Mit Eventplatz, City-Radweg und Mobilstation treibt Waldbröl die Umgestaltung des Merkur-Areals voran.
EinweihungWaldbröl eröffnet neuen Eventplatz und City-Radweg

Am Tag der Städtebauförderung konnte in Waldbröl das rote Band am neuen Eventplatz durchtrennt werden.
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Heute ist ein besonderer Tag für unsere Stadt“, freute sich Bürgermeisterin Larissa Weber am Samstag auf dem ehemaligen Merkur-Areal. Bei strahlendem Sonnenschein wurden nun der zweite Abschnitt der umfangreichen Umgestaltung mit dem neuen Eventplatz, der Erweiterung des Cityradwegs und der neuen Mobilstation an der Friedenstraße feierlich eingeweiht.
Bürgermeisterin spricht von wichtigem Meilenstein
Weber erinnerte daran, dass die Einweihung am Tag der Städtebauförderung stattfindet und mit der die rund 5,2 Millionen teure Baumaßnahme bezuschusst wurde. Sie betonte: „Diese drei Projekte stehen nicht nur für bauliche Entwicklung, sie sind auch ein sichtbares Zeichen für Optimismus, Zuversicht und den festen Glauben an die Zukunft unserer Stadt.“ Das sei keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, die von Krisen, Unsicherheiten und Kriegen geprägt sind.
Die Bürgermeisterin erklärte, dass mit der Einweihung die Entwicklung des Areals noch nicht komplett abgeschlossen sei: „Wir setzen heute einen wichtigen Meilenstein, doch in den kommenden Jahren werden an diesem Standort noch Wohn- und Geschäftshäuser entstehen.
Damals haben wir uns durch Unterholz gekämpft und den Waldbrölbach gesucht, der freigelegt werden sollte
Weber gedachte auch ihrem 2022 verstorbenen Mitarbeiter Hartmut Schröder, unter dessen Verantwortung die ersten Planungen für die Umgestaltung des Merkur-Areals entstanden sind: „Das wir heute hier stehen und diese Projekte Realität geworden sind, ist ein Teil seines Wirkens.“
Planer Klaus Marenbach vom Wiehler Ingenieurbüro „Donner & Marenbach“ blickte auf die Anfänge vor dem Baubeginn im Sommer 2024 zurück: „Damals haben wir uns durch Unterholz gekämpft und den Waldbrölbach gesucht, der freigelegt werden sollte.“ Besonders begeisterte ihn die Stufenanlage in Richtung Bahnhofstraße: „So ergibt sich praktisch ein Amphitheater.“ Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin von „Das Bergische“, erklärte, dass der City-Radweg in das landesweite Fahrradnetz eingebunden werde: „Aufenthaltsqualität wird mit moderner Mobilität verbunden – das erhöht die Strahlkraft der Marktstadt.“
Neue Mobilstation setzt auf modernes Umsteigen
Eine gemeinsame Einradshow von SSV Nümbrecht und TuS Reichshof krönte die Einweihung, bevor der siebenjährige Vincent Gülmen gemeinsam mit Larissa Weber das rote Band durchschnitt, um den knapp 300 Meter langen City-Radweg freizugeben.
Während sich die zahlreichen Gäste an mehreren Ständen regionaler Mobilitätsanbieter informieren und mit Waffeln vom DLRG Waldbröl stärken konnten, führten Mobilitätsmanager Rudolf Bergen und Bernd Schneider von Donner & Marenbach über das Areal. Schneider sagte, dass im nächsten Bauabschnitt auch der bislang verrohrte Wiedenhofbach freigelegt werden soll, Bergen stellte in Aussicht, dass der City-Radweg zukünftig bis zum Norma-Markt in nordöstlicher Richtung ausgebaut und der Promenadenweg im Südwesten angeschlossen werden soll: „Mit 4,40 Metern ist es einer der breitesten Radwege in Oberberg.“
Bei der Mobilstation an der Friedenstraße angekommen, schilderte Lea Nagel, Mobilitätsmanagerin bei Go Rheinland, das Prinzip einer sicheren Abstellmöglichkeit für Zweiräder mit gleichzeitiger Lademöglichkeit. Die Kombination von Fahrradgarage, Bushaltestelle, Taxistandplatz und Pkw-Parkplatz mit einer 22kW-Ladesäule ermögliche ein komfortables umsteigen. Das Buchungsterminal an der Station wird in etwa zwei Wochen in Betrieb gehen.
Schließlich stellte Heinz-Peter Schröder, Geschäftsführer der Energiewerke Waldbröl (EWW), die neue 150kW-Schnelladesäule an der Nümbrechter Straße vor. Sie akzeptiere sämtliche Ladekarten, neue gebe es auch über die Homepage der Energiewerke: „EWW-Kunden tanken 7 Cent günstiger.“ Daneben präsentierte sich die Drohnenstaffel der Feuerwehr Waldbröl.
