Bei der Landtagswahl 2027 tritt die SPD Oberberg mit Mary Roshani Thanapalasingham und Christian Hannes als Direktkandidaten an.
Aus der PolitikOberbergs SPD hat ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl 2027 bestimmt

SPD-Chef Thorsten Konzelmann (l.) und die Kandidaten Mary Roshani Thanapalasingham und Christian Hannes.
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Am 25. April 2027 wird in NRW eine neuer Landtag gewählt. Am Samstag – exakt ein Jahr vor diesem Termin – traf sich im Dorfhaus Gaderoth in Nümbrecht die oberbergische SPD, um ihre zwei Direktkandidaten für den Nord-und den Südkreis zu wählen. Am Ende gab es Blumen und Glückwünsche für Mary Roshani Thanapalasingham und Christian Hannes.
Mit dem Bergneustädter Hannes und Wastl Roth-Seefrid aus Waldbröl waren für den Südkreis zwei ganz unterschiedliche Kandidaten angetreten. Roth-Seefrid ist Vermessungstechniker, als Wegemanager des Naturparks Bergisches Land kennt er Oberberg wie seine Westentasche. Hannes, der am Ende 21 von 30 Stimmen bekam, ist vielen noch als Handball-Schiedsrichter bekannt. Der heute 35-Jährige studierte BWL und hat promoviert. Er arbeitet im Management bei Rewe.
Zwei Kandidaten für den Südkreis
In seiner Bewerbung stellte Hannes drei Punkte Themenschwerpunkte heraus. NRW brauche ein besseres Schulsystem mit mehr Chancengleichheit. Die Politik müsse vermitteln, dass man mit Leistung etwas erreichen könne. Zentral seien zudem bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft.
Sein Kontrahent Roth-Seefrid versprach, sich für die Menschen vor Ort und ihre Probleme zu kümmern, dazu zähle auch eine bessere Verkehrspolitik . Die SPD müsse sich stärker für regenerative Energien einsetzen. Beide mussten zahlreiche Fragen beantworten. „Es gibt viel Redebedarf in der SPD, das zeigt, dass es an der Basis brodelt“, so der Kommentar von Pascal Reinhardt aus Lindlar, der bei der Bundestagswahl 2025 für die SPD antrat.
Es gibt viel Redebedarf in der SPD, das zeigt, dass es an der Basis brodelt
Für den Norden wurde Mary Roshani Thanapalasingham als einzige Kandidatin mit 27 von 28 Stimmen gewählt. Sie ist Vorsitzende der SPD Gummersbach und dort auch Ratsmitglied. In ihrer Bewerbungsrede versprach die IT-Fachfrau, sich im Fall ihrer Wahl vor allem um drei Themen zu kümmern: den Wohnungsbau, eine familienfreundliche Politik und die Digitalisierung.
Parteivorsitzender Thorsten Konzelmann konnte rund 60 Delegierte aus allen oberbergischen Kommunen begrüßen, mit Ausnahme von Radevormwald. Die Stadt gehört seit 2017 zum Wahlkreis Remscheid. Konzelmann erinnerte daran, das Oberberg nie eine traditionelle SPD-Hochburg war, er gab sich aber dennoch kämpferisch.
Weil die NRW-SPD derzeit bei Umfragen sehr schwach abschneidet, steht ein harter Kampf um aussichtsreiche Listenplätze an. Die Vorentscheidung auf Mittelrheinebene fällt am 13. Mai, bevor am 13. Juni über die Landesliste entschieden wird. Die oberbergische SPD ist dort mit drei Delegierten vertreten.
