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Bund lehnt Förderung abHerber Rückschlag für Leverkusens Schwimmbad-Neubau

Auch in einem zweiten Anlauf kommt Leverkusen beim Förderprogramm für kommunale Sportstätten nicht zum Zug. 

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Schwimmbad Schwimmhalle Bergisch Neukirchen Foto: Ralf Krieger

Das Schwimmbad Bergisch-Neukirchen ist schwer in die Jahre gekommen.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 23. September eine Förderung für das Hallenbad Bergisch-Neukirchen erneut abgelehnt. Das teilt Nyke Slawik mit. Durch die fehlende Finanzierung stehe das Projekt nun vor dem Aus, schreibt die Leverkusener Bundestagsabgeordnete der Grünen.

Ganz so dramatisch sehen die Stadtverantwortlichen die Lage nicht, auch wenn die Enttäuschung groß ist: „Leverkusen befindet sich in einer finanziell außerordentlich schwierigen Lage und ist dringend auf Unterstützung von Land und Bund angewiesen“, betont Oberbürgermeister Stefan Hebbel. „Umso zermürbender ist es, wenn trotz des klaren Bedarfs und der wiederholten Antragstellung die dringend benötigte Unterstützung ausbleibt.“

Zweite Absage in Folge

Bereits zu Jahresbeginn war der Versuch gescheitert, für das marode Hallenbad Geld aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu bekommen. Der Stadtrat hatte dann beschlossen, sich erneut um Bundesfördermittel speziell für Schwimmbäder zu bewerben und eine Finanzierung aufgestellt: Rund elf Millionen Euro sollten aus den zugesagten Mitteln des Infrastrukturpakts des Landes für das Schwimmbad verwendet werden, weitere acht Millionen Euro aus dem Bundesprogramm. Dem hat der Bund jetzt eine Absage erteilt. „Das Land stellt uns die Möglichkeit zur Verfügung, einen erheblichen Teil der Kosten zu finanzieren, und die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht“, ärgert sich Rupy David, Landtagskandidatin der Leverkusener Grünen. Nun brauche es eine „schnelle und tragfähige Lösung, damit der Ersatzneubau nicht an der Finanzierung scheitert.“

Das Hallenbad Bergisch-Neukirchen hat eine Restlebensdauer von maximal fünf Jahren.
Nyke Slawik, Bundestagsabgeordnete

Auch Slawik ist enttäuscht, „dass es nun erneut nicht funktioniert hat“. Die Situation sei klar: „Das Hallenbad Bergisch-Neukirchen hat eine Restlebensdauer von maximal fünf Jahren. Der Ersatzneubau ist jetzt notwendig, bevor es zu einer Schließung und damit verbundenen Einschränkungen kommt.“

In dem Lehrschwimmbad findet der Schwimmunterricht zahlreicher Schulen und Vereine, sowie der Schwimmschule des Sportpark Leverkusen statt. Ein Wegfall der dortigen Schwimmzeiten kann in der Stadt nicht kompensiert werden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können. Und auch die der tödlichen Badeunfälle. „Wir brauchen intakte Hallenbäder, um vor allem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, schwimmen zu lernen“, sagt Slawik.

Die Stadt hofft derweil auf eine weitere, für Anfang 2027 von der  Bundesregierung angekündigte Ausschüttung. Alle Verantwortlichen würden sich gemeinsam dafür stark machen, in der letzten Förderrunde zum Zuge zu kommen.