Im Kaller Gewerbegebiet präsentierten 53 Aussteller ihre Produkte und Angebote. Im Ortskern wurde ein Fest für Familien veranstaltet.
Attraktive AngeboteTausende Menschen kamen zur Kaller Gewerbeschau

Im siebten Trampolinhimmel schwebte Charly Knorr aus Bad Münstereifel auf der Bahnhofstraße in Kall.
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Zum 39. Mal fand die Herbstschau statt, eine Ausstellung von Firmen, Händlern, Organisationen und Privatleuten auf den Straßen von Kall. Das gute Wetter hatte bereits zur Mittagszeit die Menschen zu Tausenden auf die Straßen gelockt, so dass Michelle Sterz vom Eventbereich der Aachener Zeitung auch zuversichtlich war, dass die fast 12.000 Besucher der letzten Veranstaltung übertroffen werden würden. „Wir rechnen in diesem Jahr mit mehr Menschen“, sagte sie.
53 Aussteller und Standbetreiber waren im Industriegebiet der Gemeinde Kall angetreten, um ihre Produkte und Angebote dem Publikum vorzustellen. Am Siemensring waren die Pavillons der Anbieter aufgebaut worden, zwischen denen sich die Menschen drängelten. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die Flotten der Filialen der großen Fahrzeughersteller, die sich den Interessierten präsentierten. Doch auch besondere Angebote waren dabei wie etwa das Wohnmobil für Hundebesitzer, das zur Vermietung bereitstand.
Vom ADAC bis hin zu Pflegediensten
Eine große Auswahl hatten auch die Gartenbesitzer, denen sich gleich zwei Anbieter vorstellten. Aber auch der ADAC und die Händler von Zweirädern, Hundefutter, Kosmetik, Deko und Olivenölen sowie Pflegedienste wie Care oder der Malteser Hilfsdienst mit seinem Hausnotruf waren mit dabei.

Schon zur Mittagszeit drängten sich die Menschen im Industriegebiet.
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Dampfkessel für den Industriebedarf präsentierte Niko Diedrich.
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Vereint, aber mit unterschiedlichen Ständen, waren auch Caritas und Evangelisches Altenheim (EvA) vertreten. Seit Anfang dieses Jahres haben die beiden karitativen Organisationen die konfessionellen Grenzen überwunden und sich zu einer Zusammenarbeit entschlossen. „Die Caritas hat die mobile Pflege übernommen, während das EvA sich auf die stationäre Pflege konzentriert“, erläuterte Malte Duisberg, Geschäftsführer des EvA in Gemünd. Es habe sich dabei ein schönes Miteinander entwickelt. Auch Arndt Krömer von der Caritas Eifel stimmte dem zu: „Das ist super geworden“, sagte er.
Dampfkesselanlagen für die Industrie
Ein ungewohntes Angebot hatte die Firma Diedrich Industrie-Service aus Kreuzau-Stockheim mit nach Kall gebracht. Denn das Unternehmen konzentriert sich auf die Wartung und den Bau von Dampfkesselanlagen, wie sie vor allem in der Industrie vielfach gebraucht werden. Sie kommen zum Beispiel in der Chemie-, Textil- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz, werden aber auch zum Beheizen von großen Gebäudekomplexen oder in Krankenhäusern verwendet. „Wir wenden uns dabei vor allem an Großkunden“, sagte Niko Diedrich, Sohn der Firmenchefs. Zum ersten Mal sei die Firma auf der Herbstschau vertreten, deshalb sei noch nicht klar, wie groß die Resonanz auf das Angebot sei.

Mit Sohn Justin beteiligte sich Christina Kimmerl am Flohmarkt auf der Bahnhofstraße.
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Vor allem für Familien war das Fest auf der für den Verkehr gesperrten Bahnhofstraße im Kaller Ortskern gedacht. „Wir haben uns auf Family und Fun konzentriert“, sagte Thomas Ley. 42 Stände habe der Bereich im Ortskern von Kall. „Wir haben das Angebot damit verdoppelt“, sagte er. Am Nachmittag unterhielt Regina Red mit ihrer Travestieshow das Publikum.
Hüpfburg für die kleinen Besucher
Aber auch die Lokalpolitik hatte hier ihren Auftritt. Neben Volt und der SPD hatten sich die AfD und die „Omas gegen Rechts“ genau gegenüber voneinander aufgestellt, um die Passanten über ihre Anliegen zu informieren.
Auf der Hüpfanlage sprang der sechsjährige Charly Knorr unermüdlich auf und ab. „Wir können ihn hierlassen und holen ihn heute Abend wieder ab“, scherzte Vater Marlon aus Bad Münstereifel. In Erinnerung dessen, was vor zehn Jahren in der Bahnhofstraße losgewesen sei, sei das Angebot gerade für Kinder aber etwas dürftig, stellte er fest.
Einen Flohmarktstand hatte Christina Kimmerl recht spontan angemeldet. Nicht nur gebrauchte Kinderkleidung, sondern auch Spielsachen von ihrem Sohn Justin waren dort im Angebot. Interesse sei bereits dagewesen, verriet sie. „Es darf aber noch mehr weggehen“, hoffte sie im Laufe der Veranstaltung.
