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Residenz an der OlefIn Nierfeld entstehen acht Doppelhäuser für Senioren

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Die Visualisierung zeigt die acht Häuser an der Olef.

Unmittelbar an der Olef in Nierfeld sollen die acht Häuser entstehen.

Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten für eine besondere Seniorenresidenz in Nierfeld beginnen. Acht Doppelhäuser sollen entstehen. 

Es ist eine exklusive Seniorenresidenz, die bald an der Luxemburger Straße in Schleiden-Nierfeld entstehen soll. Auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Olef sind acht Doppelhäuser für ältere Menschen geplant. Im Obergeschoss der Gebäude ist jeweils eine Ferienwohnung vorgesehen. „Die Investition beläuft sich auf 2,5 bis drei Millionen Euro“, erklärt Dominik Dardenne, der das Projekt mit seiner Schwester Johanna Dardenne, Architekt Hartmut Kloock und Vinzent Rick realisiert.

„Wir haben uns lange mit dem Thema beschäftigt. Es fehlen aktuell barrierefreie Wohnungen, und bestehende Einrichtungen sind für Senioren oft nicht so attraktiv“, erzählt Dardenne. „Unser Konzept sieht deshalb vor, die Vorteile der häuslichen Pflege und der Pflege in einem Seniorenheim zu kombinieren und sie mit nachhaltiger Seniorenbetreuung, intergenerativer Pädagogik, tiergestützten Therapien und nachhaltigem Tourismus zu kombinieren“, sagt Dardenne. Das Konzept sei insofern deutschlandweit einzigartig.

Holzbauten auf Schraubfundamenten können einfach zurückgebaut werden

Die acht freistehenden Häuser haben im Erdgeschoss eine Fläche von jeweils gut 90 Quadratmetern für zwei gleich große Wohnungen, die alle eine Terrasse und einen kleinen Garten haben. In der ersten Etage werden Ferienwohnungen mit einer Größe von rund 50 Quadratmetern eingerichtet. „Man kann leicht eine Wand entfernen und so aus zwei Wohnungen eine machen“, sagt Dardenne. Diese Lösung sei vor allem für Paare interessant.

Das Foto zeigt ein zweigeschossiges Gebäude mit Garage und Scheune.

Das vorhandene Gebäude und die benachbarte Scheune sollen für Gemeinschaftsaktivitäten umgebaut werden.

„Die Häuser sind Holzbauten, die auf Schraubfundamenten stehen und die deshalb auch einfach wieder zurückgebaut werden können“, erläutert Kloock. Die mehrere Meter langen Stahlschrauben werden in den Boden gedreht.

„Die Unterkanten der Gebäude liegen alle mindestens 60 Zentimeter über dem Hochwasserpegel der Flut 2021“, führt der Architekt aus. Alle Häuser bekommen Gründächer mit PV-Anlage, eine Klimaanlage und eine Luft-Wärmepumpe. Die Fassaden werden unterschiedlich gestaltet. Die Gebäude können ausschließlich gemietet werden.

Die beiden Männer sitzen nebeneinander an einem Tisch.

An der Realisierung der Seniorenresidenz arbeiten Dominik Dardenne und Hartmut Kloock schon seit einigen Jahren.

Wegen der PV-Anlagen und der energieeffizienten Bauweise seien die Energiekosten gering, so Dardenne. Das eigene Haus mit Balkon und Garten und der Möglichkeit, ein Haustier zu halten, sorge für eine hohe Lebensqualität. Das sei gerade für Senioren interessant, die bislang in großen Häusern gewohnt hätten und die nun an junge Familien verkaufen wollten.

Senioren können auch eigene Möbel mitbringen

Ihr neues Domizil können die Senioren fertig eingerichtet übernehmen oder auch eigene Möbel mitbringen. Nur die Küchen werden in allen Häusern eingebaut. Die Ferienwohnungen seien notwendig, um das Projekt finanzieren zu können, sagt der Architekt. Sie seien zum Beispiel optimal für Kinder, die ihre Eltern besuchen wollten, die in den Häusern leben. „Zudem sollen so Begegnungen von Jung und Alt ermöglicht werden“, ergänzt Dardenne. Damit solle verhindert werden, dass sich Senioren einsam fühlen.

Darüber hinaus seien ergotherapeutische und pflegerische Angebote vorgesehen. „Meine Schwester ist Ergotherapeutin und Vinzent Rick arbeitet in der Pflegebranche“, berichtet Dardenne. Sie werden sich um die Senioren kümmern. Ferner werde es auch Freizeit- und Sportangebote geben.

Wohnhaus und Scheune werden umgestaltet

Früher war auf dem Gelände eine Quadbahn für Kinder. Das Wohnhaus daneben mit Scheune soll stehen bleiben und für die Seniorenresidenz genutzt werden. „Das Haus besteht aus Bruchstein und die Scheune daneben aus Fachwerk“, berichtet der Architekt. Beides soll wieder zur Geltung kommen: „Dafür werden die Fassadenverkleidungen abgenommen.“

In der Scheune soll eine zweite Ebene für eine Galerie eingezogen werden. In dem Haus sollen ein kleines Café und ein Aufenthaltsraum für die Bewohner eingerichtet werden. „Wir werden bei der Umsetzung des Projekts ausschließlich auf regionale Unternehmen zurückgreifen“, betont Kloock.

„Mit den Planungen haben wir vor drei Jahren begonnen und mussten seitdem einige Probleme aus dem Weg räumen“, erklärt Dardenne. Zunächst einmal habe man ein passendes Grundstück in attraktiver Lage finden müssen. Danach habe man sich um den Hochwasserschutz kümmern müssen. Zu guter Letzt musste dann auch noch die Ortsdurchfahrt auf einem Teil des Grundstücks erweitert werden, um die Bebauung zu ermöglichen. Das hatte der Landesbetrieb Straßen NRW gefordert.

„Die Planung wurde schon im Vorfeld mit der Wirtschaftsförderung und dem Bauamt der Stadt Schleiden, der Bauabteilung des Kreises Euskirchen, den Naturschutz- und Wasserbehörden sowie mit Straßen NRW abgesprochen“, berichtet der Architekt. Deshalb gehe man davon aus, dass der Bauantrag, der in Kürze eingereicht werden soll, schnell genehmigt werde. Im kommenden Jahr soll dann mit den Arbeiten begonnen werden. „Wenn alles gut läuft, können die Häuser dann Ende des Jahres bezogen werden“, hofft Dardenne auf eine zügige Realisierung.