Die Oberbergische Verkehrsgesellschaft wirbt für die Smartphone-App „eezy.nrw“ und plant etliche Beratungstermine zu den neuen Tarifen.
Öffentlicher NahverkehrAb Juni gelten auch in Oberbergs Linienbussen neue Preise

Die neue Tarifstruktur im öffentlichen Nahverkehr sieht grundsätzlich nur noch drei Preisstufen vor. Am günstigsten wird es für Fahrgäste im Oberbergischen Kreis wohl über die App eezy.nrw.
Copyright: Smila Dankert/Ovag (Symbolfoto)
Durch die Tarifstrukturreform der Verkehrsverbünde Rhein-Sieg (VRS) und Aachener Verkehrsverbund (AVV) ändert sich für Busfahrgäste das Ticketsystem ab dem 1. Juni deutlich. Ab diesem Stichtag ersetzt der Rheinlandtarif die bisherigen VRS-Tarife. Künftig gibt es grundsätzlich nur noch drei Preisstufen.
Fahrten innerhalb einer Kommune kosten 3,50 Euro (Preisstufe 1), Fahrten innerhalb der Region 5,50 Euro (Preisstufe 2) und Fahrten durch das ganze Rheinland 13,90 Euro (Preisstufe 3). Hinzukommt die Kurzstrecke für 2,90 Euro. Und als Spezialangebot im Oberbergischen sind durch eine vorübergehende Subventionierung durch den Kreistag Fahrten zwischen zwei Kommunen für 4,50 Euro möglich.
Mehr als der Preis für ein Deutschlandticket soll in Oberberg niemandem berechnet werden
Wie die Oberbergische Verkehrsgesellschaft (Ovag) in einer Mitteilung betont, sind die allermeisten Vielfahrer ohnehin nicht von der Änderung betroffen – sie nutzen regelmäßig das Deutschlandticket für monatlich 63 Euro und können das auch künftig tun. Für die übrigen Fahrgäste könne es teurer, aber auch günstiger werden.
Deshalb rät das Unternehmen zur Nutzung der Ovag-App – denn die darin integrierte Funktion eezy.nrw berechne den Fahrpreis auf Basis der tatsächlich zurückgelegten Luftlinienkilometer und sei damit meist günstiger als ein klassisches Einzelticket nach dem neuen Rheinlandtarif. Zudem würden über eezy.nrw pro Monat höchstens 63 Euro berechnet, also der Preis des Deutschlandtickets – egal, wie viele Fahrten unternommen werden.
Neu ist ab dem 1. Juni auch, dass die VRS-Kundenkarte in Kombination mit einer Wertmarke abgeschafft wird. Monatstickets nach dem Rheinlandtarif können fortan direkt beim Busfahrer erworben werden. „Generell werden Tickets nur noch entwertet ausgegeben“, heißt es von der Ovag. Fahrgäste, die nach dem Start des Rheinlandtarifs noch nicht entwertete VRS-Tickets haben, können diese bis zum 31. Mai 2029 bei dem ausgebenden Verkehrsunternehmen umtauschen oder sich erstatten lassen.
Ovag berät ihre Kundinnen und Kunden an mehreren Orten im Oberbergischen
Eine persönliche Beratung zu den Neuerungen ab dem 1. Juni gibt es in den kommenden Tagen am mobilen Informationsstand der Ovag. Dieser wird an folgenden Tagen aufgebaut: Dienstag, 19. Mai, 14.30 bis 17 Uhr, Wiehl, Busbahnhof; Mittwoch, 20. Mai, 14.30 bis 17 Uhr, Morsbach, Busbahnhof; Donnerstag, 21. Mai, 14.30 bis 17 Uhr, Nümbrecht, Ortsmitte; Mittwoch, 27. Mai, 10 bis 12.30 Uhr, Engelskirchen, Bahnhof und 14.30 bis 17 Uhr in Lindlar, Busbahnhof.
Weitere Beratungstage sind geplant für Freitag, 29. Mai, 10 bis 12.30 Uhr, in Wipperfürth, Busbahnhof, und 14.30 bis 17 Uhr in Marienheide, Busbahnhof, sowie für Montag, 1. Juni, 10 bis 12.30 und noch einmal von 14.30 bis 17 Uhr am Gummersbacher Bahnhof.
