Abo

„Tempo 100 eingeführt“Greenpeace überklebt Autobahn-Schilder an Grenze zu NRW bei Aachen

2 min
Greenpeace-Aktion für Tempolimit auf Autobahnen

Auf Autobahnen gilt ... ein Tempo-100-Tempolimit? So zumindest wollen es Greenpeace-Aktivistinnen, hier bei der Aktion am Montagmorgen in Aachen.

Mit überklebten Autobahnschildern fordern Greenpeace-Aktivisten ein generelles Tempolimit von 100 km/h in Deutschland.

Um ihrer Forderung nach einem allgemeinen Tempolimit von 100 km/h Nachdruck zu verleihen, haben Mitglieder von Greenpeace in der Nacht zum Dienstag Autobahnschilder in Deutschland verändert. Die Aktion, die auch einen Abschnitt der Autobahn 4 bei Aachen umfasste, soll die Dringlichkeit der Maßnahme verdeutlichen.

In den frühen Morgenstunden befestigten Teilnehmer des Protests an einem Schild an der A4 einen Aufkleber mit der Angabe 100 km/h. Dieser ersetzte die bisherige Empfehlung von 130. Nach Angaben von Greenpeace erstreckte sich die Maßnahme auf alle 26 Grenzübergänge an deutschen Autobahnen.

Umweltorganisation kritisiert Zögern der Regierung

Nach Ansicht der Umweltorganisation ist eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen hierzulande längst notwendig. Marissa Reiserer, die Mobilitätsexpertin von Greenpeace, äußerte dazu: „Die Bundesregierung blockiert eine kostenlose supereffektive Maßnahme, um Sprit zu sparen, das Klima zu schützen und die Straßen sicherer zu machen“. Sie fügte hinzu: „Daher haben Aktivistinnen das selbst in die Hand genommen und Tempo 100 eingeführt.“

Greenpeace-Aktion für Tempolimit auf Autobahnen

Weg mit der blauen unverbindlichen Zahl 130, die für die Richtgeschwindigkeit steht, und rauf mit dem 100-Stundenkilometer-Tempolimit.

Der Protest solle ein Zeichen für eine stärkere Unabhängigkeit von Öl setzen. Reiserer führte weiter aus: „Wer in der fossilen Krise auf fossile Scheinlösungen wie den Tankrabatt setzt, vertagt die Bewältigung des Problems statt es anzugehen“.

Geringe Resonanz von Verkehrsteilnehmern bei Aachen

Während der Anbringung des Aufklebers am Grenzübergang Ventschau bei Aachen floss der morgendliche, zu dieser Zeit noch geringe Verkehr ungestört weiter, wie ein Reporter der dpa beobachtete. Sichtbare Reaktionen seitens der Fahrzeugführer wurden nicht registriert.

Für aus den Niederlanden Einreisende war auf der großen Anzeigetafel der allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen eine Änderung sichtbar. Die Vorgaben für innerorts (50 km/h) sowie außerorts (100 km/h) blieben unberührt. Im Bereich für Autobahnen erschien jedoch anstelle der blauen Empfehlung von 130 km/h die Zahl 100, die einen verpflichtenden Eindruck machte.

Die aufgeklebte Ziffer war jedoch größer als die übrigen und mit dem Greenpeace-Schriftzug versehen. Die Maßnahme war somit als Protest zu erkennen, was für schnell passierende Fahrer eventuell nicht unmittelbar deutlich wurde. In Deutschland existiert keine allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen, allerdings gelten auf zahlreichen Teilstrecken spezifische Geschwindigkeitsvorgaben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.