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Fehlende StadtbahnenRadler dürfen in der Linie 66 zwischen Siegburg und Bad Honnef aktuell nicht mit

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Eine KVB-Bahn hält als Linie 66 im Bahnhof Siegburg. Da aktuell nur ein Wagen eingesetzt wird, müssen Radler zumeist draußen bleiben.

Eine KVB-Bahn hält als Linie 66 im Bahnhof Siegburg. Da aktuell nur ein Wagen eingesetzt wird, müssen Radler zumeist draußen bleiben.

Im Zuge des Bonner Stadtbahn-Ausfalls sind die Wagen der Linie 66 immer öfter so voll, dass Radler draußen bleiben müssen - Ende offen.

Der große Bonner Stadtbahn-Ausfall hat auf der Linie 66 zwischen Siegburg und Bonn ungeahnte Nebenwirkungen: Da immer öfter nur einzelne Bahnen statt der gewohnten Doppelzüge unterwegs sind, knubbelt es sich in diesen sogar in den Nebenzeiten – und dann müssen Radfahrer leider draußen bleiben. Das führt aktuell zu Unmut, Diskussionen und Verzögerungen.

U-Bahnhof Siegburg, Mittwoch, 11.38 Uhr. Eine Durchsage ertönt: „Aufgrund der momentanen Situation auf der Linie 66 bitten wir die Fahrgäste, auf die Mitnahme von Fahrrädern zu verzichten. Vielen Dank.“ Das leuchtet zwar vielen ein, aber ist es wirklich nur eine Bitte? In den sozialen Medien werden die SWB deutlicher: „Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Mitnahme eines Fahrrades bei einer vollen Stadtbahn“, heißt es in einem Facebook-Post vom Wochenbeginn, der bis Mittwochmittag mehr als 500 Zustimmungen etwa nach dem Motto „Radfahrer sollen mit dem Rad fahren, nicht mit der Bahn“, aber auch weit mehr als 250 zum Teil kritische Kommentare („Dann wird wohl Schadensersatz fällig für bezahlte Fahrradtickets!“) ausgelöst hat.

Ende der Durststrecke ist offen

SWB-Sprecherin Clarissa Pütz verweist auf Anfrage auf die aktuell deutlich eingeschränkten Transportkapazitäten der SWB Bus und Bahn. Von den 75 SWB-Stadtbahnwagen wurden wie berichtet am 20. Juli völlig überraschend 60 Fahrzeuge, die noch aus den 1970er und 1990er Jahren stammen, vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Die KVB helfen aus, aktuell allerdings nur noch mit 14 Fahrzeugen; vor den „Kölner Lichtern“ am Wochenende waren es 20 Leihwagen.

Das Ende der Durststrecke für die Fahrgäste, die aktuell manchmal trotz Sommerferien, selbst zu Nebenverkehrszeiten und bereits in Siegburg keinen Sitzplatz finden, ist offen. Die SWB haben die Hoffnung formuliert, dass die Überprüfung der „historisch gewachsenen technischen Abweichungen, unter anderem bei Radsatzwellen, Kupplungssystemen und Federspeicherbremsen“ bis Mitte August abgeschlossen sein könnte. Für diese Woche ist ein „Update zur Überprüfung der Stadtbahnen“ angekündigt, das aber nach den Worten von Sprecherin Pütz am Mittwochnachmittag noch nicht vorliegt.

Fahrradticket wird nicht erstattet

Bis endlich Klarheit herrscht, ob und wann die zum Teil 50 Jahre alten Stadtbahnwagen wieder auf die Schiene können, müssen die Fahrgäste weiterhin eng zusammenstehen. Radlerinnen und Radler bleiben nicht immer, aber oft draußen, obwohl sie ein Ticket nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihren fahrbaren Untersatz haben, das sie laut SWB aber auch nicht erstattet bekommen. Die SWB: „Hier gibt es dann oftmals unnötige Diskussionen, die Folgen sind Verspätungen.“

Die Fahrradregelung – Zutritt nur, wenn es nicht zu voll ist, und Kinderwagen- und Rollatorschieber sowie Rollstuhlfahrerinnen haben Vorrang – ist durchaus nicht jedem bekannt. Auch am Mittwochvormittag in Siegburg drängt sich wieder ein junger Mann mit Rad in die schon gut gefüllte Bahn, gleich neben einen dort stehenden Juristen im feinen Zwirn.

Sprecherin Pütz sagt mittags, über die besonderen Einschränkungen für Radfahrer werde über Social Media und mit Bahnsteigdurchsagen hingewiesen. Nachmittags ergänzt sie, dass mittlerweile auch auf den Anzeigetafeln in den Fahrzeugen Informationen zu lesen seien. Durchsagen in den Fahrzeugen würden nachgerüstet.