Seit mehr als 125 Jahren lockt der Obstmarkt Freunde regional erzeugter Produkte nach Leichlingen.
Neuer StandortErstmals heißt es „Eintritt frei“ beim Obstmarkt in Leichlingen

Joshua Mers und Bürgermeister Maurice Winter stellten das Programm des Obstmarktes vor.
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Neuer Veranstalter, neuer Standort für den Markt und erstmals kein Eintritt: Der Leichlinger Obstmarkt steigt am ersten Oktoberwochenende mit vielen Premieren. Bürgermeister Maurice Winter sprach bei der Vorstellung des Programms am Dienstag im Leichlinger Rathaus Neudeutsch denn auch von einem „Relaunch“ des Obstmarktes. Man habe für den Neustart Ende vergangenen Jahres die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Veranstalter, der den Markt seit 2015 betrieb, beendet, so Winter weiter. „Der Obstmarkt wurde durch den Eintritt unattraktiv“, sagte der Bürgermeister.
Zuletzt kostete die Eintrittskarte für Erwachsene vier Euro. „In diesem Jahr ist der Eintritt erstmals in der Geschichte des Obstmarktes frei“, sagte Joshua Mers. Der Mitinhaber des Unternehmens Grammoventa, das auch verschiedene andere Open-Air-Veranstaltungen in der Stadt organisiert, stellte die weiteren Neuerungen des Marktes vor, der am Freitag, 2. Oktober, um 15 Uhr, mit politischer Prominenz eröffnet werden soll: Innenminister Herbert Reul will zu dem Termin in seiner Heimatstadt ebenso kommen wie seine Kabinettskollegin, Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen.

Die Festwiese für den Obstmarkt und andere Veranstaltungen liegt direkt neben dem Jugendzentrum.
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Der Ort des Marktes, der bis 4. Oktober dauert und Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat, ist wieder die Balker Aue. Dort fand er zwar auch in der Vergangenheit schon viele Jahre statt, allerdings nicht auf der eigens von der Stadt jetzt hergerichteten Festwiese neben dem Jugendzentrum. „Wir bringen den Obstmarkt zurück an seinen früheren Standort. Der Ort hat sein eigenes Flair und der Platz ist größer als im Stadtpark“, so Winter. Mers erläuterte, dass Grammoventa auf der Wiese ein Zelt mit etwa 600 Quadratmetern Fläche errichten werde. Das Zelt lasse sich je nach Wetterlage teilweise öffnen.
Im und am Zelt spielt sich das Leben des Obstmarktes mit etwa 60 Ausstellern ab. „Es war uns wichtig, dass die Leichlinger Bauernschaft vertreten ist“, so Mers. Und die Landwirte bringen, noch eine Neuerung, auch ein paar Tiere mit: Ochsen, Schafe, Alpakas sind zu bestaunen. Die Inhaber der Leichlinger Landwirtschaftshöfe stellen sich auf dem Fest dem Publikum auch als Gruppe vor. Liebhaber von modernen und historischen Treckern sollen auf dem Markt einige Traktoren zu sehen bekommen.
Des Weiteren soll es auf der Bühne eine Kochschau mit einem Koch geben, der Imkerverein und die Offenlandstiftung, die die Renaturierung am ehemaligen Stausee Diepental betreut, sind mit Vorträgen angekündigt. Besucher, die einen Apfelbaum im Garten haben, aber nicht wissen, um welche Sorte es sich handelt, können sich ihre Apfelsorte auf dem Markt bestimmen lassen. Das genaue Programm soll auf der Webseite von Grammoventa veröffentlicht werden.
Für die Anreise empfiehlt sich die Fahrt mit dem Planwagen-Pendelbus aus der Leichlinger Innenstadt, der für Erwachsene zwei, für Kinder einen Euro kosten soll. Wer mit dem Auto zum Markt kommt, stellt sein Fahrzeug auf der großen Wiese vor dem Reiter-Casino ab. Also dort, wo früher einmal der Obstmarkt stattfand.
www.grammoventa.de/leichlinger-obstmarkt/
