Die Bundesregierung hält an ihren Plänen für eine Lkw-Rastanlage an der A1 bei Lützenkirchen fest.
Enttäuschende AntwortVerkehrsministerium: Autobahnrastplatz soll nach Leverkusen

Der Rastplatz auf Leverkusener Seite soll auf diesem Feld links gebaut werden, dahinter die Häuser am Fester Weg.
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Leverkusens Landtagsabgeordneter Rüdiger Scholz (CDU) zeigt sich enttäuscht. Auf sein Schreiben an das Bundesverkehrsministerium in Berlin vom vergangenen Herbst, in dem er den Verzicht auf den Bau einer Park- und WC-Anlage für Lkw an der Autobahn A1 bei Lützenkirchen gefordert und alternativ einen Standort im Gewerbegebiet bei Köln-Niehl vorgeschlagen hat, erhielt er nun eine Abfuhr.
Die Autobahn GmbH des Bundes halte an der Weiterverfolgung ihrer Planung für Standorte beidseits der A1 bei Lützenkirchen weiter fest, gab ihm der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Oliver Luksic (FDP), zur Antwort. Das sei überaus enttäuschend, teilte Scholz nun mit:
„Leider pocht man in Berlin weiter darauf, dass der Standort für die Lkw-Rastanlage östlich des Autobahnkreuzes Leverkusen liegen muss und deshalb Köln-Niehl wegfällt. Zudem liege der Kölner Standort nicht direkt an der Autobahn. Für Leverkusen ist das Festhalten der Berliner Ampelregierung am Standort Lützenkirchen eine Katastrophe. Vor allem ist es absolut unerklärlich, warum die beiden Leverkusener Ampel-Abgeordneten überhaupt nichts in dieser Angelegenheit erreicht haben.“
Scholz kreidet das Scheitern der Leverkusener Bemühungen zur Abwendung dieser weiteren Verkehrsanlage im Stadtgebiet den Bundestagsabgeordneten von SPD und Grünen an: „Der direkt gewählte Karl Lauterbach sitzt einmal wöchentlich zusammen mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing am Kabinettstisch der Bundesregierung. Warum er es in mehr als einem Jahr nicht einmal geschafft hat, dieses für Leverkusen so wichtige Thema bei seinem Kabinettskollegen anzusprechen und darauf zu drängen, endlich ernsthaft den Standort Köln-Niehl zu prüfen, bleibt wohl sein Geheimnis. Die grüne Abgeordnete Nyke Slawik ist stellvertretende Vorsitzende des für dieses Projekt wichtigen Verkehrsausschusses des Bundestages. Auch hier keinerlei Aktivität im Sinne Leverkusens, obwohl mit dem Bau der PWC-Rastanlage mehrere Hektar Fläche dauerhaft versiegelt würden.“
So hielten die Verantwortlichen in Berlin unerschütterlich an ihren für Leverkusen so fatalen Plänen fest, obwohl die schwarz-grüne Landesregierung sich für einen Tunnel statt Stelze in Leverkusen starkmache. Scholz: „Wichtig ist es, dass Leverkusen weiterhin geschlossen zusammensteht. Nur gemeinsam sind wir stark. Und wir müssen alles unternehmen, die bisherigen Planungen des Bundes zu verhindern. Es kann nicht sein, dass das flächenmäßig überschaubare Leverkusen im Übermaß die Lasten trägt. Auch künftige Generationen wollen ein lebenswertes Umfeld in unserer Stadt genießen.“