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Schließung in ManfortKatholisches  Bildungsforum verlässt Leverkusen

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Haus des Katholischen Bildungsforums  an der Manforter Straße

Was ab 2027 mit dem Standort des Katholischen Bildungsforums an der Manforter Straße passiert, ist ungewiss.

Das Katholische Bildungsforum Leverkusen zieht Ende 2026 nach Köln.  Viele Bildungsangebote sollen dennoch erhalten bleiben.

Das Katholische Bildungsforum Leverkusen steht vor einem Wandel: Ende des Jahres schließt der bisherige Standort an der Manforter Straße. Ab Januar 2027 werden die Bildungsangebote gemeinsam mit Köln unter dem Dach des neuen Katholischen Bildungsforums Köln-Leverkusen organisiert. Das teilte die kommissarische Leitung auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mit.

Für die Leverkusenerinnen und Leverkusener soll sich jedoch möglichst wenig ändern: Die meisten Kurse sollen erhalten bleiben, künftig allerdings dezentral an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Gleichzeitig stellte das Bildungsforum jetzt sein letztes eigenständiges Halbjahresprogramm mit rund 250 Veranstaltungen vor.

Bis zum 5. Dezember finden viele der Kurse noch im Gebäude an der Manforter Straße statt. Anschließend zieht das Team in die Räume des Domforums in Köln. Dort werden Verwaltung und pädagogische Mitarbeitende künftig gemeinsam arbeiten. Hintergrund der Neuorganisation seien gesellschaftliche Entwicklungen und veränderte Rahmenbedingungen innerhalb des Erzbistums Köln, hieß es.

"Wir bleiben Ansprechpartner für unsere Leverkusener Kooperationspartner. Unser Ziel ist es, künftig noch stärker dezentral in der Stadt präsent zu sein und Menschen dort zu erreichen, wo sie leben."
Maximilian Anton, Kommissarischer Leiter des Katholischen Bildungsforums Leverkusen

Von einem Rückzug aus Leverkusen wollen die Verantwortlichen dennoch nicht sprechen. Vielmehr sehen sie in der Zusammenlegung die Chance, Bildungsangebote in die einzelnen Stadtteile zu bringen: „Wir bleiben Ansprechpartner für unsere Leverkusener Kooperationspartner. Unser Ziel ist es, künftig noch stärker dezentral in der Stadt präsent zu sein und Menschen dort zu erreichen, wo sie leben“, so der kommissarische Leiter Maximilian Anton. Bereits seit rund einem Jahr liefen Gespräche mit Kirchengemeinden und weiteren Partnern über neue Veranstaltungsorte. Ein möglicher Standort sei mit dem Pfarrsaal von Heilig Kreuz in Rheindorf bereits gefunden.

Martina Böhm mit den Kommissarischen Leitern des Katholischen Bildungsforums, David Brixius und Maximilian Anton

Mitarbeiterin Martina Böhm (v.l.) stellte mit den Kommissarischen Leitern David Brixius und Maximilian Anton das neue Halbjahresprogramm vor

Auch personell stellt sich das Bildungsforum neu auf: Nachdem die bisherige Leiterin Sabine Höring Ende März auf sie Landesebene wechselte, führen Maximilian Anton und David Brixius die Einrichtung bis Jahresende kommissarisch. Ab Januar soll Carolin Horstert-Hack, die bereits das Domforum in Köln leitet, die Leitung des gemeinsamen Bildungsforums übernehmen.

Kochkurs steht auf der Kippe

Welche Folgen der Umzug langfristig für das Gebäude an der Manforter Straße hat, ist offen. Das Haus gehört dem Erzbistum Köln. Wie es künftig genutzt wird, stehe noch nicht fest.

Nicht alle Angebote werden sich allerdings unverändert fortführen lassen: Besonders die Lehrküche in Manfort dürfte wegfallen, in der derzeit Kochkurse stattfinden. Auf Ernährungskurse müssen Interessierte dennoch nicht verzichten, künftig sollen sie in Kooperation mit Familienzentren, Kindertagesstätten oder der Caritas stattfinden.

David Brixius stellt die Veränderungen insgesamt positiv dar: Die Zusammenlegung sei eine Reaktion auf Entwicklungen, die sich seit Jahren abzeichneten. Gleichzeitig entstünden neue Möglichkeiten durch ein größeres Team, gemeinsame Ressourcen und eine stärkere Vernetzung mit Köln. Nach den Sommerferien arbeiten die Teams aus Köln und Leverkusen am ersten gemeinsamen Programm für 2027.

Von Künstlicher Intelligenz bis Improvisationstheater

Parallel zum organisatorischen Neustart präsentierte das Bildungsforum am Mittwoch sein Herbstprogramm: Rund 250 Veranstaltungen richten sich an Familien, Ehrenamtliche, Berufstätige und Seniorinnen und Senioren.

Einen neuen Schwerpunkt gibt es in der Medienbildung. Erstmals bietet das Bildungsforum Kurse zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz für Seniorinnen und Senioren sowie für Eltern an. Dabei geht es nicht nur um Programme wie ChatGPT, sondern auch um Chancen und Risiken der Nutzung im Alltag. Ergänzt wird das Angebot durch eine Trickfilmwerkstatt, in der Eltern und Kinder gemeinsam Stop-Motion-Filme produzieren.

Auch gesellschaftliche Themen spielen eine Rolle: Mit Partnern organisiert das Bildungsforum eine Podiumsdiskussion zur sozialen Gerechtigkeit in Leverkusen. Oberbürgermeister und Vertreter sozialer Einrichtungen wollen dort mit Jugendlichen über faire Chancen in der Stadt ins Gespräch kommen. Ergänzend vermittelt das Seminar „Stammtischparolen – souverän reagieren“ Strategien für einen sachlichen Umgang mit populistischen Aussagen.

Einen besonderen Akzent legt das Bildungsforum auf Persönlichkeitsentwicklung: Die pädagogische Mitarbeiterin Martina Böhm stellte den Improvisationstheater-Kurs „Tagsüber Zirkus, abends Theater“ vor. Er soll Menschen ermutigen, spontaner zu handeln und neue Seiten an sich zu entdecken. Neu im Programm ist außerdem das Seminar „Plötzlich und unerwartet – Trauer am Arbeitsplatz“. Es richtet sich an Beschäftigte, die Kolleginnen und Kollegen nach einem Trauerfall angemessen begleiten möchten.

Das gesamte Kursangebot ist im Internet unter www.bildungswerk-ev.de zu finden. Eine telefonische Beratung gibt es unter 0214-830720.