Worauf sich junge Besucher beim „Beat’N’Ball“-Festival auf dem Zanders-Areal am 27. Juni freuen können.
Bergisch GladbachErstes großes großes Open-Air-Jugendfestival im neuen Gleispark

Sechs Jugendeinrichtungen organisieren zusammen mit der Stadt Bergisch Gladbach ein großes Jugendfestival im neuen Gleispark auf Zanders.
Copyright: Uta Böker
Der Gleispark auf dem Zanders-Areal in Bergisch Gladbach verwandelt sich am 27. Juni in einen Ort voller Energie, Musik, kreativer Angebote und sportlicher Aktivitäten bei einem kostenlosen Open-Air Festival „Beat ‚N‘ Ball“ für Jugendliche aus Bergisch Gladbach und Umgebung. Es ist die erste große Veranstaltung, die auf dem neuen Freizeitgelände stattfindet. Das ist ein deutliches Zeichen: Auch die Jüngeren sollen ihren festen Platz in dieser Stadt haben.
Das Festival wird von sechs Einrichtungen der Bergisch Gladbacher Offenen Kinder und Jugendarbeit – Ufo in Bensberg, Cross in Gronau, Fresch in Schildgen, Q1 und Café Leichtsinn in der Innenstadt sowie dem Krea-Club der Kreativitätsschule in Refrath – gemeinsam mit dem Jugendamt organisiert. Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Bergisch Gladbach. Angesprochen sind Kinder ab 10, Jugendliche und junge Erwachsene.
Wir wollten ein eigenes Jugendevent erschaffen. Der Gleispark ist unsere Antwort darauf
Was das Festival so besonders macht: Es stehen ausschließlich junge Menschen auf der Bühne – von den Maßen so groß wie beim Stadtfest. Sie soll ihnen eine Chance geben, sich selbst vor einem größeren Publikum zu präsentieren inmitten von Streetfood-Ständen, vielen attraktiven Workshops und Mitmachaktionen.
Die Idee dazu kommt von den Jugendeinrichtungen selbst. Sie bilden eine Kooperationsgemeinschaft und ergreifen jetzt die Gelegenheit, auf dem neuen Freizeitgelände den langersehnten Wunsch ihrer jungen Besucherinnen und Besucher zu erfüllen. „Wir wollten ein eigenes Jugendevent erschaffen. Der Gleispark ist unsere Antwort darauf“, sagt Martin Greiber, Leiter vom Ufo, bei einem Treffen vor Ort. Christian Kulka, Leiter des Q1, drückt die Motivation so aus: „Der künftige Stadtteil Zanders soll mit der Innenstadt zusammenwachsen. Wir können als kleines Rädchen etwas dazu beitragen.“
Das letzte große Festival fand 2013 statt
Denn es ist wirklich schon sehr lange her, dass junge Leute die Möglichkeit hatten, sich auf einem eigenen Festival zu präsentieren, zusammenzukommen und gemeinsam zu feiern. „Das war zum letzten Mal 2011 und 2013 beim Jugend- und Kulturfestival „Move in“ im Bergischen Löwen“, erinnert sich Petra Weymans, Leiterin des Kulturbüros Bergisch Gladbach. Seitdem sind Jugendliche dann nur noch einmal im Jahr beim bundesweit vernetzten Jugendkultur-Projekt „nachtfrequenz“ im September zum Mitmachen und Mitgestalten eingeladen.
Der Name des Festivals „Beat ‚N‘ Ball“ beschreibt das Szenario, das die Besucher erwarten wird. „Beat steht für die Musik und die Klänge, die von der Bühne kommen. Ball steht für die Workshops und die Bewegungsangebote“, erläutert Greiber.
Hauptact ist Omar Jatta und J-JD.KFT and Friends
Start ist um 16 Uhr. Zum Auftakt tritt die Krea Band auf (16.15 Uhr). Danach betreten die beiden Schülerbands „Enkans“ (Integrierte Gesamtschule Paffrath) und „Jägers Jünger“ (Nicolaus-Cusanus-Gymnasium) die Jugendbühne (17 Uhr). Es folgen die Bands „Lieber Tee“ (18 Uhr) und Lost Tapes“ (18 Uhr).
Der Krea Jugendclub führt seine Hip Hop-Show auf (20.30 Uhr). Haupt-Acts sind die Indie Rock Band Lost Tapes (19 Uhr) sowie Omar Jatta und J-JD.KFT and Friends mit Afrobeat, Amapiano, Hip Hop (21 Uhr).
Ende der Veranstaltung ist um 22 Uhr. Essen und Trinken werden für die jungen Leute zu vergünstigten Preisen angeboten. Die Bezahlung ist aber nur mit Bargeld möglich.
Viele kostenlose Workshops werden angeboten
Dazu gibt es attraktive kostenlose Workshops: Breakdance, DJ-Workshop, Fußballturnier, Basketball, Boxen, Torwandschießen, Bogenschießen und Kunstaktionen. „Die Vielfalt der Angebote ist aus den Projekten der Jugendarbeit in den jeweiligen Einrichtungen entstanden“, erläutert Christian Kulka, Leiter des Q1.
„Uns ist es wichtig, die engagierte Jugendarbeit und die Angebote sichtbar zu machen, die es für jeden zugänglich in der Stadt gibt“, sagt Dominik Schmitz, Fachberater für offene Jugendarbeit beim Jugendamt. Eine Jugendbefragung, die die Stadt demnächst veröffentlichen werde, habe zudem ergeben, dass viele Kinder und Jugendliche auf der Suche nach Angeboten seien, die nichts kosten würden. Zuhause fehle das Geld, um Mitgliedschaften in Vereinen zu bezahlen.
Das Festival sei ein „guter Katalysator“ um Hemmschwellen abzubauen und mit Besuchern in einen offenen Dialog zu kommen, so dass es leichter falle, in einer der Jugendzentren vorbeizuschauen, meint Kulka.
Ob das Festival „Beat ‚N‘ Ball“ zum festen Bestandteil im städtischen Terminkalender wird? „Wir werden die Erfahrungen, die wir hier sammeln, auswerten“, sagt Schmitz. Aber der Wunsch, dass dies so kommt, steht allen Beteiligten deutlich ins Gesicht geschrieben.
