Die Pianistin Brigitta Wollenweber war zum wiederholten Mal zu Gast auf Burg Langendorf. Sie eröffnete die diesjährige Konzertreihe.
Konzert in der RemiseBrigitta Wollenweber begeisterte in Zülpich-Langendorf

Eröffnete die diesjährige Konzertreihe: die Pianistin Birgitta Wollenweber.
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Die Konzertveranstaltungen auf Burg Langendorf steckten noch in den Kinderschuhen, als Pianistin Birgitta Wollenweber mit Initiator und Gastgeber Manfred Vetter einen passenden Konzertflügel aussuchen sollte. Die Wahl fiel in den frühen 1990er-Jahren auf ein „Steinway & Sons“-Modell, das bis heute in der Remise der Burg regelmäßig die Zuhörer mit seinem Klang begeistert.
Damals zählte die aus Zülpich stammende Musikerin zu den ersten Akteuren, die die Veranstaltungsreihe in der Remise der Burg eröffneten, und selbst mehr als 30 Jahre später kehrt sie immer wieder gern für einen Auftritt in ihre alte Heimat zurück.
Den Flügel hatte sie vor rund 30 Jahren selbst ausgesucht
„Dieser Ort besitzt nach wie vor ein ganz besonderes Ambiente, und es ist für mich sehr schön, hier zu spielen. Bei solchen Gelegenheiten ist es mir auch jedes Mal ein Anliegen, dem Publikum und auch der Stadt zu zeigen, was für ein Juwel sie hier haben“, so Wollenweber.
Doch nicht nur den Aufführungsort des Klavierkonzertes, sondern auch die Musik selbst gelte es wieder mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, betonte Birgitta Wollenweber. „Jede Form der Vermittlung ist wichtig, denn wir müssen wieder mehr für den musikalischen Nachwuchs in Deutschland tun.“
Der Nachwuchs muss auch wieder zum Publikum erzogen werden und sich für die für uns alle so wichtige Kultur interessieren.
Als Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin habe sie sich dieser Aufgabe bereits angenommen, aber auch Konzertabenden seien für dieses Ziel von Bedeutung. „Der Nachwuchs muss auch wieder zum Publikum erzogen werden und sich für die für uns alle so wichtige Kultur interessieren.“
Über mangelndes Interesse an ihrem Auftritt in Langendorf konnte sich Birgitta Wollenweber am Samstagabend nicht beschweren. Zwar gebe es für ihr Konzert kein übergeordnetes Motto, dennoch hielt sie den roten Faden während ihrer Moderationen anhand der persönlichen und musikalischen Beziehungen zwischen den ausgewählten Komponisten aufrecht.
Musik zum Augenschließen und Genießen
Claude Debussy und Maurice Ravel waren Freunde und wären es wohl auch geblieben, wenn nicht ein unschönes Schreiben über den Konkurrenten aufgetaucht wäre“, berichtete die Pianistin. Die Verwendung gleicher Inspirationsquellen sei in ihrer Musik dennoch spürbar geblieben.
So laden impressionistische Stücke wie „Clair de Lune“ von Claude Debussy mit ihrer verträumten und lebendigen Klangfarbe immer wieder dazu ein, die Augen zu schließen und zu genießen. Gleiches legte die Pianistin auch ihrem Publikum ans Herz, um die Wirkung der Komposition in vollem Umfang miterleben zu können.
Die Konzertbesucher erlebten einen höchst stimmungsvollen Musikabend, der durch Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ abgerundet wurde. „Im Laufe der Jahre hat sich eine gute Freundschaft zwischen uns und Birgitta Wollenweber entwickelt, und ich bin auch nach über 30 Jahren immer noch von ihrer Musik begeistert“, schwärmte Juliane B. Vetter.
