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KVB-Streik und mehrWas diese Woche in Köln wichtig wird

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Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot.

Für Mittwoch sind die Mitarbeitenden des KVB-Fahrdienstes zum Warnstreik aufgerufen.

Der Stadtrat trifft wichtige Entscheidungen, die KVB streikt, Howard Carpendale nimmt Abschied: ein Überblick über Termine in der Stadt.

An diesem Montag, 16. März, werden unter anderem die KVB-Kundencenter und Verkaufsstellen bestreikt. Am Dienstag sind dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fahrdienst zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Das bedeutet, dass von Dienstag, 3 Uhr, bis Mittwoch, 3 Uhr, keine Busse und Stadtbahnen der KVB fahren. Auch auf den Stadtbahn-Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB Bonn) betrieben werden, finden am Dienstag keine Fahrten statt.

Derzeit laufen noch die Sanierungsarbeiten im Tanzbrunnen. Zur kommenden Saison soll Kölns wohl schönstes Open-Air-Gelände in neuem Glanz erstrahlen. Einzelheiten stellt der Betreiber Koelncongress am Dienstag vor, wenn auch das Veranstaltungsprogramm für den Sommer präsentiert wird. Bekannt ist schon jetzt, dass Cat Ballou zur traditionellen Saisoneröffnung am 9. Mai auftreten werden. Weitere namhafte, auch internationale Künstler sollen folgen.

Fastenbrechen in der Keupstraße

In Mülheim lädt die IG Keupstraße am Mittwochabend ab 18 Uhr zum gemeinsamen Fastenbrechen ein. Dann werden Tische auf der Keupstraße gedeckt, an der langen Tafel sind auch Nicht-Muslime ausdrücklich willkommen. Die Muslime in Deutschland feiern das Ende des Fastenmonats Ramadan. In Köln ist das Miteinander zwischen türkischen Restaurants, Backstuben und Modegeschäften seit 2017 zudem ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt.

Howard Carpendale

Howard Carpendale tritt in Köln auf.

Ebenfalls am Mittwoch nimmt einer der größten Schlagersänger Deutschlands Abschied von Köln: Howard Carpendale, der einst auch viele Jahre in der Stadt wohnte, ist auf Abschiedstournee und tritt wohl ein letztes Mal in der Lanxess-Arena auf. Es gibt noch Restkarten ab 69,90 Euro – und Hoffnung für seine Fans: Einzelne Auftritte werde der 80 Jahre alte Sänger noch absolvieren, kündigte er an, aber mit großen Tourneen sei bald Schluss.

Rat entscheidet über höhere Kosten für Taxi-Fahrten

Zur zweiten regulären Sitzung kommt der Stadtrat am Donnerstag zusammen: Das Gremium behandelt unter anderem den Bau-Turbo, höhere Kosten für Taxi-Fahrten und Straßenmusik im Domumfeld. Die Stadtverwaltung schlägt wie berichtet dem Stadtrat vor, den Kilometerpreis ab 1. Juni 2026 von 2,60 Euro auf 2,90 Euro zu erhöhen. Das entspricht einer Kostensteigerung um rund 11,5 Prozent. Die Wartezeitkosten sollen zudem von 50 auf 60 Cent pro Minute (Steigerung um 20 Prozent) und der Zuschlag für Großraumtaxis von sechs auf sieben Euro (Steigerung um etwa 16,7 Prozent) erhöht werden. Die Grundgebühr soll unverändert bei 4,90 Euro bleiben.

Der 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Dazu ruft das Bündnis „Köln stellt sich quer“ zu einer Demonstration und Kundgebung in der Innenstadt auf. Die Demonstration beginnt um 13 Uhr am Sudermanplatz. Eine Stunde später soll die Kundgebung auf dem Hohenzollernring starten. Rund 50 Organisationen unterstützen die Veranstaltung, darunter auch der Verein Arsch huh. Die politische Lage sei „bitter ernst“, heißt es in einem Aufruf mit Blick auf rechtsextreme Parteien und anstehende Wahlen in mehreren Bundesländern sowie auf kommunaler Ebene.

Abstimmung über Olympische Spiele

In dieser Woche werden gut 800.000 wahlberechtigte Kölnerinnen und Kölner Post mit Abstimmungsunterlagen erhalten. Dann gilt es für uns alle zu entscheiden, ob wir mit „Ja“ oder „Nein“ stimmen – und zwar für die Bewerbung der Olympischen Spiele in Köln und NRW für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Die meisten Menschen dürften aber noch viele Fragezeichen haben: Wie würden die Spiele Köln-Rhein-Ruhr eigentlich aussehen? Was würden sie kosten? Welche Nachteile brächten sie der Stadt und welche Vorteile? Wir haben im Vorfeld etliche Fragen, darunter auch viele kritische, unserer Leserinnen und Leser gesammelt und diese vergangene Woche beantworten lassen von Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester, Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann und Niklas Börger, der die Olympia-Projektgruppe in der Düsseldorfer Staatskanzlei leitet. Wir haben das Podium als Stream zum Nachgucken aufgezeichnet – für alle, die eine informierte Entscheidung treffen möchten. Hier geht es zum Stream.

Sarah Brasack und Basti Campmann

Sarah Brasack und Basti Campmann sind Hosts des Amerika-Abends in der Kölner Comedia.

Die Redaktion des Kölner Stadt-Anzeiger veranstaltet in dieser Woche eine Reihe von Veranstaltungen - darunter einen Weinabend zum Thema Weinland Spanien mit Andreas Brensing am Mittwoch, 18. März, ab 19 Uhr in der Workstage des Kölner Stadt-Anzeiger (weitere Infos gibt es hier). Außerdem laden am Freitag, 20. März, Kasalla-Sänger Basti Campmann, und Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadt-Anzeiger, zu einem Amerika-Abend in der Kölner Comedia ein: Dort sprechen der Kölner Medienwissenschaftler Martin Andree, der gerade erst einen lesenswerten Gastbeitrag geschrieben hat, und der USA-Korrespondenten Karl Doemens über Donald Trump, aber auch die zunehmend mächtigen Big-Tech-Firmen. Weitere Infos zum Amerika-Abend gibt es hier. (red)