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RheinlandDer Luftverkehr der Zukunft startet von kleinem Flugplatz aus

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Entwurf eines Luft-Taxis. (Symbolbild)

Aachen/Merzbrück – Im Städtedreieck Aachen/ Würselen/ Eschweiler liegt seit mehr als 100 Jahren der Flugplatz Merzbrück. Eine frühe Blütezeit erlebte die Anlage zu Beginn der 1930er Jahre, als ein täglicher Linienflugverkehr nach Köln betrieben wurde. Seit dem Zweiten Weltkrieg starten und landen hier vor allem Sport- und Privatmaschinen. Pläne für eine infrastrukturelle Aufwertung wurden immer wieder mal diskutiert, aber ohne rechtes Ergebnis. Jetzt aber könnte dem kleinen Flugplatz eine neue Blüte bevorstehen.

Oder wie NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) es am Donnerstag ausdrückte: „Merzbrück soll Schaufenster des Strukturwandels im Rheinischen Revier werden, ein Leuchtturm des Wandels, ein Standort für die moderne Luftfahrtindustrie.“

Masterplan vorgestellt

Pinkwart meldete sich aus dem Urlaub, weil in Merzbrück der Masterplan vorgestellt wird, der die baulichen, technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen rund um den Flugplatz koordiniert und sicherstellt, dass Forschung, Entwicklung und Produktion in der Region verankert und betrieben werden können. In zwei Jahren soll alles so weit sein. Als zweiter Vertreter der Landesregierung begrüßte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) die Initiative: „Die Mobilität der Zukunft wird ein entscheidender Treiber für viele, gute Arbeitsplätze.“

Die Idee ist, den Flugplatz zu einem Forschungs- und Entwicklungszentrum zu transformieren und damit gleich mehreren Krisen zu begegnen: Einerseits steht die Region durch den künftigen Wegfall der Braunkohle vor einem gewaltigen Strukturwandel; andererseits haben Corona und ökologische Bedenken den Flugverkehr weltweit in Bedrängnis gebracht. Nun soll in Merzbrück in Kooperation unter anderem mit den Aachener Hochschulen der Flugverkehr der Zukunft entworfen werden, um die Region wirtschaftlich zu stärken.

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„Die Luftfahrt befindet sich in einem grundlegenden Wandel, sie muss klimaneutral, leiser und grüner werden“, sagte Pinkwart. Dabei gehe es um neue Treibstoffe, neue Flugzeugkonzepte, neue Materialien. Und es gehe um neue Anwendungen wie Lufttaxis oder Drohnen für den Einsatz in Landwirtschaft und Notfallversorgung. „Luftfahrt“, sagte Pinkwart, „bedeutet nicht mehr immer größere Flugzeuge.“ Im Gegenteil: „Künftige Anwendungen werden nicht mehr viel zu tun haben mit den heutigen Flugzeugen.“