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GlasfaserausbauDer Kreis Euskirchen kann bundesweit eine Vorreiterrolle einnehmen

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In einer Baugrube liegen Kabel.

Die Telekom investiert in den Glasfaserausbau im Kreis Euskirchen nach eigenen Angaben mehr als 50 Millionen Euro.

Bis Ende 2029 sollen rund 18.000 weitere Haushalte im Kreis Euskirchen schnelles Internet bekommen. 30 Kilometer neue Trassen werden gebaut.  

Der flächendeckende Glasfaserausbau in Mechernich nimmt konkrete Formen an. Im Rahmen eines kreisweiten Förderprojekts sollen in den kommenden Jahren rund 18.000 bislang unterversorgte Adressen im Kreis Euskirchen an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Allein auf die Stadt Mechernich entfallen dabei 4516 Adressen. Der Baustart ist nach aktuellem Stand für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.

Wie Vertreter des Ausbauunternehmens GlasfaserPlus im zuständigen Ausschuss erläuterten, gehört Mechernich zu den größten Ausbaugebieten im Kreis. Die Stadt bildet mit 4516 förderfähigen Adressen das zweitgrößte Ausbaucluster des Projekts. Lediglich die Gesamtzahl der kreisweit zu erschließenden Anschlüsse fällt höher aus. Bereits in den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt.

Der Aufwand beim Tiefbau soll so gering wie möglich bleiben

Nach Angaben der Projektverantwortlichen sind derzeit rund 4300 Gebäudeadressen mit Glasfaser erschlossen. Damit können etwa 9900 Haushalte grundsätzlich auf Glasfaserprodukte zugreifen. Für den nun anstehenden Ausbau werden rund 30 Kilometer neue Trassen gebaut sowie die entsprechenden Hausanschlüsse hergestellt.

Darüber hinaus sollen etwa 170 Glasfasernetzverteiler errichtet werden. Der Trassenbau erfolgt laut Telekom überwiegend entlang bestehender Kupfertrassen, vorhandener Leerrohre oder bereits genutzter Leitungswege, um den Tiefbauaufwand möglichst gering zu halten. Die Planung erfolge in enger Abstimmung mit der Stadt Mechernich. Berücksichtigt werden dabei auch bereits vorgesehene kommunale Baumaßnahmen.

Themen wie die Verlegetiefe der Leitungen oder ein ein- beziehungsweise beidseitiger Trassenverlauf werden vor Baubeginn gemeinsam abgestimmt. Die Bauzeit wird auf etwa 24 Monate veranschlagt. Durchschnittlich sollen rund vier Kilometer Trasse pro Monat beziehungsweise knapp ein Kilometer pro Woche hergestellt werden. Als Herausforderung gelten vor allem die Größe des Stadtgebiets sowie die zahlreichen Ortsteile.

Ende Juli soll in Schleiden der erste Spatenstich vollzogen werden

Der kreisweite Ausbau ist in insgesamt zehn Abschnitte unterteilt. Nach derzeitiger Planung soll zunächst Schleiden mit 1560 förderfähigen Adressen ausgebaut werden. Mechernich folgt als Abschnitt 2 mit 4516 Adressen. Danach sind Bad Münstereifel (2411 Adressen), Hellenthal (2118), Euskirchen (2226), Blankenheim (1290), Kall (1361), Nettersheim (1394), Zülpich (621) und Dahlem (183) vorgesehen.

Die Verantwortlichen weisen jedoch darauf hin, dass es im Verlauf des Projekts noch zu Änderungen in der Reihenfolge kommen kann. Das Gesamtprojekt wird mit öffentlichen Fördermitteln unterstützt. Für den Ausbau der noch verbleibenden rund 18.000 Adressen im Kreisgebiet sind Investitionen von mehr als 60 Millionen Euro vorgesehen. Auch die beteiligten Kommunen tragen einen Teil der Kosten. Ein offizieller Spatenstich für das kreisweite Ausbauprojekt soll Ende Juli in Schleiden erfolgen.

Darüber hinaus sind weitere Informationsveranstaltungen in den beteiligten Kommunen geplant. Die Öffentlichkeit soll in den kommenden Monaten umfassend über die anstehenden Maßnahmen informiert werden. Nach derzeitiger Planung soll das gesamte Förderprojekt bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Damit könnte der Kreis Euskirchen beim flächendeckenden Glasfaserausbau bundesweit eine Vorreiterrolle einnehmen.