Bei Schweinheim und Flamersheim wurden am Freitagabend 1,9 Hektar Wald durch Feuer zerstört. Am Samstag brannten Felder bei Billig und Stotzheim.
Weitere WaldbrändeLandwirte versorgen Euskirchener Feuerwehr mit 50.000 Litern Wasser

Bei Bränden in Schweinheim und Flamersheim wurden am Freitagabend 1,9 Hektar Wald zerstört.
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Der eine Brandeinsatz war am Freitagabend noch nicht abgearbeitet, da sahen die Feuerwehrleute schon den nächsten Rauch aufsteigen. Gegen 17.45 Uhr war ein Waldbrand an der Schweizer Straße in Schweinheim gemeldet worden. „Es war ein relativ kleiner Brand, wir hatten das Feuer schnell in unserer Gewalt“, sagte Euskirchens Feuerwehrsprecher Daniel Schwarz. Auf einer Fläche von 3000 Quadratmeter hatte sich das Feuer ausgebreitet. 55 Einsatzkräfte aus Flamersheim, Euskirchen und Rheinbach bekämpften die Flammen.
Noch während die Löscharbeiten im Gange waren, stieg nur ein paar Hundert Meter entfernt der nächste Rauch auf: Entlang der Ringsheimer Allee zwischen Flamersheim und Rheinbach brannte es im Westen des Waldstücks, auf dessen Ostseite sich ein Bundeswehr-Munitionsdepot befindet.
121 Einsatzkräfte der Löschzüge 2, 3 und 4 mit Feuerwehrleuten aus Euenheim, Elsig, Wißkirchen, Weidesheim, Kreuzweingarten, Rheder, Billig, Frauenberg und Dom-Esch sowie aus Arloff und Weilerswist eilten neben Mitgliedern der Rheinbacher Wehr zur Einsatzstelle. Auch die Drohneneinheit war vor Ort. Die Luftaufnahmen ermöglichten es den Verantwortlichen um Einsatzleiter Markus Neuburg, das Ausmaß des Brandes und die Entwicklung besser einzuschätzen und die Einsatzmaßnahmen entsprechend anzupassen.
Landwirte brachten Wasser in Tankzügen zur Einsatzstelle
Gegen 21.30 Uhr war das Feuer, das etwa 1,6 Hektar Wald zerstörte, unter Kontrolle, der Einsatz dauerte bis in die Nacht. Die Brandursache wird ermittelt. In beiden Fällen dürfte das Feuer nach Informationen dieser Zeitung im Böschungsbereich neben der Straße begonnen haben. Es ist also möglich, dass das Zitat von Landesinnenminister Herbert Reul, das er zum Feuer im Hürtgenwald getätigt hat, auch in Schweinheim und Flamersheim zutrifft: „Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht.“

Um die Einsatzkräfte mit Löschwasser zu versorgen, wurden lange Schauchleitungen vom Wassergraben der Burg Ringsheim in das Waldgebiet gelegt.
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Ein Bauer fräst eine Schneise in den Wald, um die weitere Ausbreitung des Feuers zu stoppen.
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Was Feuerwehrsprecher Schwarz besonders beeindruckend fand, waren der Zusammenhalt und die spontane Hilfe. So entschied sich die Arloffer Löschgruppe selbst dazu, die Kameraden zu unterstützen. „Wir hatten gerade eine Übung und haben die Alarmierung mitbekommen und haben dann beschlossen, zu helfen“, sagte Tim Spey aus der Löschgruppe Arloff.
Landwirte brachten mehr als 50.000 Liter Wasser mit Tanklastzügen und Aufliegern zur Einsatzstelle in Flamersheim. „Das war großartig und trug maßgeblich zur Entspannung bei“, sagte Schwarz. Einige der Landwirte sind auch Mitglied in der Feuerwehr, andere aber nicht. „Die sehen das und kommen“, erklärte er.
Schlauchleitung zum Wassergraben der Burg Ringsheim gelegt
Angesichts der schwierigen Wasserversorgung im Wald war diese spontane Hilfe äußerst wichtig. Die Feuerwehr selbst legte Hunderte Meter Schlauchleitungen zum Wassergraben um Burg Ringsheim. Der benachbarte Orbach hingegen war so gut wie ausgetrocknet.
Land- und Forstwirte waren aber auch noch anderweitig im Einsatz. Mit Radladern und Baggern öffneten sie den Waldboden, um Glutnester aufzuspüren. Ein Landwirt fräste mit schwerem Gerät Brandschneisen in den Wald, die einerseits dafür sorgten, dass das Feuer nicht überspringen konnte, und die Feuerwehrkräfte andererseits besseren Zugang zum Wald erlangten.
Flüssigkeiten der anderen Art lieferte beim Brand in Schweinheim ein Getränkehändler aus Flamersheim. Er versorgte die Einsatzkräfte und lieferte angesichts der hohen Temperaturen laut Schwarz einen wichtigen Beitrag. Beim Brand in Flamersheim übernahm das Deutsche Rote Kreuz die Verpflegung.
Am Samstag musste die Euskirchener Wehr zu Flächenbränden bei Billig und Stotzheim ausrücken. „Die Feuerwehren der Region stehen angesichts der anhaltenden Hitze, der Trockenheit und der Vielzahl der Einsatzstellen vor einer enormen Herausforderung“, so Schwarz.

