Auf einer Infoveranstaltung stellte die Stadt Bergisch Gladbach den Streckenverlauf für die Radpendlerroute nach Köln vor
RadpendlerrouteBergisch Gladbach hat Vorplanung für Radstrecke abgeschlossen

Mobilitätsmanagerin Maren Hesselmann (Stadt) und Planer Johannes Fug (Planungsbüro Fischer Teamplan)
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Ein unter Naturschutz stehendes Waldgebiet nahe der Siedlung Rodemich im Stadtteil Gronau ist tabu. Aus der Politik hatte die Verwaltung den Prüfauftrag bekommen, die Routenführung der künftigen Radpendlerroute in dieser Passage genau zu untersuchen.
Nein der Behörden
„Wir haben mit den Naturschutzbehörden gesprochen“, berichtete die städtische Mobilitätsmanagerin Maren Hesselmann auf einer Informationsveranstaltung im Spiegelsaal des Bergischen Löwen. Das öffentliche Interesse, das Naturschutzgebiet nicht in die Radroute einzubinden, sei höher einzustufen als die Interessen der Nutzenden.
Die Verkehrsplaner haben auf das Nein der Naturschutzbehörden reagiert: Die von Köln aus über Schlodderdicher Weg und Dännekamp kommende Radpendlerroute wird nun in der Vorplanung über die Straße Rodemich geführt. Bei der Vorstellung gab es dazu mehrere kritische Stimmen aus der Anwohnerschaft, wie schon bei einer ersten Bürgerveranstaltung im Februar. Befürchtet wird nach wie vor ein Wegfall der an der Straße liegenden Parkmöglichkeiten.
Planer im Spiegelsaal
Anhand großer Pläne versuchte Johannes Fug vom Planungsbüro „Fischer Teamplan“ die Situation zu verdeutlichen. Es werde für den Rodemich drei Varianten geben, über die am Ende die Politik zu entscheiden habe. Kern seien alternierende Parkplätze im Straßenraum und das Freihalten von großen Sichtfenstern an Einmündungen, damit die Radfahrenden sicher unterwegs seien.
Die Stadt habe die Straßenbreite ermittelt, sie liege zwischen 5 Metern und 5,05 Metern. Bei einem parkenden Auto reduziere sie sich auf 3 Meter bis 3,05 Meter. Allerdings sei 3,05 Meter die Mindestbreite, die einzuhalten sei. Weil in einigen Abschnitten ein paar Zentimeter dazu fehlten, sei dort dann das Parken im Straßenraum nicht mehr gestattet.
Mindestbreite erforderlich
Diese 3,05 Metern seien überall in Deutschland die Mindestbreite, sagt der Planer. Unterstützung kam dazu auch vom Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda (Grüne). Er wohne in Zollstock in Köln, und hier achte die Stadt sehr genau auf das Einhalten dieser Mindestbreite. Auch das Parken auf Gehwegen werde in Zollstock rigoros unterbunden. Die präsentierte Vorplanung führt die Route ab Rodemich weiter über die historische Trasse der Straßenbahn zum Refrather Weg.
In Höhe Finanzamt wird die Hauptverkehrsachse erreicht, auf der die Radfahrenden weiter bis zum Bus-/S-Bahnhof geführt werden. Varianten in der Ausgestaltung der Routen gibt es, über sie werden die städtischen Planungspolitiker entscheiden. Aussagen zu möglichen Fahrradstraßen gab es von der Stadt nicht, darüber entschieden nicht die Verkehrsplaner. Ragnar Migenda appellierte, die Radroute zügig umzuetzen.
Weil es auf der Bahnstrecke der S11 lange Sperrzeiten gebe und auch die KVB-Strecke 1 über Bensberg und Refrath von Baustellen betroffen sei, habe der Ausbau der Radpendlerroute oberste Priorität: „Das Projekt ist für die Stadt elementar, das ist klar.“