Jeweils rund 1300 kostümierte Frauen feiern an zwei Tagen bei den legendären Damensitzungen der KG Morsbach an der Wisseraue.
Legendäre DamensitzungBeben im Morsbacher Festzelt beim Auftritt von Kasalla

Fein kostümiert und bestens gelaunt feiern die Morsbacherinnen, unter anderem die Band Stadtrand.
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Nach dem Einzug des Damenelferrats gab zunächst Guido Cantz Anekdoten aus dem Leben seiner Familie preis und nahm groteske Situationen im Kontakt mit künstlicher Intelligenz aufs Korn, bevor Cat Ballou die Frauen musikalisch auf Touren brachte.
Gutgelaunt präsentierte sich sodann Lieselotte Lotterlappen alias Joachim Jung in ihrem pinkfarbenen Kostüm und natürlich mit der obligatorischen Handtasche. Sie schilderte, dass eine Frau neulich in der Apotheke nach schwarzen Tampons gefragt habe. Auf die Verwunderung des Apothekers hin bekannte sie, dass sie d1amit den Ort würdigen wolle, an dem ihr verstorbener Mann immer so viel Freude gehabt habe. Gleich darauf wollte ein Mann schwarze Kondome. „Wofür brauchen Sie die denn? – Ich mache einen Kondolenzbesuch.“ Launig steppte Lieselotte zu einem Mix aus Party- und Karnevalshits über die Bühne, bevor sie sich mit einem beeindruckenden Trompetensolo verabschiedete.
Die Höhner heizten das Festzelt in Morsbach weiter an
So hatten die Höhner gute Karten, das Festzelt weiter anzuheizen. Nach „Steh auf, mach laut!“ feierten die Damen zu ihrem neuen Song „Gisela“. Bejubelt wurden sodann der Einzug von Prinzessin Liya I. aus dem Hause Bukowski und die Tänze der Garde Blau-Weiß sowie der Funkengarde Morsbach. Ausverkauft für 2027„Endlich – und ich bin überwältigt“, sagte Jörg Bukowski, der seine Tochter begleitete. Der ehemalige Bürgermeister bekannte, dass er viele Jahre neidvoll aus dem Rathausfenster aufs Festzelt geschaut und sich gefragt habe: „Was muss da abgehen, wenn so viele Weiber auf einem Haufen sind?“ Liya schilderte, dass dies ihr erster Auftritt als Prinzessin sei und verkündete nach ihrem Sessionslied „Ich bin ne Karnevalsmaus“ ihr Motto. Weiter ging es mit Lup und Stadtrand.
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Und bei Kasalla bebte das Festzelt. Eine atemberaubende Show lieferten auch die Porzer Rezag-Husaren mit ihrer Tanzmarie Stefanie Vogelsberg, bevor die Wiever bei „Leev Marie“ von den Paveiern vollends ausrasteten. Den krönenden Abschluss machte das Fensdorfer Männerballett, die in diesem Jahr als Cheerleader eines Rugby-Clubs auftraten.
Die Morsbacher Damensitzung ist eine Erfolgsgeschichte. Am Ende der am Donnerstag bedauerte Damenelferratspräsidentin Monica Stausberg mit Tränen in den Augen, dass sich der Elferrat mit dieser Sitzung nach 25 Jahren geschlossen verabschiede. Die meisten der Damen waren von Anfang an dabei. Stausberg dankte allen, die dies begleitet haben. Sie erinnert sich, dass sie in einem wesentlich kleineren Festzelt mit rund 600 feiernden Weibern begonnen haben. Damals habe es nur eine Sitzung gegeben. Seit etwa zehn Jahren findet sie an zwei Tagen statt, heute mit jeweils 1300 närrischen Frauen. Stausberg ist begeistert: „Seit dem 11. November ist die Damensitzung für 2027 bereits ausverkauft.“

