Eine Kirmes ohne Autoscooter, nicht nur für die Frielingsdorfer Schützen ein No-Go. Die Lösung: Eine Wiese wurde aufwendig befestigt.
Ein Platz für den AutoscooterFrielingsdorfer Schützen investieren 22.000 Euro in eine Wiese

Stabil genug für Fahrgeschäfte ist die Schotterwiese am Parkplatz hinter St. Apollinaris, erläutern Sascha Blank (l.) und Torben Sauermann.
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Das Schützenfest in Frielingsdorf steht vor der Tür, am Freitag, 19. Juni geht es los. Traditionell gehört in Frielingsdorf auch die Kirmes dazu. Doch zuletzt fehlte ein Autoscooter und ohne den kann sich kaum ein Jugendlicher, aber auch viele Erwachsene keine Kirmes vorstellen. Das Problem: Der alte Standort war nicht mehr verfügbar, weil dort gebaut wurde. Einen alternativen Platz gab es nicht.
Und so reifte der Gedanke, die Wiese am Parkplatz hinter der Kirche St. Apollinaris zu ertüchtigen, damit dort auch Fahrgeschäfte und Buden Platz finden können. Dazu wurde sie ausgekoffert, dann mit Frostschutz versehen, mit Schotter aufgefüllt, verdichtet, mit einer dünnen Erdschicht versehen, auf die Gras gesät wurde. Das wächst gerade. Der Autoscooter wird aber nicht auf dieser Wiese, sondern auf dem Parkplatz aufgebaut werden, denn auf der Wiese ist dafür nicht genügend Platz.
Langfristigen Vertrag mit Schausteller geschlossen
Das neue Konzept des Schützenfestes, mit dem Festzelt vor dem Jugendheim, der Schausteller-Meile auf dem Kirchplatz und guten Preisen sowie freiem Eintritt ins Festzelt, habe sich bewährt, sagt Brudermeister Torben Sauermann. Für den fehlenden Autoscooter habe man nun einen Platz gefunden und auch einen Schausteller, der auch einen langfristigen Vertrag unterschrieben habe.
Sie haben viel Zeit und Arbeit in das Projekt investiert. 22.000 Euro hat die Schotterwiese gekostet, auf die Beine gestellt durch viel Eigenleistung und Unterstützung von Sascha Blank und zahlreichen Sponsoren. 10.000 Euro konnten die Schützen einbringen, 12.000 Euro kamen durch Spenden und die Crowdfunding-Aktion zusammen. „Das war schon eine große Herausforderung“, sagt Sauermann. Er freut sich, dass der neue Platz rechtzeitig vor dem Schützenfest fertig geworden ist. Was alles an Arbeit in dem gut 200 Quadratmeter großen Areal steckt, von der Randsteinen bis zum Zaun und der Barrierefreiheit, sei auf den ersten Blick gar nicht zu sehen, sagt er. So gibt es auch eine vernünftige Entwässerung nicht nur für die Wiese, sondern auch für den Anschluss des mobilen Toilettenwagens. Der hat seine Bewährungsprobe auch schon bestanden.
Nicht nur die Frielingsdorfer Schützen, sondern auch die Feuerwehr, der SV Frielingsdorf oder der Weihnachtsmarkt sollten die befestigte Wiese künftig für ihre Veranstaltungen nutzen können.
