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GesprächsrundeIn Engelskirchen hat der Rathauschef ein offenes Ohr für die Jugend

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Sag's dem Bürgermeister: In Engelskirchen kommen Jugendliche und Ratshauschef Lukas Miebach (rechts) ins Gespräch.

Sag's dem Bürgermeister: In Engelskirchen kommen Jugendliche und Ratshauschef Lukas Miebach (rechts) ins Gespräch.

Verschiedene Institutionen wollen diesen neuen Austausch mit Bürgermeister Lukas Miebach zu einem festen Termin in der Gemeinde machen.

Unter dem Aufruf „Sag’s dem Bürgermeister“ war die Jugend der Gemeinde Engelskirchen am Freitag eingeladen, in den Räumen des Jugendzentrum Move Bürgermeister Lukas Miebach von ihren Wünschen, Ideen und Anregungen zu erzählen. Organisiert wurde diese Runde vom Katholischen Bildungswerk Oberbergischer Kreis in Kooperation mit der Gemeinde Engelskirchen, der Katholischen Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg, Culturkirche Oberberg und der Demokratiekirche Oberberg.

Zur Freude von Dominik Mager von der Katholischen Jugendagentur und Bernhard Wunder, Leiter des Bildungswerks, nahmen mehr als 20 Jugendliche und junge Erwachsene Platz an den Tischen, dazu gab’s Salzgebäck, Fruchtgummi sowie Apfel- und Weintraubenschorle.

Angebot soll Mut machen „Dieses Format soll ein niederschwelliges Angebot sein, dass den Jugendlichen Mut macht, sich in der Gemeinde einzubringen und Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen“, erklärte Mager die Intention.

Bei den jungen Leuten in Engelskirchen soll die Hemmschwelle sinken, Kritik und Wünsche zu äußern

„Die Jugendlichen sind teilweise sehr an Politik interessiert und was in der Gemeinde passiert, aber die Hemmschwelle, Wünsche und Ideen oder auch Kritik zu äußern, ist einfach sehr groß. Wir wollen aber, dass die Politik hört, was in den Jugendlichen vorgeht und freuen uns daher sehr, dass Bürgermeister sofort bereit war, daran teilzunehmen“, dankte Mager dem Ersten Bürger der Gemeinde.

Miebach dankte seinerseits für die Einladung, denn für ihn sei es wichtig, dass der Jugend ein offenes Ohr geschenkt werde. „Die jungen Leute sollen ganz offen und ehrlich sein, ohne sich verstellen zu müssen und in eigenen Worten sagen können, was aus ihrer Sicht richtig und was falsch läuft in unserer Gemeinde“, brachte es der 37-Jährige auf den Punkt. „Aus meiner Zeit als Jugendtreffleiter weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, Anliegen und Wünsche vorzutragen. Das möchte ich gerne ändern“, so Miebach. Der Rathauschef und versprach den Jugendlichen, dass er nicht nur diesmal ein offenes Ohr habe: „Ihr könnt mir jederzeit auf Instagram oder per E-Mail eine Nachricht zukommen lassen.“

Zunächst zögerlich kommen in Engelskirchen schließlich die Themen auf den Tisch

Zunächst noch zögerlich, kamen dann erste Themen auf den Tisch. So wurde der Wunsch geäußert, die Veranstaltung anlässlich des Weltkindertages wiederzubeleben. „Ich nehme diese Anregung sehr gerne mit und versuche herauszufinden, aus welchem Grund dieses Fest nicht mehr stattfindet und ob eine Neuauflage möglich ist“, versprach der Bürgermeister.

Aus den Reihen der Katholischen Jugend kam die Frage, welche Möglichkeiten Jugendlichen denn geboten wird, sich in die Gemeinde einzubringen. Darüber habe er selbst bereits nachgedacht und den heutigen Abend daher auch mit Spannung erwartet. „Durch diese Veranstaltung wissen wir, ob ein solches Angebot überhaupt angenommen wird. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, vielleicht viermal im Jahr zu einer Gesprächsrunde in das Rathaus einzuladen. Eine Art Jugendrat zum Beispiel“, so Miebach.

Weitere Themen kamen auf den Tisch: Die Jugendliche erkundigten sich nach dem Stand der Skateranlage – und die Katholische Jugend beklagte, dass die Kosten für die Ferienfreizeit steigen würden, aber nicht der Zuschuss der Gemeinde. „Hier muss es eine Anpassung geben“, sagte Lukas Miebach und erklärte, dass er mit den zuständigen Mitarbeitern beim Sozialdienst das Gespräch gesucht habe.

Am Ende zeigte sich der Bürgermeister begeistert von dem neuen Format. „So kommen auch mal die zu Wort, die sonst leider nicht oder nur wenig Gehör im Rathaus finden.“