Beim Umbau der Buswendeschleife an der Haltestelle der Linie 4 tut sich aus Sicht der Fahrgäste nichts.
Linie 4Fahrgäste müssen in Leverkusen weiter auf eine gute Verbindung verzichten

Die Linie 4 ist eine wichtige Verbindung zwischen schlebusch und Köln.
Copyright: Ralf Krieger
Der Umbau der Buswendeschleife an der KVB-Endhaltestelle der Linie 4 scheint sich zu einer endlosen Geschichte zu entwickeln. Immer noch fahren die Busse aus dem Leverkusener Busnetz die Endhaltestelle nicht direkt an. Sie halten im Dünnwalder Grenzweg, von wo die Fahrgäste, die umsteigen wollen, einen langen Fußweg zur Bahn haben. Es kann passieren, dass in der Ferne die Bahn davonfährt, die auch Gehbehinderte bekommen hätten, wenn der Bus nur in der alten Wendeschleife gehalten hätte.
Drei Jahre hält der Zustand inzwischen an, seither gibt es Beschwerden der Fahrgäste. In der gepflasterten Wendeschleife liegen noch die alten Gleise. Die Schleife war früher notwendig, als Straßenbahnen nur in einer Richtung fahren konnten. Für den Umbau zu einer reinen Bushaltestelle sind die KVB zuständig, nicht die Wupsi. Wir haben sechs Monate nach unserem letzten Bericht erneut nachgehört.
Kein Fertigstellungstermin bekannt
Das Problem liegt in der Regenentwässerung begründet, denn an der Stelle liegt kein Kanal. Früher konnte Regenwasser von der Wendeschleife einfach an der Seite versickern, jetzt braucht es ein Versickerungsbauwerk nebst Anträgen und Genehmigungen.
Im November 2025 hieß es: „Da für straßenbezogene Versickerungsanlagen besonders strenge Anforderungen gelten und die Zuständigkeit hierfür bei den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB) liegt, musste zunächst eine Prüfung der Planung durch die StEB erfolgen. Die KVB erarbeiteten den zu erstellenden Versickerungsantrag, der anschließend von der StEB bei der Untere Wasserbehörde (UWB) eingereicht wird.“
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Jetzt heißt es aufgrund unserer Anfrage: „Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln stellen gerade den von der KVB erarbeiteten Antrag zur Versickerung fertig und reichen diesen dann bei der Unteren Wasserschutzbehörde ein.“ Einen Fertigstellungstermin für die Regenentwässerung nennt die Sprecherin nicht.
Die Wendeschleife wird seit 2023 nicht mehr angefahren; auch die neue Mitteilung klingt nicht danach, als würde mit Bauturbo-Geschwindigkeit vorgegangen. Der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hatte im Wahlkampf bei einer Veranstaltung in Leverkusen erklärt, dass er sich im Falle seiner Wahl für Verbesserungen bei den Verbindungen zwischen Köln und Leverkusen im öffentlichen Verkehr einsetzen wolle. Weshalb die alte Schleife nicht einfach so lange als Bushaltestelle weiterbetrieben werden konnte, bis eine Lösung gefunden ist, hat noch niemand erklärt.
