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SymbolikHeimatverein und Nabu Bergneustadt enthüllen Infotafel für Erhalt der Friedenseichen

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Drei Männer enthüllen eine Infotafel.

Enthüllten die Infotafel (v.l.): Utz Walter, Heinz Kowalski und Uwe Wintersohl.

Heute sind noch acht dieser mächtigen Bäume in Bergneustadt zu finden – einer steht direkt am Heimatmuseum in der Neustädter Altstadt.

Einst zierten viele Eichen als Friedenssymbol das Stadtgebiet von Bergneustadt. Sie waren einst im Auftrag von Kaiser Wilhelm I. nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 und der Gründung des Deutschen Reiches gepflanzt worden, um für einen dauerhaften Frieden mit den Nachbarn zu werben. Heute sind noch acht dieser mächtigen Bäume in Bergneustadt zu finden – einer steht direkt am Heimatmuseum in der Neustädter Altstadt.

Hier wurde nun, initiiert vom Nabu Bergneustadt und dem Heimatverein „Feste Neustadt“ eine Infotafel angebracht, um für den Erhalt der Friedenseiche zu werben. Diese wurde im Beisein vieler interessierter Gäste durch Ideengeber Heinz Kowalski vom Nabu Bergneustadt sowie Utz Walter und Uwe Wintersohl vom Heimatverein „Feste Neustadt“ feierlich enthüllt.

Mögen Eiche und Schild mit dazu beitragen, dass wir hier bei uns in Bergneustadt weiterhin in einer friedlichen Welt leben dürfen.
Heinz Kowalski, Nabu Bergneustadt

Uwe Wintersohl ist es auch, der sich für den passenden Rahmen der Infotafel verantwortlich zeichnet. Die besteht passender weise aus Eichenholz. Der Künstler aber versprach lachend, dass dafür keine Eiche extra gefällt werden musste. Das Schild wurde zudem mit einem QR-Code versehen, der den Betrachter zur Internetseite des Heimatmuseum führt, wo die Geschichte der Friedenseiche dokumentiert wurde.

Heinz Kowalski erklärte, warum es aus Sicht des Naturschutzes wichtig ist, die noch verbliebenen Eichen zu erhalten: „Eichen können mehrere hundert Jahre alt werden, wenn man sie lässt. In Bergneustadt sind leider einige unnötigerweise gefällt worden. Dabei sind Eichen mit ihren riesigen Kronen und den ausladenden Ästen ein sehr wertvoller Lebensraum für Vögel, Käfer, Insekten und auch einiger Säugetiere, wie zum Beispiel das Eichhörnchen.“

Eiche darf am Heimatmuseum seit 1871 ungehindert wachsen

Die Eiche am Heimatmuseum etwa befindet sich im Eigentum des Heimatvereins und darf dort seit 1871 ungehindert wachsen und gedeihen. „Eichen aus dieser Zeit sind rund 25 bis 30 Meter hoch. Das Höhenwachstum endet mit etwa 150 Jahren“, berichtete Kowalski. Sie haben dann einen Umfang von 3,70 Meter und einen Brusthöhendurchmesser von 1,10 bis 1,20 Meter.

Kowalski berichtete, dass die Eiche nicht nur ein Symbol des Friedens ist. So spiele der Baum im militärischen schon immer eine große Rolle – unter anderem zieren Eichenblätter die Kragen der Uniformen. „Die Blätter sind aber auch ein Zeichen friedlicher Siege. Zum Beispiel beim Sport als Eichenkranz. Sie erinnert aber auch an Aufbau, an Neues und Werdendes. Das 50-Pfennig-Stück aus D-Mark-Zeiten zeigte eine kniende Frau, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine Eiche pflanzt“, so Kowalski.

Die weiteren sieben Friedenseichen stehen am Deutschen Eck, am Stadtwald/Ecke Kastanienweg, am Unteren Herweg, an der Gimbornstraße, vor der Turnhalle auf dem Hackenberg, im Ortsteil Wiedenest unterhalb der Grundschule und an der oberen Baldenberger Straße. Die Bergneustädter Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland kümmert sich um deren Schutz. Utz Walter, Vorsitzender des Heimatvereins „Feste Neustadt“, ließ das Schild mit den Worten „Vergangenheit ist immer auch ein Teil der Gegenwart“ verzieren.

Heinz Kowalski schloss mit dem Wunsch: „Mögen Eiche und Schild mit dazu beitragen, dass wir hier bei uns in Bergneustadt weiterhin in einer friedlichen Welt leben dürfen.“