Die Sportler und die vielen ehrenamtlichen Helfer standen im Mittelpunkt der Sportlerehrung des Gemeindesportverbandes Morsbach.
Sportlerehrung in MorsbachLange an der Rolle rückwärts gearbeitet

Gruppenfoto mit den vielen Geehrten der Sportlerehrung des Gemeindesportverbandes Morsbach.
Copyright: Kupper
Die Kulturstätte im Bürgercampus stand am Freitagabend im Zeichen des Sports und des Ehrenamts. In seiner Begrüßung kündigte Mathias Niesar, Vorsitzender des Gemeindesportverbands Morsbach, launig an, dass er auf die Tube drücken werde, damit keiner das Länderspiel gegen die Schweiz verpasst.
„Sportler leisten einen wichtigen Beitrag für die Gemeinde“, sagte Bürgermeister Jan Schumacher in seinem Grußwort. Dabei gehe es nicht nur um Gesundheit, Wohlbefinden und einen Ausgleich zum Alltag, sondern Sport bringe Menschen zusammen, egal welchen Beruf sie ausübten, welcher Herkunft oder welcher Sprache: „Was beim Sport zählt, sind Einsatz, Teamgeist und Fairness.“
Dank an Ehrenamtler
Sport mache glücklich, es tue manchmal aber auch weh bei Rückschlägen. Auf jeden Fall präge er die Menschen: „Fortschritt kommt nicht von allein.“ Diese Erkenntnis sei ein wichtiger Lerneffekt für Kinder und Jugendliche. Am Beispiel seiner eigenen Geschichte schilderte er, welche Probleme er in jungen Jahren bei der Erlangung des Sportabzeichens gehabt habe: „Mir fehlte nur noch die Rolle rückwärts.“
Die wollte jedoch partout nicht gelingen. Erst nach vielen Stunden Übens und der engagierten Motivation eines Trainers habe es schließlich geklappt: „Man kann viel erreichen, wenn man dranbleibt und an sich glaubt.“ Das funktioniere allerdings meist nicht allein und so dankte er nicht nur den aktiven Sportlern, sondern auch Trainern, Betreuern und den vielen Eltern, die im Hintergrund unterstützen.
Plädoyer für den Breitensport
„Gerade im Sport ist es wichtig, das Ehrenamt in den Mittelpunkt zu stellen“, betonte Tim Bubenzer vom Kreissportbund. Viele Menschen schauten nur auf die Leistungen im Spitzensport: „Aber die Masse der Bevölkerung betätigt sich im Breitensport.“ Für mehr als 20-jährige Tätigkeit im Ehrenamt verlieh Bubenzer gemeinsam mit Jan Schumacher die silberne Ehrennadel des Kreissportbunds an Janina Binot. Nach ihrer Tanzkarriere bei den Mini-Wolpis und den Wolpertingern hat sie sich als Übungsleiterin dem Kinder- und Jugendturnen im SV Morsbach gewidmet.
Hans-Joachim Rosenbaum hatte diese Auszeichnung bereits 2015 bekommen. Neben seiner mehr als 60-jährigen Mitgliedschaft in der Fußballabteilung des SV Morsbach, in der er viel Jahre aktiv gespielt hat, ist er seit 30 Jahren Abteilungsleiter der Tennisabteilung. Für seine Verdienste bekam er die goldene Ehrennadel. Seitens des Gemeindesportverbands wurde Volker Schütz von Mathias Niesar und Marco Wirths geehrt. Neben 52 Jahren als aktiver Spieler bei der SpVgg Holpe-Steimelhagen hat er auch 32 Jahre lang aktive Vorstandsarbeit geleistet, zuletzt war er Vorsitzender des Vereins.
Mathias Niesar lobte die Leistung der D-Juniorinnen der SG Morsbach-Holpe-Wallerhausen, die im letzten Hallenkreispokalsiegerinnen im Fußballkreis Berg geworden waren, ebenso die Damen 30 vom FTC Lichtenberg für ihren Aufstieg in die 1. Bezirksklasse des Tennisverbands Mittelrhein. Schließlich beschrieb er die Stationen der erfolgreichen Geschichte der Tanzgruppe „Wolpertinger“ vom SV Morsbach, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Diese – und ebenso die Nachwuchstruppe „Mini-Wolpis“ – umrahmten die anschließende Verleihung der Sportabzeichen mit ihren begeisternden Showtänzen „Ausbruch aus dem Gefängnis“ und „Barbie“. Zwischendurch gab es noch ein Ratespiel nach Art von „Dalli-Klick“ mit attraktiven Kreisen vom Gemeindesportverband.
Die Geehrten
Für langjähriges Ehrenamt wurden ausgezeichnet: Hans Joachim Rosenbaum (SV 02/29 Morsbach, Abteilung Tennis), Janina Binot (SV 02/29 Morsbach, Abteilung Kinder- und Jugendturnen), Volker Schütz (SpVgg Holpe-Steimelhagen, Fußball).Mannschaften: D-Juniorinnen der SG Morsbach-Holpe-Wallerhausen (Hallenkreispokalsiegerinnen 2025), Damen 30 FTC Lichtenberg (Aufstieg in die 1. Bezirksklasse des Tennisverbands Mittelrhein), „Wolpertinger“ vom SV 02/29 Morsbach (40-jähriges Bestehen).

