Nach dem Fund eines Autowracks im Rhein bei Königswinter hat die Rechtsmedizin die gefundenen Knochen einer Frau zugeordnet.
Autowrack geborgenNeue Erkenntnisse zum Fund menschlicher Knochen im Rhein in Königswinter

Das im Rhein bei Königswinter gefundene Autowrack.
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Nach dem Fund eines Autowracks im Rhein bei Königswinter-Niederdollendorf gibt es neue Erkenntnisse. Wie die Polizei Bonn mitteilt, sind die im Fahrzeug gefundenen menschlichen Knochen einer Frau zuzuordnen. Das ergab eine molekulargenetische Untersuchung der Rechtsmedizin.
Das Auto war am 18. August 2026 im Niedrigwasser des Rheins entdeckt und geborgen worden. Dabei wurde das verrottete Fahrzeug offenbar auch einmal umgedreht. Mehrere Tage blieb der Fund vor Ort liegen. Etwa im Schwenkbereich des Baggers habe man später die Knochen entdeckt.
Keine Parallelen zu Vermisstenfällen
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats 11 der Bonner Polizei dauern an. Trotz zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung hätten die Ermittlerinnen und Ermittler jedoch bis zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreten Zusammenhänge zu zurückliegenden oder aktuellen Vermisstenfällen herstellen können, erklärte ein Polizeipressesprecher.
Bei dem geborgenen Fahrzeug handelt es sich um das Modell 126 und nicht um die in Polen hergestellte Lizenzversion 126p. Demnach wurde das Auto vermutlich Anfang der 1970er-Jahre hergestellt. „Der im Fahrzeug vorgefundene Verbandkasten wies ein Ablaufdatum aus dem Jahr 1971 auf“, so die Polizei.
Auch im Rhein in Köln wurden neben vielen anderen Dingen Schiffswracks, Weltkriegsmunition und ein Autowrack gefunden. Wie die Polizei ermittelte, handelt es sich um einen Toyota Yaris, der im Juni 2014 bei einem Diebstahl entwendet wurde.
Hintergrund ist das Rekordniedrigwasser im Rhein, das jede Menge kuriose Gegenstände am Rheinufer freigelegt hat. Auch viele Sondengänger waren in den vergangenen Wochen im ausgetrockneten Flussbett auf der Suche nach Schätzen. Wie der Kölner Schatzsucher Carsten Konze, auch bekannt als „German Treasure Hunter“, erklärte, sei die Suche aber äußerst zeitaufwendig und schwierig. Vor allem von dem vielen Müll zeigte er sich geschockt. (jv)
