Vom Hochhaus Memellandstratße ist die Wipperfürther Tafel in ein Haus an der Radiumstraße umzogen. Der neue Standort hat einige Vorteile.
UmgezogenWipperfürther Tafel mit neuen Räumen

Die Tafel in Wipperfürth am neuen Standort.
Copyright: Siegbert Dierke
Obst und Gemüse liegen appetitlich angeordnet in offenen Regalen, gleich daneben gibt es Haltbares wie Nudeln, reis und Mehl. Fleisch und andere verderbliche Lebensmittel lagern im Kühlhaus. Große Fenster lassen viel Tageslicht herein.
An der Radiumstraße 12 hat kein neuer Supermarkt aufgemacht – die Wipperfürther Tafel ist umgezogen und hat neben dem Radium-Hochregallager, ihr neues Zuhause gefunden. 400 bis 500 Menschen, die nur über ein kleines Einkommen verfügen, decken sich hier kostenlos mit Lebensmitteln ein.
Neue Räume bieten Vorteile
Zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten sind neben den Ehrenamtlern der Tafel auch viele Gäste gekommen, um sich selbst ein Bild zu machen. Jutte Kups ist Vorsitzende des dreiköpfigen Lenkungsausschusses, der sich um die Organisation kümmert. Sie kennt die Räume noch von früher, als hier die Radium-Ausbildungswerkstatt untergebracht war, gefolgt von der Lampen-Entwicklung.
Im Vergleich zum alten Tafel-Standort im Hochhaus an der Memellandstraße bieten die neuen Räume einige Vorteile. Sie sind näher an der Innenstadt, gleich gegenüber gibt es einen großen Parkplatz. Vor allem aber müssen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel, die Lebensmittel aus Supermärkten und dem Tafel-Zentrallager in Köln abholen, dank eines Lastenaufzugs jetzt viel weniger Kisten schleppen.
„Die Tafel in Wipperfürth existiert seit 2014, viele unser 35 Ehrenamtler sind schon lange dabei, und wir werden alle nicht jünger“, sagt Kups und lacht. Markus Braun ist Vorstand der Bürgerstiftung „Wir Wipperfürther“, unter deren Dach auch die Tafel eine Heimat gefunden hat. „Wir sind begeistert von dem, was hier geleistet wird, das ist aller Ehren wert“, lobt Braun.
Rund 7000 Euro hat die Tafel für den Umzug in die neuen Räume bezahlt, 80 Prozent davon übernimmt der Landesverband der Tafeln. Zur Einweihung übergab die Firma Voss einen Spendenscheck in Höhe von 111.600 Euro an die Tafel. 50 Prozent stammen von alljährlich stattfindenden Voss-Fußballturnier, die Unternehmensleitung hat den Betrag dann großzügig aufgestock