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Abriss beginnt in KürzeNeues Feuerwehrhaus in Schleiden soll 2028 fertig sein

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Blick auf das beschädigte Gebäude in Schleiden.

Der Sozialtrakt wird seit der Flut nicht mehr genutzt. Jetzt soll der Gebäudeteil abgerissen werden.

Während der Sozialtrakt des alten Feuerwehrgerätehauses in Schleiden bald abgerissen wird, laufen schon die Ausschreibungen für den Neubau.

„Wir möchten so schnell wie möglich mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Schleiden beginnen“, erklärte Bürgermeister Ingo Pfennings. Als Fertigstellungstermin für den Neubau werde der Sommer/Herbst 2028 anvisiert. Nach aktueller Kostenschätzung geht die Stadt davon aus, dass die im Wiederaufbauplan für das Projekt bewilligten Kosten von 6,6 Millionen Euro um gut zwei Millionen Euro überschritten werden.

In Kürze soll der seit der Flut nicht mehr genutzte Sozialtrakt mit Sanitär- und Umkleideräumen abgerissen werden. „Vorher musste eine Spezialfirma eine Schadstoffsanierung des Gebäudeteils durchführen“, berichtete der Schleidener Wehrleiter Wolfgang Fuchs. Mit den Abrissarbeiten soll in den nächsten Wochen begonnen werden. Der Sozialtrakt wird schon länger nicht mehr genutzt. Als Übergangslösung hatte die Stadt Container für die Wehrleute aufgestellt.

Vorbereitungen für Ausschreibungen haben begonnen

Die Fahrzeughalle wird mangels anderer Unterstellmöglichkeiten für die Feuerwehrfahrzeuge erst einmal stehenbleiben. Die Feuchtigkeit in der Halle durch die fehlende Heizung ist jedoch so hoch, dass sie sich negativ auf die Feuerwehrfahrzeuge und die darin enthaltene Technik auswirkt. Deshalb muss die Halle bauphysikalisch ertüchtigt und abgedichtet werden. Vorgesehen sind eine Verbesserung des Luftdrucksystems und die Aufarbeitung des Bodens zur Beseitigung der Flutschäden. So soll sichergestellt werden, dass die Halle während der Errichtung des Neubaus weiter genutzt werden kann. 120.000 Euro sind für die Arbeiten eingeplant.

Blick auf die Container neben dem alten Gerätehaus.

Provisorium: In den Containern befinden sich die Duschen und Umkleiden für die Mitglieder der Feuerwehr.

Parallel zum Rückbau hat das Planungsbüro nach Angaben der Stadt bereits mit den ersten Vorbereitungen für die Ausschreibungen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses begonnen. Der Bauantrag soll möglichst schnell an den Kreis Euskirchen übermittelt werden. Bevor die Unterlagen eingereicht werden können, müssen jedoch eine Kostenberechnung und die Planungsunterlagen der Bezirksregierung Köln vorgelegt werden.

Für die erwarteten Mehrkosten von zwei Millionen Euro soll das Planungsbüro entsprechende Erläuterungen ausarbeiten. Die Mehrkosten entstehen laut Verwaltung insbesondere durch Anpassungen an den Stand der Technik sowie technische Vorgaben.

Das Gelände in Schleiden wird um 1,50 Meter angehoben

Um das neue Gerätehaus vor Hochwasser zu schützen, sollen das gesamte Gelände um 1,50 Meter angehoben und alle Eingänge mit Hochwassersperren versehen werden. Dadurch ist das Gebäude bis zu einer Höhe von zwei Metern geschützt. Bei der Flut im Juli 2021 hatte das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch in dem Gerätehaus gestanden.

Eine Sanierung des Gerätehauses habe aber angesichts der heute gültigen Anforderungen keinen Sinn gemacht. Deshalb habe sich der Stadtrat für einen Neubau entschieden. Die Stadt musste an dem alten Standort festhalten, weil in der Tallage keine anderen Standorte zur Verfügung standen. Eine Arbeitsgruppe hatte nach Angaben der Stadt vergeblich nach anderen Standorten in der Tallage gesucht. Bei einer Verlegung der Wache in einen Höhenort hätte es wiederum Probleme mit den Ausrückezeiten gegeben.

Komplette Technik wird im Obergeschoss untergebracht

Die Planung wurde im Frühjahr 2024 an das Büro Raumwandler in Trier vergeben. Vorgesehen ist ein mehrgeschossiger Bau, bei dem die komplette Technik im Obergeschoss untergebracht wird. Dort sind auch die Umkleiden für die Jugendfeuerwehr, Sozial- und Büroräume sowie eine kleine Küche, Lagerflächen und ein Schulungsraum vorgesehen. Ein Notstromaggregat soll dafür sorgen, dass ein autarker Betrieb des Gerätehauses bei Katastrophen möglich ist.

Im Erdgeschoss entstehen die Umkleiden, Duschen und Toiletten für Männer und Frauen. Ferner sind Lagerflächen, Werkstätten, eine Kleiderkammer und ein Raum für den Gerätewart eingeplant.

Für sechs Fahrzeuge bietet die neue Halle in Schleiden Platz

Die neue Halle bietet Platz für sechs Fahrzeuge. In Schleiden soll auch einer der beiden Tankwagen untergebracht werden, die die Stadt zur Verbesserung der Löschwasserversorgung angeschafft hat. Neben dem Gebäude ist ein Waschplatz geplant, der bei Bedarf später in die Halle integriert und als zusätzlicher Stellplatz genutzt werden kann.

Beheizt werden soll das Gebäude durch eine Luftwärmepumpe. Eine PV-Anlage auf dem Dach mit einem kleinen Speicher soll den notwendigen Strom liefern. „Die provisorische Unterbringung in Containern seit fünf Jahren ist grenzwertig und eine große Belastung. Deshalb freuen sich die Wehrleute schon jetzt darauf, wenn sie in ihr neues Gerätehaus einziehen können“, sagte Fuchs.