wohnungen sind knapp 60 Quadratmeter groß, viele haben nach Angaben auf der Internetseite einen Balkon, eine Terrasse oder eine Loggia. „Wir werden statt der dort ursprünglich vorgesehenen zwei Gebäude nur eines bauen“, sagte Lippertz. Die Geschosszahl sei gleich geblieben.
Angesprochen sind Singles, die ihre erste eigene Wohnung beziehen, Paare oder kleine Familien und Senioren, die am Rand des Nationalparks ihren Ruhestand genießen wollen. Eine Geothermieanlage mit Sole-Wasser-Wärmepumpe soll die Nebenkosten gering halten und mit einer Fußbodenheizung für Wärme im Winter und Kühle im Sommer sorgen.
Hochwasserschutz wurde auch berücksichtigt
Alle Geschosse sind mit zwei Aufzügen und breiten Wegen barrierefrei erreichbar. 32 Pkw-Stellplätze und 43 Fahrradstellplätze sind geplant. „Die Auelgärten liegen am Übergang vom Ortskern zur Landschaft: nah genug, um zu Fuß zum Bäcker zu gehen, weit genug, um morgens Vögel statt Verkehr zu hören“, wird auf der Internetseite geworben. Der Bahnhof, Schulen, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten sind von dem Standort aus zu Fuß gut erreichbar.
„Hochwasserschutzmaßnahmen sind vom Baurecht vorgegeben. Wir setzen das Gebäude auf einen Sockel von 40 Zentimeter Höhe,“ erklärte Lippertz. Mit dem recycelten Abbruchmaterial wurde jetzt der Unterbau für das Fundament hergestellt. Anschließend sollen die Arbeiten direkt fortgeführt werden: „Die Fertigstellung der Wohnungen ist für das letzte Quartal 2027 geplant.“
Die Vermarktung ist gut angelaufen: „Es gibt schon einige Käufer, aber noch sind ein paar Wohnungen frei“, sagte Lippertz. Wenn die Nachfrage weiter gut ist, soll auch der nächste Bauabschnitt in Angriff genommen werden. „Dazu gehören die beiden geplanten Gebäude an der Auelstraße.“ Das vierte Haus soll aber nicht mehr realisiert werden.

