Dortmund – Die Polizei und die Fußballvereine, die in NRW in der ersten und zweiten Liga spielen, wollen die Gewalt in und um die Stadien mit neuen Strategien bekämpfen. Eine entsprechende Stadionallianz haben die Vereine 1. FC Köln, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, Schalke 04, Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, VfL Bochum und der SC Paderborn am Montag in Dortmund unterschrieben.
In Ergänzung zu den bestehenden örtlichen Ausschüssen Sport und Sicherheit (ÖASS) sollen Allianzen entstehen zwischen örtlichen Polizeibehörden und Klubs. Geplant sind regelmäßiger Austausch, Präventionsangebote und Übungen von Polizei und Sicherheitsdiensten.
276 Menschen verletzt
Nach Angaben des Innenministeriums wurden in der Saison 2018/19 am Rande von Fußballspielen in NRW 276 Menschen verletzt und 1615 Strafverfahren eingeleitet. 530.000 Arbeitsstunden musste die Polizei für die Sicherheit aufwenden. Das entspricht 353 Kräften, „die sich einzig und allein mit der Bewältigung von Fußballeinsätzen vor Ort beschäftigen“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU).
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Beim Austausch zwischen Polizei und Vereinen sollen konkrete Stadionverbote besprochen werden. Auch die Polizei wird künftig auf problematische Fans und Fangruppen zugehen.
Reul sprach sich dagegen aus, den Vereinen Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen. „Man löst kein Problem, indem man die Verantwortung dafür verschiebt. Lösen können wir das Gewalt-Problem im Fußball nur gemeinsam, mit abgestimmten Maßnahmen der Polizei, der Vereine und allen weiteren Netzwerkpartnern, im regelmäßigen Austausch auch mit den Fans, die ich ausdrücklich mit einbeziehe“, so der Minister.



