„Keine Kölner Verhältnisse“Leverkusener Fünftklässler bekommen Platz an Wunschschulform

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Schulleiter Bruno Bermes vor der Gesamtschule Schlebusch

An der Gesamtschule Schlebusch von Schulleiter Bruno Bermes mussten erneut viele Kinder abgelehnt werden.

Allerdings kann nicht jedes Kind an der Wunschschule untergebracht werden, wie das Beispiel der Schlebuscher Gesamtschule schon zeigt.

1462 Jungen und Mädchen werden nach aktuellem Stand im August auf eine weiterführende Schule in Leverkusen wechseln. Die Anmeldung ist abgeschlossen und auch wenn die Plätze noch nicht verteilt sind, sagt Katharina Baarhs einen Satz, den sie schon im vergangenen Jahr sagte. Der deswegen aber nicht weniger freudig aufgenommen wird. „Wir haben in Leverkusen definitiv keine Kölner Verhältnisse.“

Denn während beim großen Nachbarn Eltern um Plätze vor allem an Gymnasien und Gesamtschulen kämpfen, zittern und am Ende ihre Kinder im Zweifelsfall durch die ganze Stadt schicken müssen, verspricht Baarhs: „Hier bekommt vielleicht nicht jedes Kind einen Platz an der gewünschte Schule, aber definitiv an der gewünschten Schulform.“

Inklusionsrunde legt Zahl der Kinder mit Förderbedarf fest

Bevor die Schulen ihre Zusagen verschicken können, findet noch eine sogenannte „Inklusionsrunde“ zwischen Schulaufsicht und Schulträgern statt. Dabei wird festgestellt, welche Schule wie viele der insgesamt 83 gemeldeten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnimmt. Davon sind die zulässigen Klassengrößen abhängig. Wenn diese feststehen, kann die Zügigkeit an den einzelnen Schulen beschlossen werden. Und die Schulen ihre Zu- und gegebenenfalls Absagen verschicken.

An der Gesamtschule Schlebusch ist das bereits geschehen. Weil hier jedes Jahr sehr viel mehr Anmeldungen auflaufen, als die Schule aufnehmen kann, werden die Plätze in einem vorgezogenen Verfahren vergeben.

Gesamtschule Schlebusch nimmt 189 Kinder auf

So haben abgelehnte Schülerinnen und Schüler die Chance, sich noch im regulären Verfahren an einer anderen Schule anzumelden. In diesem Jahr trifft das 152 Kinder – von 341 Bewerbungen wurden 189 an der Gesamtschule angekommen. Wenn alle Leverkusener Kinder mit Plätzen versorgt sind, können die Schulen eventuell noch freie Plätze auch an auswärtige Kinder vergeben. Etwa aus Köln. Ob es hierzu schon Anfragen gäbe, kann die Stadtverwaltung aktuell nicht sagen.

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