Der Kampf des Pfadfinderstamms Folke Bernadotte um den Erhalt des Q1-Gebäudes nimmt mit einer Social Media-Kampagne weiter Fahrt auf.
Bergisch GladbachPfadfinder erhöhen mit Kampagne den Druck auf die Politik

Das Q1-Gebäude will die Stadt Bergisch Gladbach aufgrund von baulichen Mängeln aufgeben.
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Bevor der Stadtrat in Bergisch Gladbach am Dienstag, 24. März, endgültig über die Zukunft des Q1-Gebäudes entscheidet, üben die Pfadfinder des Stamms Folke Bernadotte weiter Druck auf die Politik aus. Um ihre Argumente für den Erhalt des Gebäudes für die Jugend öffentlich darzustellen, haben die jungen Leute eine Social Media-Kampagne gestartet.
„Jeden Tag erläutern wir dort bis zur Ratssitzung eines unserer Argumente und klären den Mythos rund um das Gebäude Q1 auf“, sagt Stammesvater Janis Reinhold. Interessierte seien eingeladen, das Thema auf den Kanälen Instagram und Facebook zu verfolgen.
Vor dem Ratssaal eine Protest-Kundgebung statt
Bei ihrer Kundgebung am 24. März, ab 16 Uhr, vor dem Ratssaal in Bensberg hoffen die Pfadfinder, den Politikern noch einmal ins Gewissen reden zu können. Denn im Jugendhilfeausschuss ist bereits eine Vorentscheidung gefallen. Demnach soll das baufällige Bestandsgebäude auf dem Quirlsberg für die Jugendarbeit aufgegeben werden.
Pfadfinder und Kindergartenmuseum sollen sich künftig einen Neubau am Rande des Stadtzentrums teilen. Das Jugendzentrum Q1 soll in die Zentralwerkstatt auf dem Zanders-Gelände umziehen. Nur noch für eine Übergangszeit von zwei Jahren will die Stadt mit den allernötigsten, sicherheitsrelevanten Reparaturen den Betrieb des Q1-Gebäudes sicherstellen.
Bei der Abstimmung im Jugendhilfeausschuss stimmte die AfD gegen die Aufgabe des Gebäudes auf dem Quirlsberg. Die beiden Vertreter der Katholischen Jugendagentur (KJA) und des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) enthielten sich.

