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TischtennisHolprige Vorbereitung auf das Final Four für die Schwalben Bergneustadt

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Spielsituation zwischen Adrien Rassenfosse und Anton Källberg.

Die Bergneustädter treffen am Samstag auf Düsseldorf, hier ein ehemaliges Spiel zwischen Adrien Rassenfosse und Anton Källberg.

Der TTC Bergneustadt spielt am Samstag, 30. Mai, im Halbfinale um die Deutsche Tischtennis-Meisterschaft gegen Düsseldorf.

Die Vorbereitung ist abgeschlossen. Am heutigen Samstag ab 13 Uhr zählt es für die Tischtennis-Profis des TTC Schwalbe Bergneustadt. Zum zweiten Mal nach 2019 haben Benedikt Duda und Co. das Halbfinale im Kampf um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Im erstmals ausgerichteten Final Four-Turnier kommt es zum Duell mit dem deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Anschließend ermitteln der 1. FC Saarbrücken und Werder Bremen den zweiten Endspielteilnehmer. Das Finale beginnt am Sonntag um 13 Uhr. Alle Spiele werden in der Frankfurter SÜWAG-Arena ausgetragen.

Die Schwalbe-Vorbereitung begann holprig. Die eigentlich für Mittwochabend angesetzte erste gemeinsame Trainingseinheit in Bergneustadt musste ausfallen. Adrien Rassenfosse und Leo de Nodrest fuhren bei der gemeinsamen Anreise aus Belgien von einem Stau in den nächsten. Mehr als fünf Stunden dauerte die Fahrt aus Lüttich. „Danach machte es keinen Sinn mehr, sich noch an den Tisch zu stellen“, berichtete Schwalbe-Sportwart Heinz Duda.

Erst Hochzeit, dann Final Four

Im Hinblick auf den Saison-Höhepunkt hatte der Funktionär extra die Bälle bestellt, mit denen auch in der Main-Metropole gespielt wird. Doch die Post spielte nicht mit. „Wir kennen die Bälle zwar von unseren Partien in Bremen, doch wäre es trotzdem sehr sinnvoll gewesen, damit vorher noch zu trainieren. Das klappte leider auch nicht.“ So aber übten die Schützlinge von Trainer Frederik Duda am Donnerstag gleich doppelt in heimischen Gefilden. Bereits am gestrigen Freitag standen sich die Schwalbe-Akteure dann für eine weitere Einheit insgesamt drei Stunden in der Austragungsstätte für das Abschlusstraining gegenüber. „Diese Zeit sollte ausgereicht haben, damit sich die Jungs an den Tisch und die Bälle gewöhnen.“

Vor der Abreise nach Frankfurt traf sich das Team noch zu einem gemeinsamen Abendessen. „Die gesamte Mannschaft präsentierte sich erstaunlich locker. Die Vorfreude ist riesig“, verriet Heinz Duda. „Die Jungs strahlen, sind total happy und entspannt.“ Der Druck liege nämlich eindeutig beim Gegner aus Düsseldorf, der in der vergangenen Saison keinen der drei möglichen Titel (Meisterschaft, Pokal, Champions League) gewann und auch in der laufenden Spielzeit sowohl im Cup-Wettbewerb als auch auf internationalem Parkett scheiterte. Auf der anderen Seite kann der 1. FC Saarbrücken am Sonntag mit dem DM-Triumph das Tripple perfekt machen.

In der Tischtennis-Bundesliga gewann die Borussia beide Duelle mit den Oberbergischen. Im Rückspiel allerdings lag eine Überraschung für die Schwalben aufgrund einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung in der Burstenhalle durchaus in der Luft. Für Heinz Duda steht die Aufstellung des Gegners mit Anton Källberg, Dang Qiu und dem ehemaligen Bergneustädter Kanak Jha bereits fest. Und welche Schwalben schickt Coach Frederik Duda in die Box? Nach den Leistungen in der Rückrunde sind Benedikt Duda und Romain Ruiz gesetzt. Für die dritte Position kommen Adrien Rassenfosse und Leo de Nodrest in Frage. Für de Nodrest wäre es nach nur einem Jahr der letzte Auftritt vor seinem Wechsel in den Pariser Stadtteil Brulle.

Im Gegensatz zu vielen Punktspielen in der Vergangenheit präsentiert sich Heinz Duda vor dem Halbfinale total entspannt. „Die Mannschaft hat eine überragende Rückserie gespielt. Vielmehr geht nicht.“ Sechs Wochen sind seit dem letzten Spieltag und dem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken vergangen. Während Benedikt Duda und Adrien Rassenfosse bei der Team-WM in London aktiv waren, spielte Leo de Nodrest in der vergangenen Woche noch bei einem Turnier in Nigeria und schied im Achtelfinale aus. Romain Ruiz trainierte die gesamte Zeit.

Doch damit nicht genug: Am vergangenen Samstag heiratete Benedikt Duda seine langjährige Freundin und Mutter von Sohnemann Milan, Larissa Krohm, standesamtlich. Neben dem privaten Glück fehlt dem 32-Jährigen jetzt noch das sportliche i-Tüpfelchen in Form eines Sieges gegen die Düsseldorfer Borussia.