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Neuer WohnraumIn Waldbröl sind die Bauarbeiten für die neue „Merkur-Zeile“ gestartet

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Zurzeit wird auf dem Grundstück unterhalb der Bahnhofstraße in Waldbröl die Arbeit an den Fundamenten für den Wohnkomplex „Merkur-Zeile“ vorbereitet.

Zurzeit wird auf dem Grundstück unterhalb der Bahnhofstraße in Waldbröl die Arbeit an den Fundamenten für den Wohnkomplex „Merkur-Zeile“ vorbereitet.

Der Komplex unterhalb der Bahnhofstraße ist der erste von vier Neubauten. Es entstehen 22 barrierefreie Wohnungen, das Interesse daran ist groß.

Die Bagger sind da, es geht in die Tiefe: Auf dem früheren Merkur-Gelände haben die Bauarbeiten für das reine Wohnhaus, die „Merkur-Zeile“, begonnen. Auf dem fast 1100 Quadratmeter großen Grundstück unterhalb der Bahnhofstraße sollen 22 Wohnungen entstehen, diese haben Größen von 45 bis 75 Quadratmeter.

„Sie sollen für Singles ebenso geeignet sein wie für Paare und kleinere Familien – und ebenso für jedes Alter“, erklärt Architekt Mirsad Mujanovic. Er hat sein Büro MX Architektur in Herzogenrath (bei Aachen) und ist inzwischen auch mit den Entwürfen einer Bebauung entlang der Kaiserstraße, also auf den übrigen Merkur-Flächen, beauftragt. In die Gebäude dort sollen auch Gastronomie, Geschäfte und Dienstleister einziehen – daher verzichtet der Planer in der Merkur-Zeile auf jegliches Gewerbe.

Die Hanglage des Grundstücks in der Stadtmitte von Waldbröl war zunächst eine Herausforderung

„Deren Hanglage war durchaus eine Herausforderung“, blickt der 47-jährige Mujanovic zurück. Um diese Lage zu überbrücken, erhält der Neubau einen Fahrradkeller und eine Tiefgarage, die keine wirkliche Tiefgarage ist: Blickt man vom neuen, leicht ovalen Eventplatz und aus dem City-Park (vormals „Grünzug-Ost“) auf die neue Immobilie, so ist eben diese Garage das Erdgeschoss.

„Zu dieser Parkseite hin ist sie offen, also von Licht durchflutet und natürlich belüftet“, sagt der Architekt. Überhaupt werde diese Seite ein Schmuckstück mit Terrassen, viel Holz an der Fassade und sehr viel Grün. „Sitzt man draußen und in der Sonne, dann soll man das Gefühl haben, man sei im Urlaub.“ Fertiggestellt werde die Merkur-Zeile nach Angaben des Herzogenrathers in etwa anderthalb Jahren.

Zurzeit laufen seinen Angaben zufolge die Vertragsverhandlungen für den Bau der drei Gebäude gegenüber mit jeweils vier Geschossen auf den insgesamt 3100 Quadratmeter großen Brachflächen zwischen der Nümbrechter Straße, der Kaiserstraße und dem Waldbrölbach. Mujanovic: „Ich hoffe, dass wir in vier bis fünf Monaten die Bauanträge einreichen können.“ Und im Sommer 2027 könne dort vielleicht der erste Spatenstich gesetzt werden.

Die Investoren und Auftraggeber kommen aus der Marktstadt Waldbröl

Investoren sind bei beiden Projekten die Waldbröler Mirdi und Bleron Roci mit ihrem Unternehmen R&R Invest, sie haben allerdings jede Nachfrage der Redaktion zu diesen Vorhaben bisher unbeantwortet gelassen. Ausführendes Bauunternehmen ist die in Leverkusen ansässige Roci Bau-GmbH. Ein symbolischer Spatenstich an der Merkur-Zeile war dem Vernehmen nach zunächst abgesagt worden. Am Donnerstagnachmittag (16. Juli 2026) soll dieser nun nachgeholt werden.

Den Zuschlag für den Bau dieses insgesamt barrierefreien Wohnkomplexes mit vier Stockwerken haben die Verantwortlichen vor bald zwei Jahren erhalten, im November 2024 haben sie ihr erstes Bauvorhaben der Stadtpolitik vorgestellt. Ende März dieses Jahres bekamen Mirdi und Bleron Roci dann grünes Licht, das übrige Gelände ebenfalls zu überbauen – Arbeitstitel: „Vom Park zur Stadt“.

Die eine Hälfte der Wohnungen in der rechteckigen Merkur-Zeile soll vermietet, die andere verkauft werden. Deshalb plane er mit zwei getrennten Treppenhäusern und zwei Eingängen, führt Architekt Mirsad Mujanovic aus. Und von den beiden Investoren heißt es, das Interesse an den neuen Wohnungen in der Stadtmitte sei schon seit der Vorstellung der Pläne sehr groß.