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„Bergische Vier“Personelle Wechsel in der evangelischen Gemeinde in Leichlingen und Witzhelden

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Am Sonntag, 8. März, wird Matthias Ratz als Pfarrer der „Bergischen Vier“ in der evangelischen Kirche in Witzhelden eingeführt.

Am Sonntag, 8. März, wird Matthias Ratz als Pfarrer der „Bergischen Vier“ in der evangelischen Kirche in Witzhelden eingeführt.

Am Sonntag, 8. März, wird Matthias Ratz als Pfarrer der „Bergischen Vier“ in der evangelischen Kirche in Witzhelden eingeführt.

Die „Bergischen Vier“ haben nun auch einen Pfarrer. Seit dem 1. April 2025 arbeiten die evangelischen Kirchengemeinden Leichlingen, Bergisch Neukirchen, Burscheid und Witzhelden unter diesem Namen als pfarramtliche Verbindung zusammen. Am Sonntag, 8. März, wird Matthias Ratz von Superintendent Bernd-Ekkehart Scholten in der evangelischen Kirche in Witzhelden als Pfarrer eingeführt.

Ratz ist verheiratet und hat vier Kinder, er war zulezt in Trier tätig. „Dass ich Pfarrer werden wollte, war, glaube ich, nicht in erster Linie meine Entscheidung, sondern Gottes Ruf“, formuliert er selbst. Das habe schon damals zu ihm gepasst, habe er von allen Seiten gehört. Außer von der Oma: „Du kannst doch gar nicht singen“, habe die gesagt.

Matthias Ratz ist der neue Pfarrer der „Bergischen Vier“.

Matthias Ratz ist der neue Pfarrer der „Bergischen Vier“.

Er sei in einer christlichen Familie aufgewachsen, sagt er. Und nach der Konfirmation habe er angefangen, sich in der Gemeinde zu engagieren. Matthias Ratz studierte Theologie in Wuppertal, Heidelberg und Münster, war ein halbes Jahr zum Sondervikariat an der United Church of Christ in den USA und hat schließlich sein Vikariat in der Kirchengemeinde Langenfeld absolviert.

Nach Trier kam er 2014. Damals war er noch im Probedienst und dort eine Stelle frei. Dort blieb er dann elf Jahr. Und auch wenn die Zeit beruflich und privat wunderbar gewesen sei, „ist nun die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen“.

Als gewählter Pfarrer für die „Bergischen Vier“ freue er sich auch die Gemeinden. Er empfinde „die Balance zwischen dem Erhalt einer starken Gemeinschaft vor Ort und einer bereichernden Zusammenarbeit in der Region als eine spannende Herausforderung“. Konzeptionell seien ihm besonders Gottesdienste auch für Kinder und Jugendliche, Konfirmationsvorbeiretung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitgliederkommunikation besondere Anliegen. Er und seine Familie werden im Pfarrhaus in Bergisch Neukirchen wohnen, dort werde er die Hälfte seines Dienstes tun, die anderen in der Gemeinde Leichlingen.

Nach 29 Jahren verabschiedet sich Pfarrer Ulrich Görn aus Leichlingen und geht nach Witzhelden.

Nach 29 Jahren verabschiedet sich Pfarrer Ulrich Görn aus Leichlingen und geht nach Witzhelden.

Dafür geht ist Pfarrer Ulrich Görn nach 29 Jahren Dienst in Leichlingen am 1. Februar auf eine 50-Prozent-Stelle nach Witzhelden gegangen. Der Abschied werde ihm nicht leicht fallen, schreibt Görn. Aber: „Ich bin davon überzeugt, dass die 'Bergischen Vier' in den nächsten Jahren immer stärker gemeinsam unterwegs sein werden.“

Er sei von Herzen dankbar, in den vergangenen Jahren „christliche Hoffnung miteinander geteilt und gefeiert“ zu haben.: „Ich durfte Menschen über lange Zeit begleiten, wachsen sehen, trösten.“ Er gehe mit Dankbarkeit für das Gewesene und mit Zuversicht für das, was vor der Gemeinde liege.

Die bedankt sich bei Görn: „29 Jahre als Pfarrer in Leichlingen mit unzähligen Gottesdiensten, Trauerfeiern, Trauungen, Festzeiten. Mit der Konfirmandenarbeit und den Konfirmationen, mit – gerade zu Anfang seiner Dienstjahre – Jugendarbeit und Begleitung von Freizeiten, das ist eine lange und gefüllte Zeit“, schreibt Miachel Lehmann-Pape als Vorsitzender des Presbyteriums.

Er erinnert an den Kindermorgen in der Gemeinde, den Görn 25 Jahre verantwortet hat, an die gemeinsamen Frühstücke vor Beginn eines Gottesdienstes, die Begleitung der beiden Offenen Ganztagsschulen, die enge Beziehung zur evangelischen Kita und an die bis heute „lebendigen und kreativen Gottesdienste“. Görn habe auch während Corona neue Formen der Gemeindearbeit entwickelt und die Gemeinde durch die schwere Zeit der Flut 2021 begleitet.

Lehmann-Pape schreibt: „Wir als Gemeinde wachsen mit unserer gesamten Region, den 'Bergischen Vier', zusammen. Und verbunden sind wir jetzt schon, denn die Pfarrer der Region arbeiten bereits in gemeinsamer Überlegung und Aufteilung der Arbeit in den einzelnen Gemeinden und im Verbund.“ Deshalb müsse man von Görn zwar Abschied nehmen, aber der Pfarrer bleibe durch das Konstrukt im Team und in der zunehmenden Verbindung der vier Gemeinden auch in Kontakt mit Leichlingen.