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„Unfassbar empathielos“Kater lebendig verbrannt – 51-Jähriger aus NRW zu Geldbuße verurteilt

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Eine Katze schaut in die Kamera (Symbolfoto).

Eine Katze schaut in die Kamera (Symbolfoto).

Ein Mann aus Ostwestfalen hat eine Katze lebendig in einem Ofen verbrannt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe.

Ein Mann aus Borgentreich in Ostwestfalen ist zu einer 20-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, da er eine Katze lebendig in einem Holzofen verbrannt hat. Zusätzlich legte das Amtsgericht in Paderborn eine Geldzahlung von 2.500 Euro fest.

Der Richter bezeichnete die Handlung als „unfassbar empathielos“. Der 51-jährige Beschuldigte hatte vor Gericht eine andere Darstellung gegeben: Er habe das Tier bereits leblos in der Stallgasse entdeckt und den Körper aus einer Überforderungssituation heraus im Ofen beseitigt.

Überwachungskamera überführt Angeklagten

Das Gericht schenkte dieser Version jedoch keinen Glauben. Es sah es als belegt an, dass der Verurteilte die Katze zuvor zusammen mit einem 21-jährigen Komplizen auf einem landwirtschaftlichen Anwesen eingefangen hatte. Im Anschluss habe der ältere Mann das unverletzte Tier in den Ofen geworfen.

Der 21-jährige Mitangeklagte schilderte diesen Ablauf in seiner Vernehmung. Ausschlaggebende Belege lieferten zudem Bild- und Tonaufzeichnungen von einer Überwachungskamera im Stall, die auch Unterhaltungen der Männer festhielten. Als Grund für ihr Vorgehen gaben die beiden an, das Tier habe sich ihnen gegenüber aggressiv gezeigt.

Das Verfahren gegen den 21-Jährigen wurde gegen die Zahlung einer Geldauflage beendet. Laut Gericht war er an der Tötung der Katze nicht unmittelbar beteiligt. (dpa/red)