Glasfaser zieht jetzt auch in die Innenstadt ein. Der erste Spatenstich ist auf dem Griesberg.
Internet2600 Haushalte in Burscheid kommen bald ans Licht

Micaela Orgeldinger von der Telekom, Burscheids Beigeordneter Marc Baack, Projektleiter Manfred Nesgen und Bauleiter Dejan Dodewski von der Realbau auf der Baustelle an der Griesberger Straße
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Die Sache ist ein bisschen kurios. Während in vielen Ortschaften schon Glasfaser verlegt ist, kommt die Innenstadt erst in den kommenden Monaten dran. Auf dem Griesberg in Burscheid gibt es rund 2600 Haushalte. Das lohnt sich für die Telekom, „da muss man keine Umfrage machen“, sagt Micaela Orgeldinger. Sie ist Regionalmanagerin für den Glasfaser-Ausbau bei der Deutschen Telekom.
Den macht das Bonner Unternehmen nicht selbst, sondern beauftragt die Glasfaser Plus, an dem die Telekom freilich zu 50 Prozent beteiligt ist, erklärt Orgeldinger. Wer da die Lichtleitungen in Straßen oder Bürgersteigen versenkt, ist übrigens leicht zu erkennen. Von den Kabeltrommeln leuchtet es in der Farbe Magenta.
Nur 45 Zentimeter unter der Erde
Das Materiallager hat Manfred Nesgen unweit des Sportplatzes an der Griesberger Straße aufgeschlagen. Er ist Projektleiter des Bauunternehmens Realbau und besorgt so einen Job nicht zum ersten Mal. Ursprünglich hat Nesgen mal bei der Telekom gearbeitet. Man kennt sich also. In den nächsten Monaten müsse die Realbau rund 15 Kilometer Kabel verlegen. Das geschieht in 45 Zentimetern Tiefe oder ein bisschen mehr, was aber riesige Baugruben ausschließt. Das freut auch Marc Baack: Burscheids Beigeordneter hat die anstehende Sanierung der Griesberger Straße im Auge. Sie zweimal aufzugraben, soll natürlich vermieden werden.
Wer einen Glasfaseranschluss nutzen will, soll möglichst wenige Termine haben. Zwei müssen sein, hieß es am Mittwoch an der Griesberger Straße: zu Beginn und beim Anschluss in Haus oder Wohnung. Seit Januar habe die Telekom für den Glasfaseranschluss auf dem Griesberg geworben, berichtete Micaela Orgeldinger. Das Echo sei schon ganz zufriedenstellend gewesen.
Das wundert wenig: Ein Fernsehkabel, über das man auch ins Internet käme, gebe es in dem Bereich nicht, berichtete Marc Baack. Also war DSL Stand der Technik. Je nachdem, wie weit man von der Relaisstelle entfernt wohnt, habe das Geschwindigkeiten von 30 bis 100, maximal auch 150 Mbit im Download ergeben. Glasfaser ermögliche zumindest technisch ganz andere Möglichkeiten, hieß es: 1000 Mbit im Download, vor allem aber 500 Mbit im Upload. „Das kommt natürlich auf den gewählten Tarif an“, sagte Micaela Orgeldinger.
Angesprochen auf die vermutete Bauzeit, sagt Projektleiter Manfred Nesgen einen schönen Satz: „Spätestens in einem Jahr werden die letzten das Licht sehen.“ Möglichst viele Haushalte sollen aber schneller angeschlossen werden – obwohl der Termin für den Baustart am Montag, 20. April, am Mittwoch kurzfristig einkassiert worden war. Schnell losgehen soll es aber: in rund zwei Wochen, hieß es am Donnerstag von Orgeldinger.
