Wenig Wasser im Rhein hat Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt, das hat wiederum Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Städte am RheinLeverkusen, Köln und Bonn erarbeiten Konzepte gegen Niedrigwasser

Die Städte Leverkusen, Köln und Bonn arbeiten zusammen, um in Zukunft mit einem niedrigen Rhein-Pegel umzugehen.
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Die Städte Leverkusen, Köln und Bonn arbeiten zusammen, um in Zukunft mit einem niedrigen Rhein-Pegel umzugehen. Wegen der Hitze war der Wasserstand des Flusses in diesem Sommer drastisch gesunken. Das hat auch Auswirkungen auf die Binnenschiffe, die dann nicht mehr so viel Ladung transportieren können.
Das wiederum führe zu steigenden Transportkosten, höheren Belastungen für die Wirtschaft und akuten Risiken für die Lieferketten, schreibt die Stadt Leverkusen. Einzelne Fährverbindungen mussten wegen des Niedrigwassers schon eingestellt werden. Der Rhein als eine wichtige europäische Binnenwasserstraße sei wichtig, ökologisch und ökonomisch. Für einen klimafreundlicheren Gütertransport sei ein „zukunftsfähiger Schiffsverkehr auch bei Niedrigwasser absolut unverzichtbar“.
Für Leverkusen gilt das als Chemiestandort besonders. Oberbürgermeister Stefan Hebbel lässt sich zitieren: „Wenn Schiffe weniger laden können und Transportkosten steigen, spüren das unsere Unternehmen sofort. Wir fordern aber eine schnelle und verlässliche Umsetzung der langfristigen Fahrrinnenoptimierung, um die Versorgungssicherheit unserer Wirtschaft dauerhaft zu garantieren.“
Städte arbeiten enger zusammen
Die drei Städte wollen jetzt noch enger zusammenarbeiten, „um die Region resilient aufzustellen“. Dazu stehe man auch im Austausch mit der Wirtschaft und den Logistikunternehmen. Derzeit laufe die Versorgung stabil, es bedürfe aber einer kontinuierlichen Überwachung. Vertreter der Städte hatten nach Aussage der Stadt Leverkusen in Bonn ein Krisentreffen mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger. Der hatte dort Sofortmaßnahmen angekündigt. „Umgesetzt wurde bereits eine vorübergehende Lockerung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lastwagen. Zudem sollen mehr Güter auf die Schiene verlagert und unnötige Baustellen auf wichtigen Ausweichrouten vermieden werden.“
Mittel- bis langfristig soll darüber diskutiert werden, die Fahrrinnen im Rhein zu vertiefen. Dazu wollen Bund, Land, Unternehmen und Verbände die Lage im Blick halten. Leverkusen, Köln und Bonn arbeiten derweil Abstimmung mit Bund und Land an Konzepten für die Zukunft. Sie wollen bürokratische Hürden abbauen, Planungsverfahren beschleunigen und verlässliche Rahmenbedingungen für den Strukturwandel am Fluss schaffen: „Die Städte verstehen sich dabei als Impulsgeber vor Ort, um praxisnahe Strategien direkt mit den überregionalen Infrastrukturprogrammen zu verzahnen.“
Langfristig müssten bauliche, technische und städtebauliche Anpassungen im Vordergrund stehen. „Um Transportketten auch bei niedrigen Pegeln stabil zu halten, geht es künftig vor allem um eine noch engere Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße im Rheinland sowie um den verstärkten Einsatz von flachwassergeeigneten Schiffstypen und die Umsetzung der geplanten Fahrrinnenoptimierungen.“
