Nyke Slawik hatte sich um einen Zuschuss des Bundestages bemüht, der wurde nun abgelehnt.
Bund lehnt Förderung abHerber Rückschlag für Leverkusens Schwimmbad-Neubau

Das Schwimmbad Bergisch-Neukirchen ist schwer in die Jahre gekommen.
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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 23. September eine Förderung für das Hallenbad Bergisch-Neukirchen erneut abgelehnt. Das teilt Nyke Slawik mit. Durch die fehlende Finanzierung stehe das Projekt nun vor dem Aus, schreibt die Leverkusener Bundestagsabgeordnete der Grünen.
Bereits zu Jahresbeginn war der Versuch gescheitert, für das marode Hallenbad Geld aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu bekommen. Im Juli hatte Slawik gemeinsam mit Karl Lauterbach und der Stadtverwaltung einen Brief an die zuständigen Abgeordneten im Haushaltsausschuss verfasst. Hier war sie bereits einmal erfolgreich gewesen: 2022 hatte der Haushaltsausschuss eine Förderung zur Sanierung des Hallenbades Bergisch-Neukirchen zugesagt – allerdings wurde die Sanierung später abgeblasen, weil sich das Schwimmbad dazu in einem zu schlechten Zustand befinde. Ein Neubau sei wirtschaftlicher, befand der Sportpark Leverkusen.
Das Hallenbad Bergisch-Neukirchen hat eine Restlebensdauer von maximal fünf Jahren.
Den Großteil der Kosten, elf Millionen Euro, wollte die klamme Stadt aus dem Infrastrukturpakt des Landes bezahlen. Bislang bestehe noch eine Finanzierungslücke von etwa acht Millionen Euro zur Umsetzung des Neubaus, schreibt Slawik. Diese sollte durch den Bund abgedeckt werden.
„Die heutige Entscheidung ist ein herber Rückschlag für den dringend notwendigen Neubau“, sagt Slawik. Sie sei enttäuscht, „dass es nun erneut nicht funktioniert hat“. Die Situation sei klar: „Das Hallenbad Bergisch-Neukirchen hat eine Restlebensdauer von maximal fünf Jahren. Der Ersatzneubau ist jetzt notwendig, bevor es zu einer Schließung und damit verbundenen Einschränkungen kommt.“
In dem Lehrschwimmbad findet der Schwimmunterricht zahlreicher Schulen und Vereine, sowie der Schwimmschule des Sportpark Leverkusen statt. Ein Wegfall der dortigen Schwimmzeiten kann in der Stadt nicht kompensiert werden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können. Und auch die der tödlichen Badeunfälle. „Wir brauchen intakte Hallenbäder, um vor allem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, schwimmen zu lernen“, sagt Slawik und fordert Karl Lauterbach als direkt gewählten Leverkusener Abgeordneten, mit seiner regierenden SPD-Fraktion eine Lösung zu finden.

