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Verzögerung bei BauprojektBoulevard in Schleiden wird erst Ende Mai fertiggestellt

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Blick vom anderen Ufer auf die Olef und den Boulevardbereich.

Die Bereiche vor den Restaurants sollen künftig für Außengastronomie genutzt werden.

Mit Verzögerung soll Ende Mai der Boulevard in Schleiden fertiggestellt werden. Danach wird auf der gegenüberliegenden Seite weitergearbeitet.

Beim Bau des Boulevards in der Straße „Am Driesch“ in Schleiden gibt es Verzögerungen. Geplant war, dass die Arbeiten in dem Bereich bis Ende April abgeschlossen sein sollten. Nun teilt die Stadt Schleiden auf Nachfrage mit, dass bis Ende Mai zunächst einmal der Bereich vor den beiden Restaurants bis zum Parkplatz Klosterplatz barrierefrei fertiggestellt werden soll. Gründe für die Verzögerungen sind nach Angaben von Waldemar Brost, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt bei der Stadt Schleiden, „Probleme bei der Herstellung der Fundamente für die Hochwasserstützwand und Lieferschwierigkeiten bei Materialien“.

Blick auf die Arbeiten in der Straße „Am Driesch“.

In die Straße wurden die Fundamente für die Stützen eingelassen, die die Hochwasserschutzwand halten.

Die benachbarte Sturmiusbrücke und die Uferbefestigungen auf beiden Seiten der Olef waren bei der Flut 2021 schwer beschädigt worden. Die neue Brücke war bereits im Sommer vergangenen Jahres für den Verkehr freigegeben worden. Anschließend hatten dann die Arbeiten an den Stützwänden links und rechts der Olef begonnen. Dabei wurde festgestellt, dass die alten Stützmauern von Wurzelwerk durchdrungen waren. Die Mauer an der Südseite zum alten Rathaus hin musste verstärkt werden, um darauf den geplanten neuen Gehweg anlegen zu können.

Eine Außenterrasse musste abgebaut werden

Im zweiten Bauabschnitt begann dann im Herbst die Umgestaltung der Straße zu einer verkehrsberuhigten Promenade. Die Arbeiten waren in den Herbst verlegt worden, damit die ansässigen Restaurants den Bereich im Sommer noch für ihre Außengastronomie nutzen konnten. Ein Restaurant hatte dort eine Außenterrasse eingerichtet, die vor Beginn der Maßnahmen abgebaut werden musste.

Neben dem alten Rathaus liegen Sand und Steine.

Neben dem alten Rathaus liegen Sand und verschiedene Steine für die anstehenden Arbeiten.

Bei den Arbeiten an der Straße wurden auch die baulichen Voraussetzungen für den Aufbau einer mobilen Hochwasserschutzwand geschaffen, die bis zu 1,40 Meter hoch ist und die Innenstadt schützen soll. „In die Straße wurden Bodenhülsen eingebaut, in die Stützen reingesteckt werden können. Die Stützen halten dann die Wände aus Aluminium“, berichtet Brost. Stützen und Planken für die Schutzwand werden in der Nähe gelagert, damit sie im Notfall zügig aufgestellt werden können. In einem Uferbereich wurde zudem die Olef mit Sitzstufen aus Steinen erlebbar gemacht.

Straße darf nicht mehr mit Autos befahren werden

„Sofern bei den restlichen Fundamenten für die Hochwasserstützwand keine weiteren Probleme auftreten, wird die Fläche von den Restaurants bis zum Klosterplatz bis Ende Mai barrierefrei ausgebaut“, so der Fachbereichsleiter. Einzelne Arbeiten im Nachgang seien nicht ausgeschlossen.

Die Straße „Am Driesch“ wird künftig mit Pollern abgesperrt und darf nicht mehr mit Autos befahren werden. „Wir schaffen entlang des Ufers eine Zone ohne Fahrzeugverkehr, die den Gastronomen eine optisch ansprechende Möglichkeit der Außengastronomie bietet und zum Verweilen einlädt“, betonte Bürgermeister Ingo Pfennings.

Nach der Fertigstellung wechselt die Baustelleneinrichtung dann nach Angaben von Brost auf den Parkplatz Burggarten und bleibt dort bis zum Abschluss der Maßnahmen. Ab Juni könnten deshalb Veranstaltungen im Bereich Franziskuspark, Innenstadt und Klosterplatz nicht durchgeführt werden.

Auf der anderen Seite wird ein Weg entlang der Olef angelegt

„Einige Versorger müssen noch Strom-, Gas- und Wasserleitungen in die Brücke legen“, erklärte Pfennings. Von deren Zeitplänen hänge stark das Ende der Gesamtmaßnahme ab. Anschließend müssten die Bereiche vor der Brücke noch mit einer Feinschicht versehen werden.

Als letzte Maßnahmen ist dann die Mauer auf der gegenüberliegenden Seite an der Reihe. Sie wurde   mit L-Steinen erhöht, die vor das Mauerwerk gesetzt wurden. Darauf soll ein Weg entlang der Olef angelegt werden, der bis zur evangelischen Kirche fortgeführt werden soll. Ein etwa vier Meter langer Betonkeil im Flussbett soll dafür sorgen, dass die Stützwand künftig nicht mehr unterspült wird.

Zu den genauen Kosten der Gesamtmaßnahme kann die Stadtverwaltung noch keine Angaben machen. Allein für die Sanierung der beiden Stützmauern sind im Wiederaufbauplan 800.000 Euro veranschlagt worden.