Das traditionelle Straßenfest fand bereits zum 47. Mal in Lückerath statt. Rund 50 Ehrenamtler waren dabei am Wochenende im Einsatz.
Lückerather KinderkirmesBei Regen werden die kleinen Besucher einfach „in Jummi jehüllt“

Eine vergnügliche Kissenschlacht auf dem Rundholzbalken lieferten sich Anni (r.) und Lina. Da hatte sich inzwischen auch die Sonne über Lückerath herausgewagt.
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Es ist keine neue Erkenntnis, doch auch in diesem Jahr gab es wieder eine Bestätigung: Wenn Kinderkirmes in Lückerath angesagt ist, dann ist das Wetter egal. Was üblicherweise der Todesstoß für jede Freiluftveranstaltung ist, spielt für die Lückerather Dorfgemeinschaft mit ihrem seit vielen Jahrzehnten liebevoll gepflegtem Vorzeigestück keine Rolle. Selbst wenn erst um 14 Uhr der Regen aufhört, wie das am Sonntag der Fall war, sind die Straßen immer noch voll. „Da werden die Kinder in Jummi jehüllt und los!“, beschrieb es Rolf Meyer auf gut Eifelerisch, der mit Matthias Pünder die Moderation an der Bühne am Dorfplatz übernommen hatte.
Für Matthias Kesternich, den in diesem Jahr frischgewählten ersten Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, ein ganz wichtiger Punkt. Denn für die rund 50 Ehrenamtler, die bei der Veranstaltung im Einsatz sind, wäre es traurig, wenn ihr Engagement nicht durch das Lachen und die Freude der vielen Kinder belohnt werden würde, die auch in diesem Jahr wieder vor Ort waren. Viele davon kommen auch aus den Nachbarorten und unterstützen die Lückerather an diesem Tag.
Vorstand der Dorfgemeinschaft hat sich verjüngt und noch viele neue Ideen
„Wir haben viele jüngere Leute in den Vorstand geholt, die auch wieder neue Ideen haben“, so Kesternich. Das sei wichtig bei einer Veranstaltung, die seit bald 50 Jahren zum Eifeler Veranstaltungskalender gehört. Dabei ist die Dorfgemeinschaft Lückerath, wie Kesternich schmunzelnd verriet, in dem Mechernicher Ortsteil eine feste Institution. „Wir haben so viele Mitglieder, wie das Dorf Einwohner hat“, sagte der Vorsitzende. Wer das wolle, könne sich engagieren, fügte er hinzu.

Fröhlich ritten Lena (l.) und Leon durch den Steckenpferdparcours.
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Zum 47. Mal fand in diesem Jahr die Kinderkirmes rund um den Schoßbach statt. Vieles hat sich im Laufe der Jahre eingespielt, so auch das Unterhaltungsprogramm am Dorfplatz. In diesem Jahr waren es der Musikverein Sistig-Krekel, die „Lustigen Eifelländer“, der Sänger Uwe Reetz aus Kommern mit seinen Kinderliedern sowie zwei Gruppen der Bigband der Marienschule in Euskirchen, die für Unterhaltung sorgten. Für den musikalischen Abschluss des Kirmeswochenendes in Lückerath sorgte der Alleinunterhalter Achim Pütz, der bereits beim Kirmesball am Samstagabend für Stimmung gesorgt hatte.
Viele Kirmesbesucher kommen schon seit Jahren nach Lückerath
„Wir kennen die Kirmes gut und sind jedes Jahr hier“, sagte Melanie Hoffmann, die aus Scheven mit ihrer Tochter Matilda gekommen war. Es sei hier anders. „Ich wollte wieder hierhin“, sagte Matilda. Sie finde diese Kirmes toll. Es gebe so viele Spiele, auf die sie sich gefreut habe: „Und auf die Hüpfburg!“
Viele Spiele waren für die Kinder vorbereitet, Parcours für Kettcar und Steckenpferd, ein Kinderkarussell oder ein Piratenrennen mit Spielzeugbooten. Auf dem Balken über der dicken Matratze widmeten sich die vierjährige Lina und die sechsjährige Anni einer Kissenschlacht. Die beiden Wallenthalerinnen hatten sich zufällig auf der Kinderkirmes getroffen. „Das gehört dazu, dass man hierherfährt, wenn im Nachbarort Kirmes ist“, sagte Linas Vater Sebastian Schmitz.
