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Bergisch GladbachNeubau für Gymnasium soll in Rekordzeit stehen

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Eine Gruppe von Leuten steht in der Baugrube.

Die Baugrube ist ausgehoben: Symbolischer Spatenstich für den Erweiterungsbau am Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg.

Die Zusage gilt: Der Modulbau für das Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg soll innnerhalb von sieben Monaten fertiggestellt sein.  

„Wir haben mega wenig Zeit“, sagt Sebastian Rolko, Geschäftsführer der städtischen Schulbau GmbH, beim symbolischen Spatenstich für den Erweiterungsbau des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Bensberg. Bis die Schülerinnen und Schüler zum Anfang des neuen Schuljahres im September einziehen, muss das Gebäude fertiggestellt sein. Sieben Monate Bauzeit, das wäre ein neuer Rekord.

Dass es so schnell geht, ist auch hier am Standort des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) in Bensberg) der seriellen Modulbauweise zu verdanken. Wie an den anderen vier Gymnasien im Stadtgebiet reagiert die Stadt auf die Herausforderungen der zusätzlichen Klassenstufe bei der Umstellung auf ein Abitur nach neun Jahren mit einem Sofortprogramm.

Bis zum letzten Tag werden wir uns anstrengen
Sebastian Rolko, Schulbau GmbH

„Dass die Gebäude in einer so kurzen Zeitspanne fertig werden können, hätte man vor einigen Jahren für unmöglich gehalten“, sagt Bürgermeister Marcel Kreutz und betont das wichtige Anliegen der Stadt, in die Zukunft der Kinder zu investieren: „Geben wir gemeinsam Gas.“

„Bis zum letzten Tag werden wir uns anstrengen. Es wird gelingen, weil wir ein Team sind“, ist Rolko sicher und setzt dabei auf die gute Zusammenarbeit mit den beiden Fachbereichen Hochbau und Immobilien.

Die Firma Brüggemann aus Neuenkirchen hat bereits damit begonnen, die Baugrube auf dem Schulgelände zwischen AMG und Johannes-Gutenberg-Realschule auszuheben. Obwohl die finale Baugenehmigung noch auf sich warten lässt. Die Arbeiten finden auf Grundlage einer Teilbaugenehmigung statt, erläutert Rolko.

Visualisierung des zweigeschossigen Baus.

So soll das zweigeschossige Gebäude in Holz-Modulweise aussehen.

Diesmal investiert die Stadt 10 Millionen Euro in das zweigeschossige Gebäude, zusammengesetzt aus Holz-Segmenten. Im Erdgeschoss entstehen vier neue Klassenräume.Das Obergeschoss erhält zwei moderne Physikräume, inklusive Physiksammlung sowie ein Informatikklassenraum.

Dass dieser Modulbau 1,5 Millionen Euro teurer ist als der am Otto-Hahn-Gymnasium, obwohl er kleiner ist, erkläre sich mit dem höheren Ausstattungsstandard der naturwissenschaftlichen Fachräume sowie der Verlegung und Neubau des Pausenhofs der benachbarten Realschule. Auf deren bisheriger ashaltierten Spielfläche wird der Neubau platziert.

„Am meisten freut mich, dass Fortschritte zu sehen sind“, sagt Schulleiter Rolf Faymoinville, „es ist Bewegung da. Das ist fantastisch.“ Aber er richtet auch einen Appell an die Politik, bald eine Entscheidung zu treffen, wie es mit dem AMG weitergehen soll.

Wie es genau mit dem Gymnasium weitergeht, ist noch unklar

Je nach Ausgang von Machbarkeitsstudien soll das Schulgebäude entweder abgebrochen oder generalsaniert werden. „Eltern, die überlegen, ihre Kinder bei uns anzumelden, wollen das wissen“, berichtet er, „wir brauchen eine Perspektive. Damit wir wieder zu unserer eigentlichen Aufgabe, Gestaltung von Unterricht zurückkehren können und nicht so viel Zeit in Baubesprechungen verbringen.“ Alexandra Meuthen, Fachbereichsleiterin Immobilien, kann da ein bisschen Druck rausnehmen: „Die ersten Gutachten werden demnächst vorliegen.“

Der Baustart mit dem Gießen des Betonfundaments sowie der Anlieferung und Montage der Module soll voraussichtlich vom 2. bis 20. Februar über die Bühne gehen. Dazu wird ein Kran aufgestellt, der die Raumsegmente auf die Baustelle hebt.

Dann wird es richtig eng auf der schmalen Straße Kaule. Die Verwaltung geht davon aus, dass Parkverbote ausgesprochen werden müssen, wenn die Tieflader unterwegs sind. „Wie den Anwohnern versprochen, werden wir dies noch einmal gesondert kommunizieren“, küngigt Schulbau-Dezernent Thor Eggert an.“