Die Formation „James Brass“ ließ im Gymnasium am Turmhof die Musik des legendären Bandleaders James Last wieder aufleben.
Lieder von James Last„James Brass“ war in Mechernich auf den Spuren des „Happy Sound“

Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum spielte die Band „James Brass“ in der Aula des GAT in Mechernich.
Copyright: Stephan Everling
Happiness in Mechernich: Auch wenn die erfolgreiche Zeit von James Last und seinem Orchester schon länger vorbei ist, begeistert sein „Happy Sound“, mit dem er rund zwei Jahrzehnte lang weltweit erfolgreich war, immer noch die Menschen. Seit zehn Jahren lässt die Formation „James Brass“ die Musik des legendären Bandleaders wieder aufleben. Grund genug für ein Jubiläumskonzert, das am Samstagabend in der Aula des Gymnasiums am Turmhof in Mechernich stattfand.

Der Posaunist Michael Bartsch ist der Gründer und Leiter von „James Brass“.
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Rund 300 Besucher wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen, und sie wurden in ihren Erwartungen nicht enttäuscht. Denn auch wenn „James Brass“ schon allein von der Besetzung her nur einen Teil des berühmten „Happy Sounds“ umsetzen kann, lassen die erfahrenen Musiker der Band wenig Wünsche offen.
Schließlich ist bei „James Brass“ der Name Programm. Mit je vier Trompeten und Posaunen wird der Blechsatz des James-Last-Orchesters gespiegelt, verstärkt von der Rhythmusgruppe aus Klavier, Bass, Gitarre und Schlagzeug, dem Herzstück jeder Bigband. Doch schnell wird klar, dass hier einiges fehlt: Nicht nur die Holzbläser wie Saxophon oder Klarinetten sind nicht mit dabei, sondern vor allem auch die Streicher, die eigentlich charakteristisch für die Musik von James Last sind.
Ehemalige Mitglieder der Bigband oder des Musikkorps der Bundeswehr
„Streicher hätte ich schon gern dabei“, sagte Michael Bartsch, Gründer und Leiter der James-Brass-Band, in der Pause des Jubiläumskonzertes lächelnd. Ohne Holzbläser zu spielen, das habe auch Last gemacht. Doch auch in der Besetzung, in der „James Brass“ unterwegs ist, sei das Hauptproblem, die viel beschäftigten Musiker zu koordinieren und gemeinsame Termine für Proben und Auftritte zu finden. Denn die Mitglieder der Band sind vor allem ehemalige Mitglieder der Bigband oder des Musikkorps der Bundeswehr, und sie sind deswegen nicht nur bekannt und anerkannt, sondern vor allem auch begehrt. So sei das Konzert in Mechernich auch der erste Auftritt in diesem Jahr gewesen.
Vor zehn Jahren formierte sich die Band durch die Initiative von Bartsch, der Mitglied des Orchesters von Rheinbraun gewesen war, zum ersten Mal. „Mir hat diese Musik schon immer gut gefallen“, sagte der Posaunist. So habe der Gedanke nahe gelegen, Kollegen zusammenzutrommeln und für dieses Projekt zu begeistern.
Der Sound einer Bigband lebt von den Arrangements, und die Aufgabe, den „Happy Sound“ mit begrenzter Besetzung zum Klingen zu bringen, ist besonders fordernd. Bei „James Brass“ zeichnet Bartsch dafür verantwortlich, der allerdings das Arrangieren erst lernen musste.
„Ich höre mir die Stücke immer wieder genau an und setze dann die Noten“, sagte er. Bei ihm würde das Tage dauern – ganz anders als bei James Last, der bekannt dafür war, dass er Arrangements ohne Klavier in einem Tempo schrieb, in dem andere Briefe verfassen. „Manchmal hat er am Abend ein Stück geschrieben, dass dann in der Nacht vervielfältigt und direkt am Morgen eingespielt wurde“, berichtet Barsch. James Last sei eine Koryphäe gewesen.
Mit vielen neuen Arrangements überraschte „James Brass“ sein Publikum bei dem Konzert, das von Christiane Roosen moderiert wurde. Auch ein Panflötensolo war dabei zu hören. Viel Beifall des Publikums gab es für die Musiker.
