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Ausstellung im SchulmuseumIn Katterbach schlummern kuriose Schätze

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Gäste laufen durchs Museum und betrachten Objekte.

Viele Objekte, die sich im laufe der zeit im Schulmuseum angesammelt haben, präsentiert die neue Ausstellung. 

Allerlei Kuriositäten präsentiert eine neue Ausstellung „Was sich angesammelt hat“  im Bergisch Gladbacher Schulmuseum.

Eine Ausstellung planen? Das kann nicht jeder. Dominik Olbrisch kann es besonders. Der Leiter des Schulmuseums in Katterbach hat die neue Schau zunächst am heimischen Esstisch entworfen. Kaffeetassen und Butterbrotpapier beiseite, den Legokasten auf den Tisch.

Ja, richtig: Der Kurator baute Raum und Platzierung der Ausstellungsstücke erst aus bunten Plastiksteinchen. Erst die Struktur im Kleinen, dann der Wurf im Großen. Dass die Realität im Museum zwei Meter länger war als die Lego-Platte und ausgerechnet an der wichtigsten Station mit dem Tablet der Strom fehlte – geschenkt. Am Ende sitzt die Schau. „Vor drei Stunden bin ich fertig geworden“, gesteht Olbrisch unter dem Lachen der Zuschauer.

Lässig präsentiert sich die Eröffnung der Ausstellung in Katterbach

Die Eröffnung? Ein Fest der Ehrenamtlichen: launig, lässig, ohne steifes Gehabe. Christoph Lehner, erster Vorsitzender des Trägervereins, begrüßte die Gäste. Er blickte sichtlich stolz in die überraschend volle Runde, verteilte Vorschusslorbeeren an Olbrisch – „Ein Gewinn für uns alle! “ – und gab charmant zu, vom eigentlichen Museumsgeschäft kaum Ahnung zu haben. Sein Job sei schließlich, das Geld ranzuschaffen.

Der Leiter des Schulmuseums Dominik Olbrisch (l.), die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Opiela und Christoph Lehner, erster Vorsitzender des Trägervereins stehen im Museum.

Kamen zur Eröffnung: der Leiter des Schulmuseums Dominik Olbrisch (l.), die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Opiela und Christoph Lehner, erster Vorsitzender des Trägervereins.

Drei Gläser sind mit Knöpfen gefüllt.

Gefüllte Gläser visualisieren Objekte, Filmrollen und Bücher, die sich im Archiv angesammelt haben.

Dann das Grußwort der stellvertretenden Bürgermeisterin Brigitta Opiela. Sie schlug die Brücke zur eigenen Kindheit, zum Speicher der Großmutter. Ein wunderbares Plädoyer fürs Bewahren: Während die Mutter noch alles radikal mit einem rheinischen „Das kann alles fott! “ entsorgen wollte, erinnerte Opiela daran, dass hier im Katterbacher Keller echte Schätze schlummern. Das Museum als Ort, der Geschichten über Generationen hinweg rettet.

Schon die erste Vitrine zwingt zum kollektiven Stirnrunzeln

Die Ausstellung selbst lebt vom Kuriosen. Gleich die erste Vitrine zwingt zum kollektiven Stirnrunzeln. Was liegt da? Poly-Lock-Lockenwickler aus den 1960er-Jahren. Schwimmbänder, in die man sich reinhängen konnte, um im Trockenen die Brustbewegung zu üben. Und ein massives OTIS-Gewicht.

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Letzteres wirft Fragen auf. OTIS baut bekanntlich Aufzüge. Einen Fahrstuhl sucht man im Schulmuseum Katterbach jedoch vergeblich. Die plausible, wenn auch herrlich spekulative Erklärung des Museumschefs: Der Klotz diente wohl für physikalische Experimente im Unterricht. Schule, so die Erkenntnis, prägte stets den ganz normalen Alltag. Dazu gehört auch das ausgestellte Stützmieder. Schließlich mussten die Lehrerinnen den ganzen Tag stehen.

Ohne Ehrenamtler liefe im Katterbacher Museum nichts

Ein echtes Highlight ist die interaktive Station mit der großen Frage: „Und was sammeln Sie? “ Die Kinder aus zwei Schulklassen legten steil vor. Olbrisch berichtete: Ein kleiner Knirps bewies Geschäftssinn und schrieb auf seine Karte: „Ich sammele Geld. “ Die Sammelwut ist ungebrochen. An zwei großen Reifen hängen bereits Dutzende Kärtchen, eifrig bestückt von denselben zwei Schulklassen. Hier sind eindeutig Profi-Sammler am Werk.

Am Ende des Tages gab es das, was eine solche Institution im Kern zusammenhält: Kaffee, kalte Getränke, selbst gebackenen Kuchen. Ein großes Kompliment an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Ohne sie, das wurde an diesem Nachmittag mehr als deutlich, liefe im Katterbacher Schulmuseum schlichtweg gar nichts. Wie fast überall.