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A4-SperrungOvag setzt Bereitschaftsbusse ein

Die A4-Sperrungen im November treffen nahezu alle oberbergischen Buslinien; die Ovag stockt Leitstellen-Personal auf und setzt Bereitschaftsbusse ein.

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Die ersten Bauteile der „Weight-in-Motion“-Anlage hat die Autobahn GmbH schon im Mai eingebaut.

Der November wird spannend, was die Verkehrssituation im Oberbergischen angeht, so viel ist sicher. Wenn die Autobahn GmbH die Schrankenanlage zum Schutz der Wiehltalbrücke einbaut und damit auf der Bahn zuerst in Richtung Olpe und später in beide Richtungen nichts mehr geht, wird sich die Blechlawine im Umland ihren Weg suchen – also auf den oberbergischen Straßen. Was dabei leicht übersehen wird, ist das Dilemma, das den Linienbussen droht. Denn: „Während der Autofahrer vielleicht nur zweimal täglich die gleiche Strecke fährt, also morgens und abends im Stau steht, sind unsere Busse etliche Male am Tag auf dem selben Abschnitt unterwegs. Ihre Verspätung summiert sich also mehr und mehr“, erklärt Corinna Güllner, die Geschäftsführerin der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft (Ovag). In dieser Woche hat das Unternehmen deshalb eine Art Schlachtplan für die Zeit der Sperrungen öffentlich gemacht.

Phase eins ab Montag

Die erste ernste Phase läuft am kommenden Montag, 9. November, ab 5 Uhr an. Dann ist die Autobahn in Richtung Olpe zwischen Engelskirchen und Bielstein gesperrt, und zwar inklusive der Anschlussstelle Bielstein. Die offizielle Umleitung führt über Bielstein zur Anschlussstelle Gummersbach. Die Ovag rechnet deshalb im Großraum Wiehl, Gummersbach und Engelskirchen mit Verspätungen und Teilausfällen. „Bielstein ist schon an normalen Tagen ein Nadelöhr, es ist dann schon nicht einfach mit unseren Fahrzeugen vom Busbahnhof zu kommen. Mehr Verkehr wird diese Situation sicher verschärfen“, erwartet Güllner. Vor allem Fahrgäste der Linien 302, 304, 306, 310, 312, 317, 319, 325 und 348 sollten sich auf Verspätungen einstellen.

Linie 319 wird umgeleitet

In einer besonderen Klemme steckt die Linie 319, also die Verbindung zwischen Drabenderhöhe und Ründeroth: Da Kaltenbach zur Einbahnstraße wird, werden die Busse in Richtung Ründeroth ab Forst über Weiershagen und Wiehlmünden umgeleitet. Bei Fahrten nach Drabenderhöhe werden alle Haltestellen bedient. Laut Ovag wird diese Umleitung bis zum frühen Sonntagmorgen, 29. November, aufrechterhalten.

Zweite Woche mit geringeren Einschränkungen

Nach einer Woche mit viel zusätzlichem Verkehr wird es auch zwischen Montag, 16. November, und Sonntag, 22. November, noch einige Einschränkungen geben, so erwartet es das Verkehrsunternehmen. Die dürften allerdings deutlich geringer ausfallen, denn die Autobahn in Richtung Olpe ist weiterhin ab Engelskirchen dicht, dafür ist aber die Auffahrt Bielstein wieder geöffnet.

Zusatzbusse dienen als Puffer.

Die „Hammerwoche“ ab dem 23. November

Danach dürfte es sportlich werden. Zwischen Montag, 23. November, 5 Uhr, und Montag, 30. November, 5 Uhr, bleibt es bei der Sperrung ab Engelskirchen in Richtung Olpe, aber dazu kommt noch die Sperrung der A4 in Richtung Köln zwischen Reichshof/Bergneustadt und Bielstein. „Das wird die Hammerwoche,“ fürchtet die Ovag-Chefin, die mit Einschränkungen auf nahezu allen oberbergischen Linien rechnet. „Der Umleitungsverkehr wird sicher massive Auswirkungen auf das Aggertal haben, das stellt uns vor große Herausforderungen“, betont auch Armin Wagener vom Baustellenmanagement-Team der Ovag. Allen voran die Linien 301, 302, 303, 304, 306, 310, 312, 314, 315, 317, 319, 321, 323, 324, 325 und 348 machen den Planern Sorge und auch der Monti in Nümbrecht und Wiehl dürfte später kommen – wenn überhaupt.

Mehr Personal und Bereitschaftsbusse

Doch die Ovag hat sich vorbereitet. „Die Botschaft: 'Es geht nirgendwo nichts mehr' kann nicht der Anspruch der Ovag sein“, betont Güllner. Das Leitstellen-Personal wird massiv aufgestockt, um die aktuelle Verkehrslage, aber auch die Ruhezeiten der Fahrerinnen und Fahrer im Blick zu halten, die schon von Gesetzes wegen irgendwann einfach mal Pause machen müssen. Dazu kommen Bereitschaftsbusse. Die Idee dahinter: Wenn ein Fahrzeug auf dem Weg von A nach B schon viel Verspätung gesammelt hat, springt die Bereitschaft unterwegs ein, damit wenigstens der Rest der Strecke halbwegs pünktlich abgefahren wird.

Tipp: Echtzeit-Auskunft in der Ovag-App

Unbedingt ans Herz legt die Ovag ihren Fahrgästen in den kommenden Wochen die Nutzung der Ovag-App, die über die jeweilige Verbindung Echtzeit-Auskünfte gibt. Die sollte man dann aber auch regelmäßig aktualisieren – denn wenn einer der Bereitschaftswagen auf einer Linie einspringt, kann die eben noch angezeigte Verspätung auch im Nu schon wieder verschwunden sein.

www.ovaginfo.de